Seit 01:05 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
 
 

Fazit / Archiv | Beitrag vom 31.08.2010

Gerald Matt: Berlin braucht dauerhafte Kunsthalle

Direktor der Kunsthalle Wien zum Ende der Box am Berliner Schlossplatz

Podcast abonnieren
Temporäre Kunsthalle Berlin im Oktober 2008 (Temporäre Kunsthalle Berlin, Architekt Krischanitz ZT GmbH, Foto: Lukas Roth)
Temporäre Kunsthalle Berlin im Oktober 2008 (Temporäre Kunsthalle Berlin, Architekt Krischanitz ZT GmbH, Foto: Lukas Roth)

Berlin braucht eine dauerhafte, flexibel nutzbare Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst, fordert der Direktor der Wiener Kunsthalle Gerald Matt. In der österreichischen Hauptstadt hat man das einstige Provisorium längst an zwei zentralen Orten fest eingerichtet.

Die Temporäre Kunsthalle Berlin hat nach Ansicht von Gerald Matt, dem Direktor der Wiener Kunsthalle, ein wichtiges Zeichen für zeitgenössische Kunst gesetzt: "Es geht um das Grundsätzliche, nämlich eine Diskussion auszulösen über die Rolle zeitgenössischer Kunst für Berlin und in Berlin." Das Projekt habe bewiesen, dass neben den großen "Museumstankern" auch eine Art "Schnellboot", mit dem man flexibel reagieren könne, für die Kunstszene der Stadt von großem Nutzen ist.

Für Gerald Matt ist Berlin "die Metropole zeitgenössischer Kunst in Europa" schlechthin, die genauso wie Wien aus dem Provisorium eine feste Einrichtung machen müsse. Berlin brauche auf Dauer einen "Stachel" im "behäbigen Fleisch der musealen, bürokratischen Welt".

Nach zwei Jahren schließt – wie geplant – der Ausstellungsort auf dem Berliner Schlossplatz, der im Oktober 2008 eröffnet wurde. Mehr als 200.000 Besucher sahen in der Box Werke von nationalen und internationalen Künstlern, die in Berlin leben und arbeiten. Auch die Wiener Kunsthalle war 1995 als zeitlich begrenztes Projekt gestartet und ist 2001 zu einer Dauereinrichtung umgewandelt worden.


Sie können das vollständige Gespräch mindestens bis zum 31.1.2011 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Quälende Fragen
Neues Konzept, neues Personal
Karaoke als Kunstwerk

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Fazit

Netflix-Serie "Berlin-Station"Der Kulturattaché ist ein Spion
US-Botschaft in Berlin mit amerikanischer Fahne. (JOHN MACDOUGALL / AFP)

Berlin als Zentrum der Spionage: Das gab es schon in der US-Serie "Homeland". Doch wo diese auf Abziehbilder setzt, ist die Netflix-Serie "Berlin-Station" um realistischere Bilder bemüht. Ein Zeichen dafür, dass die Macher den europäischen Geschmack treffen wollten.Mehr

Design von Nachrichten"Ein Raum, der unerklärlich ist"
Journalisten arbeiten in Doha, der Hauptstadt von Katar, in einem Newsroom des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira.  (picture alliance / dpa / Tim Brakemeier)

Weltweit stehen Fernsehsender bei ihnen Schlange: Stewart und Masha Veech sind Nachrichtendesigner. Das Vorzeigeobjekt des Architekturbüros "Veech and Veech" ist das Design des Nachrichtensenders Al Jazeera. Doch können sie im Nachrichtengeschäft politisch neutral bleiben?Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur