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Freitag, 19.01.2018

Hörspiel | Sendung am 28.02.2018 um 21:30 Uhr

Hörspiel: Elias Canetti postumGegen den Tod

Nach "Das Buch gegen den Tod"

Von Elias Canetti

Elias Canetti in Zürich 1977 (Museum Strauhof Zürich; © Bildarchiv Elias Canetti Erben durch Carl Hanser Verlag, München)
Elias Canetti in Zürich 1977 (Museum Strauhof Zürich; © Bildarchiv Elias Canetti Erben durch Carl Hanser Verlag, München)

"Wir müssen böse sein, weil wir wissen, dass wir sterben. Wir wären noch böser, wenn wir von Anfang an wüssten, wann", sagt der Philosoph.

Neben ihm geben IchundEr, ein Historiker, ein Ungläubiger, eine Erzählerin, ein Ironiker, eine junge Frau, ein Künstler und ein Kind den "zerstreuten und widersprüchlichen" Aufzeichnungen Canettis eine Stimme. Canetti begann im Zweiten Weltkrieg, seine Gedanken in Grotesken, Tiraden und phantastischen Aphorismen "gegen den Tod" aufzuschreiben. An diesem Buch schrieb er lebenslang, ohne es zu veröffentlichen.

Von Elias Canetti
Bearbeitung und Regie: Hans Gerd Krogmann
Mit: Samuel Finzi, Ingo Hülsmann, Ulrich Noethen, Friedhelm Ptok, Mathias Lange, Tatja Seibt, Gerd Wameling, Lisa Hrdina und Max von Pufendorf
Ton und Technik: Thomas Monnerjahn, Philipp Adelmann
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016

Länge: 58'30

Elias Canetti, 1905 als Kind spanisch-jüdischer Eltern in Rustschuk (heute: Russe, Bulgarien) geboren, gestorben 1994 in Zürich, wuchs vielsprachig in Bulgarien, Manchester, Lausanne, Wien, Zürich und Frankfurt auf, studierte in Wien Chemie, promovierte zum Dr. phil. und emigrierte 1938 nach London. Der Romancier, Essayist, Naturwissenschaftler, Kulturphilosoph und Dramatiker wurde 1981 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Originalhörspiel von Elias Canetti: "Die Befristeten" (WDR 1966, Rundfunk der DDR 1984), Bearbeitungen: "Die Blendung" (NDR/DLR Berlin/BR/ORF 2002), "Party im Blitz" (DKultur 2005), "Briefe an Georges" (DKultur 2006), "Die Blendung" (BR/ORF 2013).

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