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Samstag, 24.02.2018
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 10. Februar 2018

Größtes deutschsprachiges US-Filmfest eröffnet

In San Francisco werden in sieben Tagen fast zwei Dutzend Filme gezeigt

Mit Stargast Simon Verhoeven und seiner Flüchtlingskomödie "Willkommen bei den Hartmanns" ist das Filmfest "Berlin & Beyond" eröffnet worden. Zum 22. Mal präsentieren das Goethe-Institut und das Szene-Kino Castro Theatre in San Francisco das Festival mit Spielfilmen, Dokus und Kurzfilmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben Verhoeven sind auch die Schauspieler Lars Eidinger und Frederick Lau sowie die Regisseure Markus Goller und Alain Gsponer bei dem größten Festival des deutschen Films außerhalb Europas zu Gast. Eidinger präsentiert die Tragikomödie "Die Blumen von gestern", in der er einen Holocaustforscher spielt. Der Brüder-Film "Simpel", mit Lau und David Kross in den Hauptrollen, feiert seine Nordamerika-Premiere.

Komponist Jóhann Jóhannsson ist tot

Isländer gewann Golden Globe für Filmmusik

Der preisgekrönte isländische Filmkomponist Jóhann Jóhannsson ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Wie sein Manager mitteilte, wurde er am Freitag tot in seiner Wohnung in Berlin entdeckt. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Der in Reykjavik geborene Jóhannsson gewann 2015 den Golden Globe für seinen Soundtrack zum Film "Die Entdeckung der Unendlichkeit" mit Eddie Redmayne, der darin den Physiker Stephen Hawking verkörpert. Die Filmmusik brachte dem Isländer außerdem Grammy- und Oscar-Nominierungen ein. Für den Oscar wurde er auch ein Jahr später für die Musik von "Sicario" nominiert. Er nahm darüber hinaus mehrere eigene Alben auf, darunter "Fordlandia" und "Orphée".

"House of Cards"-Schauspieler Reg Cathey gestorben

Für seine Rolle als Freddy Hayes gewann er einen Emmy

Der "House of Cards"-Schauspieler Reg Cathey ist tot. Cathey starb im Alter von 59 Jahren, wie mehrere Regisseure und der Streamingdienst Netflix mitteilten. "Reg Cathey war einzigartig", schrieb "House of Cards"-Erfinder Beau Willimon beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Er war voller Lebenskraft, Großzügigkeit, Humor und sprudelndem Talent. Geliebt von allen, die das Glück hatten, ihn zu kennen und mit ihm zu arbeiten. Er wird sehr vermisst werden." Der 1958 im US-Bundesstaat Alabama geborene Cathey wurde vor allem mit seinen Rollen in den Serien "The Wire" und "House of Cards" bekannt. In «House of Cards» spielte er den Besitzer eines kleinen Barbecue-Lokals, in dem Politiker Frank Underwood (Kevin Spacey) jederzeit seine geliebten Ribs essen konnte. Cathey war dreimal für einen Emmy nominiert, einmal gewann er.

Tschechische Botschaft soll als Denkmal erhalten werden

Gebäude gilt als herausragendes Beispiel der sozialistischen Moderne

Das Gebäude der tschechischen Botschaft in Berlin soll als Architekturdenkmal erhalten bleiben. Das sagte der Landeskonservator Jörg Haspel dem Evangelischen Pressedienst. Der Bau aus den 70er Jahren gilt als herausragendes Beispiel der sozialistischen Moderne. Das quadratische, kompakte Gebäude hat dunkel verspiegelte Fenster, die Inneneinrichtung mit orangefarbenen und roten Kunstledersesseln ist noch erhalten. Der Bau des tschechischen Architekten-Ehepaars Machonin sei im besten Sinne ein gemeinsames Erbe von Tschechen und Deutschen und "denkmalwert", sagte Haspel. Das Europäische Kulturerbejahr 2018 unter dem Motto "Sharing heritage" wäre eine gute Gelegenheit, die Denkmalpartnerschaft zu betonen, so der Landeskonservator weiter.

