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Jazz | Beitrag vom 01.10.2017

HighlightsJazz im Oktober

Von Matthias Wegner

Porträt von Thelonious Monk im Minton's Playhouse, New York, aufgenommen im Septtember 1947. (imago stock&people/William P. Gottlieb)
Porträt von Thelonious Monk im Minton's Playhouse, New York, aufgenommen im Septtember 1947. (imago stock&people/William P. Gottlieb)

Bemerkenswerte Live-Konzerte, besonders hervorstechende Neuerscheinungen und ausführliche Musikerportraits prägen auch im Oktober die Jazzsendungen im Deutschlandfunk Kultur. Große Aufmerksamkeit bekommen zudem die 100.Geburtstage der beiden Jazzinnovatoren Thelonious Monk und Dizzy Gillespie.

Montag, 02. Oktober  / Tonart Jazz, 11:35 Uhr 
Souverän und stilsicher: der Sänger Jeff Cascaro im Gespräch

Jeff Cascaro (Jim Rakete)Jeff Cascaro (Jim Rakete)
Jeff Cascaro – Jahrgang 1968 – gehört seit vielen Jahren zu den renommiertesten Sängern des deutschen Jazz. Bereits als 18-Jähriger gewann er den Bundeswettbewerb "Jugend jazzt" und hat seitdem eine beachtliche Karriere hingelegt. Dazu gehören Auftritte mit großen Rundfunk-Big-Bands und Engagements in den Bands von Klaus Doldinger, Till Brönner und Horst Jankowski. Seit 2006 hat Cascaro auch zahlreiche eigene Alben veröffentlicht. Auf seinem neuen Werk "Love & Blues in the City" nimmt Cascaro den Blues als Ausgangspunkt für seine neue musikalische Reise und beeindruckt darauf mit großer Souveränität und fesselnder Intensität.
Moderation: Olga Hochweis

Montag, 2.Oktober  /  In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr
Mystische Schönheit und schimmernde Poesie: das Wolfert Brederode Trio

Der holländische Pianist Wolfert Brederode mit seinem Trio. (Ferenc Molnar)Der holländische Pianist Wolfert Brederode mit seinem Trio. (Ferenc Molnar)
Der Pianist Wolfert Brederode – geboren 1974 in der Nähe von Den Haag – ist nicht nur ein international begehrter Sideman, sondern auch ein erfinderischer und aussagestarker Komponist und Bandleader. Etliche Jahre hat sich der Holländer vor allem auf sein Quartett fokussiert, in jüngster Zeit aber auch seine Liebe zum Piano-Trio wiederentdeckt. Gemeinsam mit dem isländischen Bassisten Gulli Gudmundsson und dem Landsmann Jasper van Hulten am Schlagzeug bildet Wolfert Brederode eine unschlagbare Einheit, die sich im großen Dschungel des Trio-Formates problemlos zurechtfindet und positioniert.  Das aktuelle Album "Black Ice" ist geprägt von mystischer Schönheit, schimmernder Poesie und sympathischer Transparenz und liegt auch dem Konzert im Bremer Sendesaal zugrunde.

Wolfert Brederode Trio
Wolfert Brederode, Klavier
Gulli Gudmundsson, Bass
Jasper van Hulten, Schlagzeug

Sendesaal Bremen, 24.09.2017
Moderation: Matthias Wegner

Montag, 09. Oktober  / Tonart Jazz, 11:35 Uhr 
Mit Jazz um die Welt: die Posaunistin Shannon Barnett

Die 34-jährige Shannon Barnett war in ihrer australischen Heimat ein Shooting Star an der Jazzposaune. Nach einem Zwischenstopp im Jazzmekka New York lebt sie inzwischen als festes Mitglied der WDR Big Band in Köln. An der australischen Szene schätzt sie die stilistische Offenheit, die sie heute in vergleichbarer Weise in Köln wiederfindet. Jenseits ihres Big Band-Engagements hat sie sich auch einen Namen in der freien Szene gemacht. In ihrem Quartett, das ohne Harmonieinstrument arbeitet, agiert sie souverän zwischen kraftvollen Grooves und lyrischen Momenten. Das zeigt sie auch jetzt wieder auf ihrem neuen Album ‚Hype’."
Autor: Jan Tengeler

Dienstag, 10.Oktober / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Confrontations & Explanations Vol. 3: Zum 100. Geburtstag von Thelonious Monk
Studiogast: der Pianist Roberto Di Gioia

Thelonious Monk bei einem Konzert in Paris im Dezember 1969. (AFP)Thelonious Monk bei einem Konzert in Paris im Dezember 1969. (AFP)

Thelonious Monk in Worte zu fassen, fällt auch 100 Jahre nach dessen Geburt nicht einfach: Innovator, Individualist, Exzentriker, Komponist. Das alles stimmt, vermag aber die Magie des Mannes und seiner außergewöhnlichen Musik nicht zu beschreiben. Andreas Müller nähert sich diesem Monument des modernen Jazz in der Tonart zusammen mit dem Münchner Pianisten Roberto Di Gioia im Rahmen der Reihe "Confrontations & Explanations" an. Neben Monks Musik werden Interpretationen des Saxophonisten Steve Lacy zu hören sein, der – wie kein anderer – das Werk Monks pflegte. Außerdem wird an Herbie Nichols erinnert, einem anderen pianistischen Solitär, der viel zu früh starb und im Schatten Monks in Vergessenheit geriet.
Moderation: Andreas Müller 

