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Fazit / Archiv | Beitrag vom 06.04.2013

"Es hat auf allen Seiten geknirscht"

Medienjournalist Steffen Grimberg über den Rausschmiss der "Spiegel"-Chefredakteure

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Mathias Müller von Blumencron und Georg Mascolo (dpa / picture alliance)
Mathias Müller von Blumencron und Georg Mascolo (dpa / picture alliance)

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" trennt sich dem Vernehmen nach von seinen zerstrittenen Chefredakteuren Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron. Über die Hintergründe und mögliche Nachfolger sprechen wir mit Steffen Grimberg vom Medienmagazin "Zapp".

Beim "Spiegel" sei es seit längerer Zeit ein offenes Geheimnis gewesen, dass die Doppelspitze nicht richtig funktioniere, sagte der Medienjournalist Steffen Grimberg im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Zwischen Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron habe es immer wieder Auseinandersetzungen gegeben – vor allem mit Bezug auf die Zusammenarbeit von Print und Online.

Zudem sei der Verlag zuletzt mit beiden Chefredakteuren unzufrieden gewesen, sagte Grimberg. Der für den gedruckten "Spiegel" zuständige Mascolo werde für den deutlichen Auflagenrückgang verantwortlich gemacht. Blumencron wiederum habe Unmut auf sich gezogen, weil er sich beharrlich gegen Bezahlmodelle für "Spiegel Online" gesträubt haben soll.

Zur Nachfolge sagte Grimberg, das Modell einer Doppelspitze habe sich offenbar überlebt. Als möglicher Kandidat sei Gabor Steingart denkbar, der lange selbst beim "Spiegel" gearbeitet hat und nun Chefredakteur beim "Handelsblatt" ist.

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