Seit 00:05 Uhr Neue Musik
 

Donnerstag, 18.01.2018

Kompressor | Beitrag vom 14.07.2015

Frage des Tages#NetzfragtMerkel: Warum ist Politik nicht bei den Jungen?

Konrad Weber im Gespräch mit Christine Watty

Podcast abonnieren
Bundeskanzlerin Angela Merkel im Interview mit Florian Mundt alias LeFloid am Freitag, 10.07.2015, im Bundeskanzleramt. (Steffen Kugler, dpa picture-alliance)
Bundeskanzlerin Angela Merkel im Interview mit Florian Mundt alias LeFloid. (Steffen Kugler, dpa picture-alliance)

Seit Montagabend ist ein Interview des Youtube-Stars LeFloid mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Netz zu sehen. Der Multimedia-Journalist Konrad Weber hat es gesehen und sieht sich bestätigt, dass die Politik bei den jungen Menschen noch nicht angekommen ist.

Durch sein Interview mit Kanzlerin Merkel ist LeFloid auch über Youtube hinaus bekannt geworden, in seinem Videokanal hat er bereits 2,5 Millionen Nutzer. Die Fragen, die er unter #NetzfragtMerkel von seinen Fans gesammelt hat, drehen sich um die Homo-Ehe, Rassismus oder Canabis-Legalisierung. Themen also, die nicht allzu häufig in den etablierten Politiker-Gesprächen behandelt werden.

In der Art zu kommunizieren erkennt der Multimediajournalist Konrad Weber allerdings noch erheblichen Nachholbedarf bei den Spitzenpolitikern. Außerdem geht der 1989 in Bern geborene Blogger darauf ein, wem das LeFloid-Interview mehr genutzt hat: der Bundeskanzlerin oder Youtube?

Weber stellt fest, dass Politiker zwar soziale Netzwerke nutzen, ihnen die Sprache von Jugendlichen aber noch immer fremd ist. Geschwindigkeit und Transparenz seien Merkmale der Unterhaltungen im Netz, die den Interessen der Volksvertreter mitunter widerstreben. Sie wollen die Möglichkeit haben, Meinungsäußerungen vorzubereiten und auch im Nachhinein zu kontrollieren. 

Mehr zum Thema:

YouTube-Star trifft Kanzlerin - LeFloid hätte "etwas frecher fragen können"
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 13.07.2015)

LeFloid im Kanzleramt - Harmlos wie beim CDU-Ortsverein
(Deutschlandfunk, Aktuell, 13.07.2015)

Fazit

Aus den FeuilletonsWas Marx als Faselei brandmarkte
Der deutsche Philosoph, Schriftsteller und Politiker Karl Marx in einer Aquatinta-Radierung von Werner Ruhner "Karl Marx in seinem Arbeitszimmer in London". Marx verfasste 1848 zusammen mit Friedrich Engels das "Kommunistische Manifest". Er ist der Begründer des modernen dialektisch-materialistischen Sozialismus, des Marxismus, aus dem heraus sich die Sozialdemokratie und der Kommunismus entwickelt haben. Marx wurde am 5. Main 1818 in Trier geboren und starb am 14. März 1883 in London. (picture alliance / dpa)

Der Niedergang des Wortes "alternativ" beschäftigt die Feuilletons: Warum nur ist das harmlose kleine Wort schon wieder Bestandteil eine "Unwortes des Jahres" geworden? Ebenso werfen die Zeitungen einen Blick auf Karl Marx' Formulierkunst und sein Verhältnis zu den Sozialdemokraten. Mehr

Hightech-ModeWenn die Sportkleidung zu dir spricht
Eine junge Frau richtet am 18.01.2017 in Berlin bei der Modemesse Fashiontech im Rahmen der Berliner Modewoche eine Kreation des Designers Anouk Wipprecht aus den Niederlanden. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit (picture alliance/dpa/Britta Pedersen)

Tragen wir Hightech-Kleidung der Zukunft, kann jeder sofort an Lichtsignalen erkennen, ob wir nervös, freudig erregt, wütend oder traurig sind. Vorgestellt wurden solche Kreationen auf der Fashiontech. Für Lifestyle-Journalistin Katja Bigalke sind sie mehr als nur lustige Spielereien. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur