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Tonart | Beitrag vom 07.03.2017

Größen der OpernweltIn Memoriam Alberto Zedda und Kurt Moll

Von Holger Hettinger

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Der Dirigent Alberto Zedda und der Bass Kurt Moll  (dpa/ Vladimir Vyatkin/RIA Novosti/ Hermann Wöstmann)
Der Dirigent Alberto Zedda und der Bass Kurt Moll sind gestorben. (dpa/ Vladimir Vyatkin/RIA Novosti/ Hermann Wöstmann)

Dirigent Alberto Zedda und Sänger Kurt Moll haben die Opernwelt geprägt. Zedda sorgte durch seine Arbeit dafür, dass die Werke des Komponisten Gioacchino Rossini wieder gewürdigt wurden. Und das Klangspektrum von Molls Bass war stilprägend in den 60er- und 70er-Jahren.

Gleich zwei Größen der klassischen Musik gilt es heute zu betrauern: Alberto Zedda war DER Anwalt des Komponisten Gioacchino Rossini im 20. Jahrhundert. Der italienische Dirigent hat mit Zähigkeit, Charme und Begeisterungsvermögen dafür gesorgt, dass Rossini auf den Opernbühnen Europas wieder als sprühender, geistreicher Schöpfer von Musiktheater-Verwicklungen wahrgenommen wurde.

Rossinis Ruf hatte sehr gelitten unter dem Vorurteil, seine Opern seien wirre, unübersichtliche Machwerke. Es ist Alberto Zeddas Verdienst, das System hinter diesen Verwirrungen aufzuzeigen, die meisterhafte Personenführung, die hochdramatische Verdichtung von Rossinis Tonsprache. Zedda ist nun im Alter von 89 Jahren gestorben.

Moll verlieh selbst leicht trotteligen Partien schalkhafte Eleganz

Und auch der Bass Kurt Moll ist tot - einer der prägenden Sänger der Nachkriegszeit. Sein volltönendes Klangspektrum war stilprägend in den 60er und 70er Jahren - kein brachialer Dröhn-Bass, sondern ein Sänger, der die Partien bei Mozart, Wagner und Strauss mit seiner charakteristischen Stimme präzise ausdeutete.

Selbst leicht trottelige Partien wie den Osmin in Mozarts "Entführung aus dem Serail" oder den Ochs aus dem "Rosenkavalier verlieh er eine schalkhafte Eleganz. Kurt Moll wurde 78 Jahre alt.

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