Berlinale lehnte Filme wegen #MeToo ab

Entwicklung soll auch auf dem Filmfestival diskutiet werden

Die Missbrauchsdebatte #MeToo hat dem Berlinale-Chef Dieter Kosslick zufolge auch das Festivalprogramm verändert. "Wir haben in diesem Jahr Arbeiten von Leuten nicht im Programm, weil sie für ein Fehlverhalten zwar nicht verurteilt worden sind, es aber zumindest zugegeben haben", sagte Direktor Dieter Kosslick der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Für den aktuellen Jahrgang habe das Festival Filme abgelehnt, deren Personal durch die Debatte um sexuelle Gewalt im Filmgeschäft belastet sei, sagte Kosslick. Bei #MeToo gebe es seiner Meinung nach eine klare Grenze: "Alles, was durch Gewalt aufgezwungen wird, ist ein Vergehen." Jenseits dieser Grenze gebe es aber viele Schattierungen und Einzelfälle, über die diskutiert werden müsse, betonte der Festivaldirektor. Dazu sei die Berlinale da. Im Bereich des Filmmarkts werde auf mehreren Veranstaltungen über Vielfalt, Inklusion und Geschlechter-Gerechtigkeit debattiert. "Als Festival möchten wir nicht nur Entwicklungen verfolgen, sondern auch ein Ort sein, wo Probleme gehört und diskutiert werden."

Gesetze gegen Schlankheitswahn in Modelbranche?

Kramp-Karrenbauer: Size-Zero-Models gaukeln gefährliches Ideal vor

Über Maßnahmen gegen den Schlankheitswahn in der Modelbranche diskutieren Politiker von Union und SPD. "Size-Zero-Models gaukeln ein Ideal vor, welches weder ästhetisch noch gesund ist - mit gefährlichen Langzeitschäden für Körper und Seele bis hin zum Tod", sagte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) dem "Spiegel"."Wir brauchen eine gesetzliche Regelung zum Schutz vor Magersucht", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach dem "Spiegel". Es gebe kaum eine Erkrankung bei jungen Frauen, die eine so hohe Sterblichkeitsrate habe wie Magersucht - "und die Heilungschancen sind gering". Die CSU-Politikerin Dorothee Bär, die für einen Ministerposten im neuen Bundeskabinett gehandelt wird, sagte, Aufklärung allein scheine an ihre Grenzen zu stoßen. Bilder müssten wieder stärker Abbilder der Wirklichkeit sein: "Die Zeit ist gekommen, sich die Regelungen unserer Nachbarn genau anzusehen." In Frankreich dürfen Frauen mit Untergewicht nicht mehr als Models arbeiten, in Spanien und Israel gibt es ähnliche Vorschriften.

Schauspieler John Gavin ist tot

Bekannt war Gavin durch Rollen in "Psycho" und "Spartacus"

Der US-Schauspieler John Gavin ist tot. Er starb im Kreise seiner Familie in seinem Haus in Beverly Hills, wie US-Medien unter Berufung auf einen Sprecher seiner Ehefrau, Schauspielerin Constance Towers, berichteten. Gavin war 86 Jahre alt. Geboren als John Anthony Golenor 1931 in Los Angeles studierte Gavin zunächst Wirtschaft und ging dann in die Navy. Später bekam er erste Schauspielrollen und feierte seinen Durchbruch 1958 mit dem Kriegsdrama "Zeit zu leben und Zeit zu sterben". Bekannt wurde er danach vor allem durch Rollen in Alfred Hitchcocks Thriller "Psycho", David Millers "Mitternachtsspitzen" und Stanley Kubricks "Spartacus". Neben seiner Schauspielertätigkeit war Gavin eine Zeit lang Präsident der Schauspielergewerkschaft und in den 80er Jahren unter anderem US-Botschafter in Mexiko unter der Regierung von Präsident Ronald Reagan.

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