Seit 17:00 Uhr Nachrichten
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 17:00 Uhr Nachrichten
 
 

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 24.09.2014

GeschichteDie Psychologie des Rückzugs

Der Historiker Wolfgang Schivelbusch über den gewandelten Umgang mit Niederlagen

Moderation: Winfried Sträter

Podcast abonnieren
Der Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist Wolfgang Schivelbusch. (picture alliance / dpa)
Der Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist Wolfgang Schivelbusch. (picture alliance / dpa)

Immer wieder entfacht der Historiker Wolfgang Schivelbusch mit seinen geschichtlichen Vergleichen Diskussionen. Ihm geht es etwa um den unterschiedlichen Umgang mit Niederlagen - auch im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur.

Wenn Wolfgang Schivelbusch auf die vergangenen 500 Jahre zurückblickt, sieht er einen europäischen Vormarsch, der nun zu Ende geht. Einst sei das Selbstbewusstsein Europas von Machtstreben gesteuert gewesen, zum Glück habe sich dies - zumindest in Westeuropa - verändert. 

Dennoch ist das Zeitalter der Kriege nicht beendet worden, wie ein Blick auf den Ukraine-Konflikt beweist. Die Entscheidung von Staaten sich dagegen nach gewisser Zeit aus Kriegen zurückzuziehen, sieht Schivelbusch relativ und sagt: "Weisheit wird in der realen Geschichte meist eingeprügelt."

Über Vernichtung  zur Vernunft

So sei zum Beispiel Deutschland erst durch massenhafte Vernichtung zur Vernunft gelangt. Über viele Jahre sei die Idee des Rückzugs erst gar nicht in den Vorstellungen der militärisch Verantwortlichen verankert gewesen. Rückzug sei mit nationaler Schwäche gleichgesetzt worden. 

Mehr zum Thema:

Tagung - Ein bisschen Tratsch und viel Geschichte
(Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 24.09.2014)

50. Historikertag - Geschichte der Sieger hinterfragen
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 23.09.2014)

Zeitfragen

Reich werdenDie erste Million ist die schwerste!
US-Dollar-Scheine (picture alliance / dpa / Xie Zhengyi)

Geld regiert die Welt - im Fall von Donald Trumps Kabinett mit mehreren Milliardären und Multimillionären scheint das buchstäblich zuzutreffen. Doch wie wird man eigentlich reich und sind wir auf dem Weg zu einer globalen Oligarchie?Mehr

Analoges Arbeiten: HufschmiedRösser, Rauch und Rechnungen
Hufschmied Jochen Hermann bereitet ein Hufeisen vor. (Deutschlandradio - Uschi Götz)

Etwa 5000 Hufschmiede gibt es in Deutschland, und die sind schwer gefragt. Ihr Wissen und Können gilt im internationalen Vergleich als hervorragend. Die traditionelle Arbeit mit Amboss und Hammer ist anstrengend, aber Hufschmied Jochen Herrmann liebt seinen Beruf.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur