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Sonntag, 17.12.2017

Konzert / Archiv | Beitrag vom 05.03.2015

GedenkkonzertAuf fremden Feldern

Live aus Chemnitz

Die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz (Dieter Wuschanski/Theater Chemnitz)
Die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz (Dieter Wuschanski/Theater Chemnitz)

Vor 70 Jahren fiel das Zentrum der sächsischen Stadt Chemnitz in Schutt und Asche. In einem englisch-deutschen Versöhnungskonzert erinnert die Robert-Schumann-Philharmonie daran, mit der Aufführung eines Auftragswerks von Torsten Rasch und der Sinfonia da Requiem von Benjamin Britten.

Im Mittelpunkt steht das Oratorium "A Foreign Field (Ein fremdes Feld)" des gebürtigen Dresdner Komponisten Torsten Rasch. Es entstand auf Initiative der Robert-Schumann-Philharmonie und ihres Generalmusikdirektors Frank Beermann, des Chemnitzer Opernchores sowie weiterer Chöre der Stadt als Auftragswerk der Theater Chemnitz und des englischen "Three Choirs Festivals", eines der ältesten klassischen Chormusikfestivals der Welt. Bei diesem Gesangsfest wurde das Oratorium am 31. Juli 2014 in Worcester zum Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs uraufgeführt.

Nun erklingt es erstmals in Deutschland, zum Gedenken an ein Ereignis am Ende des zweiten Weltkrieges. Dieses englisch-deutsche Musik-Projekt will zum einen die Erinnerung an die beiden verheerenden Kriege des 20. Jahrhunderts wach halten und trägt zum anderen den intensiven völkerverbindenden Gedanken in sich.

Zu Beginn des Konzertes spielt die Robert-Schumann-Philharmonie die "Sinfonia da Requiem" op. 20 des Engländers Benjamin Britten. Der bekennende Pazifist hatte Großbritannien zu Beginn des Zweiten Weltkrieges Richtung USA verlassen. Nach seiner Ankunft dort komponierte er dieses Werk, das 1941 uraufgeführt wurde.

(Pressetext des Theaters Chemnitz)

 

Live aus der Stadthalle Chemnitz
Benjamin Britten
Sinfonia da Requiem für Orchester op. 20
 
Torsten Rasch
"A Foreign Field (Ein fremdes Feld)" - Oratorium für Soli, Chor und Orchester
Texte von Lascelles Abercrombie, Rupert Brook, John Drinkwater, Wilfred Gibson, Robert Frost und Edward Thomas (Gruppe der Dymock Poets) sowie Rainer Maria Rilke und Georg Trakl - zum Gedenken an die Bombardierung von Chemnitz am 5. März 1945 (Deutsche Erstaufführung )
 
Claudia Barainsky, Sopran
Nikolay Borchev, Bariton
Chor und Extrachor der Oper Chemnitz
Dresdner Kammerchor
Mitglieder der Kantorei der Kreuzkirche Chemnitz, der Singakademie Chemnitz, des Universitätschores der TU Chemnitz und der St. Petri-Schloss-Kantorei Chemnitz
Sängerknaben der Kathedrale von Worcester
Robert-Schumann-Philharmonie
Leitung: Frank Beermann

Konzert

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