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Literatur | Beitrag vom 03.12.2017

Gedichte im GesprächVom Meer, von Gott und dem Jahreskreis

Moderation: Barbara Wahlster

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Das bewegte Meer vom Strand aus fotografiert unter wolkigem Himmel mit Abendröte. Im Vordergrund schwarzer Fels. (Sergey Malgavko / Sputnik / dpa)
Die neuen Gedichte von Christoph Meckel kreisen auch um das Meer als Bild des Aufbruchs und der Endlosigkeit. (Sergey Malgavko / Sputnik / dpa)

Die aktuelle Dichtung gilt als lebendig und innovativ. Doch was ist eigentlich ein gutes Gedicht? - fragen Gregor Dotzauer von "Tagesspiegel", Kritikerin Insa Wilke und Jan Bürger vom Deutschen Literaturarchiv Marbach - und stellen lyrische Neuerscheinungen vor.

Zur Diskussion stehen:

Uwe Kolbe: Psalmen
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017
76 Seiten, 16,00 Euro

Mit seinem neuen Buch "Psalmen" taucht der in Ost-Berlin geborene Lyriker Uwe Kolbe (geboren 1957) in die Tradition der biblischen Zwiesprache mit Gott ein und zieht dabei alle sprachlichen Register: vom Profanen bis zum Erhabenen, vom Gesang bis zum Stottern, vom tiefen Ernst bis zum Spiel mit Klängen und Formen.

Der Dichter Uwe Kolbe zu Gast bei Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio / Bettina Straub)Der Dichter Uwe Kolbe zu Gast bei Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio / Bettina Straub)

Katharina Schultens: untoter schwan
Kookbooks, Berlin 2017
80 Seiten, 19,90 Euro

Der Verlag kündigt den Band "untoter schwan" von Katharina Schultens (geboren 1980 in Kirchen) mit diesen Worten an: "in einem februar, im winter vor einem frühjahr, in dem mein vater starb, vor einem sommer, in dem mein kind kam, ist mir ein schwan im haff festgefroren."*

(imago / gezett)Die Dichterin Katharina Schultens (imago / gezett)

Christoph Meckel: Kein Anfang und kein Ende. Zwei Poeme
Hanser Verlag, München 2017
96 Seiten, 18,00 Euro

"Irgendwo muss das Meer sein, es muss / noch da sein wie der Wind und der Abend / der Weg durch den Abend". Der Lyriker Christoph Meckel (geboren 1935 in Berlin) kommt in den zwei Poemen seines jüngsten Bandes "Kein Anfang und kein Ende" zurück auf die großen Themen eines Dichterlebens: die
Übergänge zwischen Tag und Nacht, das Fremde und das Vertraute – und immer wieder das Meer als Bild des Aufbruchs und der Endlosigkeit.

Der Berliner Lyriker Christoph Meckel (dpa / picture alliance / Martin Schutt)Der Berliner Lyriker Christoph Meckel (dpa / picture alliance / Martin Schutt)

Aus den drei besprochenen Bänden liest die Frankfurter Sprecherin Birgitta Assheuer. Barbara Wahlster, Literatur-Redakteurin von Deutschlandfunk Kultur, moderiert. Die Veranstaltung wurde am 15. November im Literaturmuseum der Moderne in Marbach aufgezeichnet

Literaturempfehlungen der Diskutierenden:

Gregor Dotzauer:

Brigitta Falkner: Strategien der Wirtsfindung
Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2017
204 Seiten, 38 Euro

Jan Bürger:

Milena Marković: Bevor sich alles zu drehen anfängt
Serbisch/Deutsch, Deutsch von Peter Urban
edition korrespondenzen, Wien 2017
96 Seiten, 19 Euro

Insa Wilke:

Olaf Velte: Unterm Feldberg
Stadtlichter Presse, Wenzendorf 2017
94 Seiten, 16 Euro

*) Wir haben die Quelle des Zitates korrigiert.

Mehr zum Thema

Lyriksommer - Dichter empfehlen Gedichte (17) - Christoph Meckel: Schnee
(Deutschlandfunk Kultur, Lyriksommer, 17.08.2016)

Uwe Kolbe: "Psalmen" - Wenn ein Atheist geistliche Gedichte schreibt
(Deutschlandfunk Kultur, Lesart, 04.08.2017)

"Gegenreden" von Uwe Kolbe - Leben in einer weichgespülten Welt
(Deutschlandfunk Kultur, Buchkritik, 18.08.2015)

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