Seit 01:05 Uhr Tonart
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 01:05 Uhr Tonart
 
 

Nachspiel | Beitrag vom 06.08.2017

FIFA-WM-Vergabe"Bedingt aus der Vergangenheit gelernt"

Tom Mustroph im Gespräch mit Thomas Jaedicke

Beitrag hören Podcast abonnieren
Auf einem großen Wandbild wird in Katar die Vergabe der WM 2022 an das Land gefeiert. (imago stock & people)
Auf einem großen Wandbild wird in Katar die Vergabe der WM 2022 an das Land gefeiert. (imago stock & people)

Nach den WM-Vergaben an Russland und Katar will die FIFA künftig mehr Gewicht auf die Einhaltung von Menschenrechten in den Kandidatenländern achten. Doch ob dieses Kriterium wirklich in den Bewerbungsdokumenten auftaucht, sei noch unsicher, sagt Tom Mustroph.

Nach den problematischen WM-Vergaben an Russland und Katar steht die FIFA unter Druck: was Korruption, Transparenz und nicht zuletzt die Achtung der Menschenrechte in den Ausrichterstaaten angeht.

"Sie können, glaube ich, nicht noch mal eine WM in dem Maße vergeben, wie sie sie nach Katar vergeben haben", sagt der Journalist Tom Mustroph. Am kommenden Freitag endet die Bewerbungsfrist für die WM 2026. Hat FIFA-Präsident Infantino aus den Desastern der Vergangenheit gelernt?

"Er hat bedingt daraus gelernt", so Mustroph im Deutschlandfunk Kultur. Wie sehr Menschenrechtskriterien wirklich in den Bewerbungsdokumenten auftauchen würden, sei derzeit jedoch noch unsicher.

"Das ist noch im Prozess"

"Es gibt einen sogenannten Menschenrechtsrat bei der FIFA, der aus unabhängigen Experten besteht und der Vorschläge gemacht hat, wie auch das Bewerbungsbuch neu aufgestellt werden sollte", sagt der Journalist. "Allerdings haben wir die Hinweise bekommen, dass die FIFA sich noch nicht final dazu geäußert hat. Also, die Vorschläge liegen jetzt bei der FIFA und müssen ins Bewerbungsbuch eingearbeitet werden, aber das ist noch im Prozess."

Letztlich werde es wohl vor allem darum gehen, frühzeitig zu erkennen, welche Risiken für Menschenrechtsverletzungen in den Bewerberländern bestünden. "Die FIFA muss bei den nächsten Vergaben darauf achten, dass Länder selber menschenrechtskompatibel werden, und es wird interessant sein zu beobachten, in welchen Schritten das dann umgesetzt wird. Aber der Druck von außen, von Menschenrechtsgruppen, von Gewerkschaften ist eben da."

Mehr zum Thema

Der schwere Kampf der Aktivisten - Die Verteidiger der Vielfalt im russischen Sport
(Deutschlandfunk Kultur, Nachspiel, 11.06.2017)

WM-Gastgeber Katar - "Noch ist Zeit für eine Neuvergabe"
(Deutschlandfunk, Sport am Wochenende, 05.06.2017)

Die FIFA und ihre Kritiker - Alles beim Alten
(Deutschlandfunk, Kommentare und Themen der Woche, 11.05.2017)

Nachspiel

Country Musik und Line DanceTanzen wie im Wilden Westen
Ein Paar trainiert Line Dance in in historischen Kostümen.  (dpa / Karlheinz Schindler)

Line Dance wird in der Regel mit Country Musik und Cowboys in Verbindung gebracht, dabei ist der Ursprung dieser Tanzart unklar. Trotzdem nutzen Country Music Manager den Trend zu Line Dance, um herkömmliche Country Music als schick und trendy zu präsentieren. Mehr

Bioenergetik Seelengymnastik als Wohlfühlsport
Eine Frau greift der anderen Frau während einer Körpertherapie an den Hals. (Imago Stock & People)

Wenn Bewegung auf Emotionen trifft, dann ist von Bioenergetik die Rede. Es geht zum Beispiel darum, ein „inneres Lächeln“ vom Scheitel bis zur Sohle zu spüren oder Emotionen mit einem Fausthieb in den Sandsack aus sich herauszuschlagen.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur