Seit 22:30 Uhr Studio 9 kompakt
 

Mittwoch, 17.01.2018

Fazit / Archiv | Beitrag vom 11.04.2007

"Es ist nicht eine durchgängige Handschrift"

Film-Kritiker Rimmele über den neuen Grundgesetz-Film "GG 19"

Moderation: Jürgen Liebing

Podcast abonnieren

Der Film-Kritiker Markus Rimmele hat den Film "GG 19", der sich um die 19 Grundrechte-Artikel des Grundgesetzes dreht, gelobt. Das Gesamtbild sei eine sehr schöne Mischung, sagte Rimmele.

Jürgen Liebing: Herr Rimmele, wie kann man auf die Idee kommen, das Grundgesetz, also Paragrafen, zu verfilmen?

Markus Rimmele: Ja, also das war eine Idee des Produzenten, Harald Siebler, in Berlin. Ein Nachwuchsproduzent, und der hat den 55. Geburtstag des Grundgesetzes vor drei Jahren zum Anlass genommen, dieses Projekt also in Angriff zu nehmen. Man muss dazu sagen: Er hat ja nicht das ganze Grundgesetz verfilmt, das wäre wahrscheinlich auch gar nicht möglich. Er hat wirklich nur die 19 ersten Artikel verfilmen wollen. Und das ist jetzt also auch passiert. Das heißt: Das ist der Grundrechtekatalog, und da sind eben 19 Episoden, zusammengefasst in einem Film, entstanden.

(…)

Liebing: 19 Episoden von 19 Regisseuren, 19 Handschriften auch, es sind überwiegend junge Regisseure und Regisseurinnen. Ein paar gestandene Schauspieler und Schauspielerinnen wirken mit. Gibt es da denn zu entdecken (…) auch filmische Handschriften?

Rimmele: Die sind tatsächlich sehr unterschiedlich, die filmischen Handschriften. Also, es ist teilweise von einem ganz harten Realismus geht es hin in wirklich ganz surreale Bilderwelten. Also, das ist sehr unterschiedlich. Es ist jetzt nichts dabei, was man vielleicht noch nie gesehen hätte. Aber in dem Gesamtbild, das ganze Panorama, was entsteht, ist es eine schöne Mischung. Also, das finde ich sehr wohltuend. Es ist nicht eine durchgängige Handschrift, es sind viele verschiedene. Das soll es auch sein. (…)


Das vollständige Gespräch mit Markus Rimmele können Sie für begrenzte Zeit in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsFurchteinflößender Ritt auf der Rolltreppe
Besonders bekannt: die Rolltreppe im Atomium in Brüssel. (imago/wolterfoto)

Die "Süddeutsche Zeitung" analysiert das private Heim und die hiesige Gemütlichkeit, die auf 15.000 Jahren Sesshaftigkeit beruht. Letztlich hat diese wohl auch die Rolltreppe hervorgebracht, deren betreten vor 125 Jahre offenbar noch eine Mutprobe war, schreibt die "Neue Zürcher Zeitung".Mehr

weitere Beiträge

Fazit

Aus den FeuilletonsWas Marx als Faselei brandmarkte
Der deutsche Philosoph, Schriftsteller und Politiker Karl Marx in einer Aquatinta-Radierung von Werner Ruhner "Karl Marx in seinem Arbeitszimmer in London". Marx verfasste 1848 zusammen mit Friedrich Engels das "Kommunistische Manifest". Er ist der Begründer des modernen dialektisch-materialistischen Sozialismus, des Marxismus, aus dem heraus sich die Sozialdemokratie und der Kommunismus entwickelt haben. Marx wurde am 5. Main 1818 in Trier geboren und starb am 14. März 1883 in London. (picture alliance / dpa)

Der Niedergang des Wortes "alternativ" beschäftigt die Feuilletons: Warum nur ist das harmlose kleine Wort schon wieder Bestandteil eine "Unwortes des Jahres" geworden? Ebenso werfen die Zeitungen einen Blick auf Karl Marx' Formulierkunst und sein Verhältnis zu den Sozialdemokraten. Mehr

Hightech-ModeWenn die Sportkleidung zu dir spricht
Eine junge Frau richtet am 18.01.2017 in Berlin bei der Modemesse Fashiontech im Rahmen der Berliner Modewoche eine Kreation des Designers Anouk Wipprecht aus den Niederlanden. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit (picture alliance/dpa/Britta Pedersen)

Tragen wir Hightech-Kleidung der Zukunft, kann jeder sofort an Lichtsignalen erkennen, ob wir nervös, freudig erregt, wütend oder traurig sind. Vorgestellt wurden solche Kreationen auf der Fashiontech. Für Lifestyle-Journalistin Katja Bigalke sind sie mehr als nur lustige Spielereien. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur