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Wortwechsel | Beitrag vom 16.02.2018

Europa erstreitenBraucht Europa eine Rund-Erneuerung?

Moderation: Annette Riedel

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Ein Mann greift sich verzweifelt an den Kopf, über ihm schwebt der Kranz mit den 12 EU-Sternen (Illustration). (imago stock&people / Jonathan McHugh)
Brexit, die EU-Reformvorschläge und eine Spaltung angesichts der Flüchtlingspolitik: Die EU steht vor großen Herausforderungen. (imago stock&people / Jonathan McHugh)

Die Krisen, mit denen Europa ringt, haben nicht an Sprengkraft verloren. Dass Deutschland noch keine neue Regierung hat, wirkt im EU-Getriebe als Bremsklotz. Wohin geht die europäische Reise angesichts von Brexit, EU-Reformvorschlägen und der Spaltung in Sachen Flüchtlingspolitik?

Nicht nur muss über das nächste mehrjährige EU-Budget vor den Europawahlen im Frühjahr 2019 entschieden werden - ohne den schwergewichtigen Beitragszahler Großbritannien. Das komplexe Thema Brexit muss gemanagt werden. Es stehen zudem Reformen auf der Agenda, mit denen nicht weniger als eine Rund-Erneuerung Europas gelingen soll.

Der französische Staatspräsident Macron hat einen Reformkatalog vorgelegt. Bei seinen sehr konkreten Vorschlägen setzt er auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit Deutschland. Seither wartet Europa auf eine Antwort aus Berlin.

Warten auf Berlin

In der Diskussion stehen die europapolitischen Schwerpunkte und Reformvorschläge der zukünftigen deutschen Regierung im Mittelpunkt. Und: Was erwartet Europa von Deutschland? Wie stellen sich die Bürger*innen ihre Zukunft in der EU vor? Wohin soll die europäische Reise gehen - Richtung mehr oder weniger Europa? Wie lassen sich die Ost-West-Konflikte bei vielen Themen überwinden? Wo muss die EU bei alten und neuen Aufgaben den Rotstift ansetzen? Oder müssen die EU-Hauptstädte künftig deutlich mehr Geld nach Brüssel überweisen?

Annette Riedel, Redakteurin bei Deutschlandfunk Kultur, diskutiert mit diesen Gästen:

Annalena Baerbock
Mitglied des Deutschen Bundestages (Parteivorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen)

Parteivorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen und Mitglied des Deutschen Bundestages Annalena Baerbock.  (Deutschlandradio/Kruppa)Parteivorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen und Mitglied des Deutschen Bundestages Annalena Baerbock. (Deutschlandradio/Kruppa)

"Wenn ein Land aus der EU hinausgeht, ist das wie mit einem Rührei, das man nicht mehr zu einem normalen Eu machen kann."


Sylvia-Yvonne Kaufmann
Mitglied des Europäischen Parlamentes (S&D)

Sylvia-Yvonne Kaufmann, Mitglied des Europäischen Parlamentes (S&D).  (Deutschlandradio/Kruppa)Sylvia-Yvonne Kaufmann, Mitglied des Europäischen Parlamentes (S&D). (Deutschlandradio/Kruppa)

"Man wartet in der EU, dass Deutschland endlich eine regoerung hat, damit man weiß, wohin mit Deutschland zusammen die eruopäische Reise gehen soll."


Anne Mailliet
Journalistin, Tandem Production / France 24

Die Journalistin (Tandem Production / France 24) Anne Mailliet. (Deutschlandradio/Kruppa)Die Journalistin (Tandem Production / France 24) Anne Mailliet. (Deutschlandradio/Kruppa)

"Es kann nicht sein, dass man EU-Ländern, die sich Un-Rechtsstaatlichkeit erlauben, einmal kurz auf die Finger haut und das war's dann."


Janusz Tycner
Publizist, Warschau

Der polnische Publizist Janusz Tycner.  (Deutschlandradio/Kruppa)Der polnische Publizist Janusz Tycner. (Deutschlandradio/Kruppa)

"Wir hoffen, dass die neue Große Koalition nicht mehr auf Gefühlswallungen der Bundeskanzlerin basiert."


Dieses ist der erste in einer Reihe von 'Wortwechseln', in denen Deutschlandfunk Kultur und die Europäische Akademie Berlin (EAB) in diesem Jahr, unter der Überschrift #Europa_erstreiten, vor Publikum die EU unter die Lupe nehmen. Wir diskutieren die Frage: Wie fit ist die Union für die anstehenden Herausforderungen?

Mehr zum Thema

Zukunft Europas - "Wir müssen die Demokratie stärken"
(Deutschlandfunk, Interview, 23.01.2018)

Wortwechsel

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