Montag, 10. Oktober  / Tonart am Nachmittag, 15:30 Uhr 
Blue Monk - zum 100. Geb. von Thelonious Monk
Studiogast: Alexander von Schlippenbach

Der amerikanische Jazzmusiker Thelonius Monk. (picture-alliance / dpa)Der amerikanische Jazzmusiker Thelonius Monk. (picture-alliance / dpa)

Der Berliner Pianist Alexander von Schlippenbach beschäftigt sich seit Jahrzehnten sehr intensiv und auf allerhöchstem Niveau mit dem Erbe des unvergessenen Thelonious Monk. Schon mehrfach hat der einstige Free-Jazz-Pionier mit seiner Band das Gesamtwerk von Monk (alle 59 Kompositionen) an einem Abend auf die Bühne gebracht, hat diese Bearbeitungen auch auf CD dokumentiert und kann – wie kaum jemand sonst – sehr eindrucksvoll vom Phänomen und vom Gesamtkunstwerk Monk berichten.
Moderation: Andreas Müller

Montag, 16.Oktober  /  In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr 
Elbjazz 2017: Charisma und Spielfreude

Myles Sanko (Simon Buck)Myles Sanko (Simon Buck)

Nach einer Auszeit im vergangenen Jahr meldete sich das ELBJAZZ-Festival in Hamburg mit einem erstklassigen Programm zurück. Sänger Myles Sanko mit seiner Band und das französische Duo Émile Parisien und Vincent Peirani gaben umjubelte Konzerte. 

Myles Sanko wurde 1980 in Ghana geboren, migrierte aber als Jugendlicher nach England und mischt seit ein paar Jahren ordentlich in der britischen Soul-Jazz-Szene um das Label "Légère" mit. Wurde er außerhalb Englands zunächst vor allem im Vorprogramm des US-amerikanischen Sängerkollegen Gregory Porter präsentiert, wird Sanko nach und nach von einer immer größer werdenden Fangemeinde entdeckt und längst als eigenständiger und charismatischer Künstler wahrgenommen.

Vincent Peirani (Akkordeon) und Émile Parisien (Saxofon) gehören zu den angesagtesten Musikern der aktuellen Jazzszene in Frankreich und weit darüber hinaus. Es ist schon großartig, wie die beiden Franzosen musikalisch zueinander finden. Wie sie ihre Klangfarben wunderbar miteinander verschmelzen lassen und wie jeder der beiden Musiker dennoch seine eigenen Akzente setzen kann. Und wie bei aller Spielfreude und innerer Spannung immer viel Transparenz in dieser Musik bleibt.

Myles Sanko und Band

Émile Parisien-Vincent Peirani Duo
Émile Parisien, Saxofon
Vincent Peirani, Akkordeon

Elbjazz 2017, Aufzeichnungen vom 03.06.2017
Moderation: Matthias Wegner

Montag, 17. Oktober  / Tonart Jazz, 11:35 Uhr 
Irrtümer im Jazz (2): der Bebop

Jazz-Musiker Charlie Parker im August 1947. Im Hintergrund: Tommy Potter, Miles Davis und Max Roach  (imago/Cinema Publishers Collection)Jazz-Musiker Charlie Parker im August 1947. Im Hintergrund: Tommy Potter, Miles Davis und Max Roach (imago/Cinema Publishers Collection)

Autor: Wolf Kampmann

Dienstag, 17.Oktober / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
"Dizzy for President" - zum 100. Geburtstag von Dizzy Gillespie 

Der amerikanische Jazztrompeter Dizzy Gillespie (1917-1993) während eines Auftritts beim Jazzfestival im französichen Lyon am 13. Juli 1988. (picture-alliance / dpa)Der amerikanische Jazztrompeter Dizzy Gillespie (1917-1993) während eines Auftritts beim Jazzfestival im französichen Lyon am 13. Juli 1988. (picture-alliance / dpa)

Im Jahr 1917 wurde nicht nur die erste Jazzplatte veröffentlicht, es wurden auch zahlreiche Musikerpersönlichkeiten geboren, die für die Jazzgeschichte von großer Bedeutung waren. Neben Ella Fitzgerald und Thelonious Monk zählt auch der amerikanische Trompeter Dizzy Gillespie zu diesen Legenden. Gillespie stand Anfang der 40er Jahre gemeinsam mit dem Saxofonisten Charlie Parker im Zentrum der aufkeimenden Bebop-Bewegung und hat auch danach (im Grunde bis zu seinem Tod im Jahr 1993) zahlreiche Kapitel Jazzgeschichte mitgeschrieben.
Moderation: Lothar Jänichen 

Montag, den 24. Oktober / Tonart Jazz, 11:05 Uhr 
Das neue Basswunder: die polnische Musikerin Kinga Glyk

