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Tonart | Beitrag vom 19.05.2015

Geburtstag von Pete Townshend"70 Jahre und kein bisschen leise"

Uwe Wohlmacher im Gespräch mit Carsten Rochow

Gitarrist Pete Townshend performt 2013 mit seiner Band The Who die Rock-Oper "Quadrophenia" im Ziggodome in Amsterdam. (picture alliance / dpa / Paul Bergen)
Gitarrist Pete Townshend performt mit seiner Band The Who die Rock-Oper "Quadrophenia" im Ziggodome in Amsterdam. (picture alliance / dpa / Paul Bergen)

Einst machte Pete Townshend Kleinholz aus Bühnen, heute führen Sinfonieorchester seine Rock-Opern auf. Sein 70. Geburtstag ist ein guter Anlass, über seinen Einfluss auf die britische Musikszene zu sprechen - und das neue Album von The Who.

Er zertrümmerte Gitarren, Mikrofone und Schlagzeuge, hat den so genannten "Windmühlenanschlag" erfunden und damit Generationen von Rockgitarristen beeinflusst – und er hat die Rockoper als Genre etabliert: Pete Townshend. Allein über 100 Songs schrieb er für The Who, die "lauteste Band der Welt". Sie machte er genauso groß, wie sie ihn.

Ablehnung der Väter-Generation

Die obligatorische Autobiografie hat er 2012 geschrieben und Erstaunliches festgehalten: Nicht der Drang nach Rebellion und Freiheit habe ihn Drogen und Alkohol nehmen lassen, sondern der unermessliche Druck eines Plattenvertrages. Er war Mitglied einer Sekte, war als Solomusiker unterwegs und schrieb Bühnenstücke. Dass er einst Kleinholz aus den Bühnen machte, "war Teil unserer Kunst", sagte er einmal dem "Spiegel". Er habe die Generation der Väter abgelehnt und deren "wertlose Anschauungen". Die Gitarren zu zertrümmern habe auch bedeutet: "Ich würde lieber sterben, als so zu sein wie ihr."

The Who auf dem Glastonbury Festival 

Heute feiert der rebellische Gitarrengott seinen 70. Geburtstag. Von Rückzug keine Spur. Am 26. Juni beendet er mit The Who das legendäre Glastonbury Festival und er arbeitet an einem neuen Projekt – halb Rock-Oper, halb Kunstinstallation. Darüber hinaus wird seine Rock-Oper "Quadrophenia" im Herbst in einer Klassik-Version mit Sinfonieorchester im Konzerthaus in Wien zur Uraufführung kommen und es soll auch ein neues Album mit The Who geben.

Uwe Wohlmacher spricht mit Tonart-Moderator Carsten Rochow über die Relevanz von Townshend für die britische Musikszene, seine wichtigsten musikalischen Stationen mit THE WHO und als Solokünstler. Dabei geht es auch um den bis heute anhaltenden Einfluss Townshends auf die nachfolgenden Generationen, seine literarischen Ambitionen und aktuelle Projekte.

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