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Interview / Archiv | Beitrag vom 30.04.2015

Hilfe für Helikopter-Eltern"Es ist eine Illusion, sein Kind schützen zu können"

Gesine Grotrian im Gespräch mit Vladimir Balzer und Axel Rahmlow

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Eine Gläubige hält eine brennende Kerze. (dpa / Armin Weigel)
Brennende Kerze: Würden Sie Ihrem Kind erlauben, mit dem Finger durch die Flamme zu streichen? (dpa / Armin Weigel)

Das darfst du nicht, das ist zu gefährlich! Nein, sagt die Autorin des Buchs "BÄNG! 60 gefährliche Dinge, die mutig machen". Kinder sollen gefährliche Dinge kennen lernen und selber ausprobieren. In ihrem Sachbuch erklären sie sogar, wie man Rauchbomben baut.

Einen Finger durch die Flamme führen, heißes Nudelwasser abgießen, ein Loch in die Wand bohren oder Sprengstoff aus Wasser und Essig machen. All das sollen Kinder zusammen mit Erwachsenen ausprobieren, findet Gesine Grotian, selbst Mutter uns Autorin des Buchs.

Die Autorin Gesine Grotrian (Foto: M. Hucht / Deutschlandradio)Die Autorin Gesine Grotrian (Foto: M. Hucht / Deutschlandradio)"Wir wollen die Kinder nur mutig machen, dass sie sich mit den gefährlichen Situationen im Alltag zurecht finden", sagt sie.

"Und wir wollen vor allen den Eltern Mut machen, ihren Kindern das zuzutrauen, damit die das lernen können. Denn gefährlich sind Dinge ja nur gefährlich, wenn man nicht weiß, wie man mit ihnen umgehen muss."

Im Interview mit Deutschlandradio Kultur erklärt Grotrian, wie Eltern ihre Kinder und auch sich selbst ein bisschen mutiger machen können, denn die Angst der Väter und Mütter um ihre Kinder sei heute "ganz arg zunehmend". Die Eltern lebten aber "ein bisschen in der Illusion", ihr Kind schützen zu können.

Vladimir Balzer testet übrigens während des Gesprächsi, ob eine Batterie tatsächlich Strom führt, und Axel Rahmlow steckt sich eine Stecknadel durch die Oberhaut.

Gesine Grotian: BÄNG! 60 gefährliche Dinge, die mutig machen
Beltz & Gelberg, Weinheim 2015
158 Seiten, 19,95 Euro

Interview

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