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Lesart | Beitrag vom 07.09.2017

Erfolgsroman kommt ins KinoWarum "The Circle" floppen wird

Frank Kaspar im Gespräch mit Frank Meyer

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Filmszene aus "The Circle" mit Emma Watson, Tom Hanks (Universum Film)
Filmszene aus "The Circle" mit Emma Watson und Tom Hanks (Universum Film)

Als Roman ein Bestseller, aber als Film ein Flop: Für Frank Kaspar ist "The Circle" kein mitreißendes Kinoerlebnis. Es wirke so, als ob sich eine College-Theatergruppe an einem wichtigen Thema versuche, urteilt der Medienkritiker.

Der Roman "The Circle" war ein Bestseller. Allein 450.000 Exemplare wurden im deutschsprachigen Raum verkauft. 2013 habe das Buch von US-Schriftsteller Dave Eggers den Nerv der Zeit getroffen, meint der Medienkritiker Frank Kaspar. Es thematisiere sowohl die große Hoffnung wie auch die große Skepsis, die die technische Entwicklung im Internetzeitalter ausgelöst habe. Wie der Traum von der totalen Transparenz in einen Albtraum der Kontrollgesellschaft umschlagen könne, genau darum gehe es in Eggers‘ Roman.

Keine passenden Bilder gefunden

Die Verfilmung des Stoffes aber - so Kaspar weiter - sei nicht sonderlich gut gelungen. Zwar würden die Charaktere im Film viel subtiler als im Buch agieren. Für das eigentliche Thema aber, nämliche die Durchdringung des Privaten durch einen Digital-Konzern, finde Regisseur Ponsoldt keine Bilder, keinen Raum.

Insgesamt wirke der Film wie die Aufführung einer College-Theatergruppe, die sich eines relevanten Themas angenommen habe. Ein mitreißendes Kinoerlebnis entstehe so auf jeden Fall nicht, sagt Kaspar.

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