Kinga Glyk (Peter Hönnemann)Kinga Glyk (Peter Hönnemann)

Innerhalb sehr kurzer Zeit hat die polnische Bassistin Kinga Glyk einen enormen Bekanntheitsgrad erreicht. Dabei halfen der 20-jährigen neben ihrem riesigen Talent vor allem auch die sozialen Medien. Ihre Videos wurden millionenfach geklickt und nun legt sie bereist ihr drittes Album unter eigenem Namen vor. Auf "Dream" wandelt sie auf den Pfaden ihres großen Helden Jaco Pastorius und hat eine erstklassige Band mit US-amerikanischen Musikern an Ihrer Seite. Unter anderem sitzt diesmal nicht Kingas Vater, sondern der hoch angesehene Gregory Hutchinson am Schlagzeug, was Kinga Glyks Musik noch einmal auf ein ganz neues Niveau bringt.
Autorin: Sophia Fischer

Dienstag, 24.Oktober / Tonart Jazz, 1:05 – 5:00 Uhr
Jazz-Talk mit der Pianistin und Sängerin Johanna Borchert

Johanna Borchert (Johanna Borchert)Johanna Borchert (Johanna Borchert)

Nachdem die in Bremen geborene Musikerin bis dato vor allem als Jazzpianistin und Komponistin in der europäischen Jazzszene Furore gemacht hatte, waren die Reaktionen euphorisch, als 2014 Johanna Borcherts Album "FM Biography" erschien, ihr Debut als Sängerin. Sowohl die Presse als auch das Publikum jubelten und 2015 erhielt Johanna Borchert den ECHO Jazz als "beste Sängerin national". Jetzt erscheint ihre zweite CD als Sängerin und Songschreiberin, "Love or Emptiness", inspiriert von einem spirituellen Gedicht des persischen Sufi-Mystikers Rumi. Manuela Krause hat sich mit der in Berlin lebenden Musikerin getroffen und über das neue Album, einschneidende Veränderungen in ihrem Leben und über die Bedeutung der Leere unterhalten. 
Moderation: Manuela Krause   

Montag, 30. Oktober  / Tonart Jazz, 11:35 Uhr 
Ein Ausblick auf das Jazzfest Berlin 2017

Ambrose Akinmusire (Camille Blake)Ambrose Akinmusire (Camille Blake)

Zum dritten und letzten Mal hat der englische Musikjournalist Richard Williams das Programm für das renommierte Jazzfest Berlin zusammengestellt. Zum ersten Mal in der 54-jährigen Festivalgeschichte gibt es dabei in diesem Jahr einen "Artist-In-Residence". Der hochgeschätzte New Yorker Schlagzeuger, Komponist und Bandleader Tyshawn Sorey wird in verschiedenen Konstellationen und mit verschiedenen Bands zu hören sein und mit seinem Trio auch den ersten Abend auf der großen Bühne im "Haus der Berliner Festspiele" eröffnen. Zudem hat er etliche Musik extra für das Jazzfest geschrieben und bezieht in weiteren Konzerten auch Musiker der Berliner Szene in sein Klanguniversum mit ein. Darüber hinaus gibt es auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Uraufführungen und Festivalproduktionen u.a. von Trompeter Ambrose Akinmusire und vom Gitarristen Nels Cline, die Deutschlandfunk Kultur auch live überträgt.
Autor: Matthias Wegner

Montag, 30.Oktober  /  In Concert, 20:03 – 21:30 Uhr 
Montreux Jazz Festival 2017

Komponist und Pianist Ramsey Lewis im Jahr 2012 (picture alliance / dpa / Skip Bolen)Komponist und Pianist Ramsey Lewis im Jahr 2012 (picture alliance / dpa / Skip Bolen)

Ramsey Lewis Trio
Fred Wesley
Mare Nostrum
Chilly Gonzales u.a.
Moderation: Matthias Wegner

Dienstag, 31. Oktober  / Tonart Jazz, 01:05 – 04:00 Uhr
Let's mop it: Rare Swingsongs der 1930er und 40er Jahre

DJ Swingin´Swanee (Stefan Malzkorn)DJ Swingin´Swanee (Stefan Malzkorn)

Die Stars dieser Sendung sind Combos und Orchester aus der Swing-Ära, die zu Unrecht in Vergessenheit gerieten. Seltene Aufnahmen von Buster Moten, Dolly Dawn and Her Dawn Patrol, Buck Ram's All Stars, Snub Mosley, Jimmy Mundy u.v.a. stehen für die Vielfalt des Swing.
Moderation: DJ Swingin' Swanee

Konzert

Chor.comRademann dirigiert Heinrich Schütz
Hans-Christoph Rademann (Matthias Heyde)

Heinrich Schütz und Hans-Christoph Rademann: bei Chormusikfreunden ist das ein sehr guter Zusammenklang, seitdem der Dirigent mit dem Dresdner Kammerchor eine vielfach gewürdigte Gesamteinspielung gestartet hat. In Dortmund waren sie live zu erleben.Mehr

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