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Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 08.04.2018

Hörspiel - Kunststückeecho echo / wo soll ich fliegen

Nach der gleichnamigen Sound-Performance der A K Dolven

Von Gaby Hartel

Der Blick in eine Vitrine der Sonderausstellung "Federn kitzeln die Sinne" im Überseemuseum Bremen, zeigt einen Seidenschwanz-Vogel (Bombycilla garrulus) vor der Silhouette einer Museumsmitarbeiterin, die eine Pfauenfeder in den Händen hält. (picture alliance / dpa / Ingo Wagner)
Ein Seidenschwanz-Vogel in einer Ausstellung. (picture alliance / dpa / Ingo Wagner)

Ende August 2015 erklang im historischen Vogelsaal des Berliner Museums für Naturkunde zwischen Hunderten von Exponaten aus dreihundert Jahren Sammlungsgeschichte ein mehrstimmiges SoundPoem, eine temporäre Performance der norwegischen Künstlerin A K Dolven. "echo echo" erzählt in Fragmenten von Migration, Entwurzelung, Unsicherheit.

Viele Recherchen der Künstlerin legen Zeugnis von Wirklichkeiten ab, die jenseits der optischen Raumerfahrung des Vogelsaals liegen: Texte zeitgenössischer Entdecker, Praktiken der Exponatenbenennung, Selbstreflexionen. Diese verborgenen Aspekte erhalten durch ihre Hörbarmachung in Verschränkung mit dem Soundpoem einen radiophonen Nachklang.

Hörstück von Gaby Hartel nach der gleichnamigen Sound-Performance von A K Dolven
Regie: Ingo Kottkamp und die Autorin
Mit: Sabine Falkenberg, Cristin König, A K Dolven, Wolfgang Condrus, Robert Frank, Irm Hermann, Jule Böwe, Bettina Kurth, Friedhelm Ptok, Klaus Manchen, Shaun Lawton, Patrick Güldenberg, Janusz Kocaj
Komposition: Justin Swinburne
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016

Länge: 55'42

Eine Wiederholung vom 05.06.2016

Das "Vogelsaal" Soundpoem der A K Dolven wird verbunden mit selbstreflektorischen Notizen und Texten von Wissenschaftlern und Entdeckern.

Im Rahmen von "Kunst/Natur – Künstlerische Interventionen" im Museum für Naturkunde Berlin in Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes und Deutschlandradio Kultur 2015/2016.

A K Dolven, geboren 1953 in Oslo, vielfach ausgezeichnete und Norwegens bekannteste Multimediakünstlerin, aufgewachsen nördlich des Polarkreises auf den Lofoten, die auch in ihren Werken eine wichtige Rolle spielen. Ihre Skulpturen, Malerei, Foto- und Videokunst werden weltweit ausgestellt. 2000 erhielt sie den Fred-Thieler-Preis für Malerei und 2005 die schwedische Prinz Eugen Medaille für herausragende künstlerische Leistungen. A K Dolven wohnte vor 1989 mehrere Jahre im Westteil von Berlin direkt an der Mauer. Heute lebt sie auf den Lofoten und in London.

Gaby Hartel, Autorin für Kunst und Literatur, Kuratorin der Soundarbeit in Zusammenarbeit mit A K Dolven. Über die norwegische Künstlerin gab Hartel 2015 die Monographie "A K Dolven: Please Return" heraus.

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