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Mittwoch, 22.11.2017

Nachspiel / Archiv | Beitrag vom 09.01.2011

Ein Eskimo kennt keinen Schmerz

Die Ureinwohner von Alaska und ihre eigenen Olympische Spiele

Von Jürgen Kalwa

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Der Mount Kanaga in Alaska - seit Jahren treffen sich Eskimos dort zum Wettkampf (USGS)
Der Mount Kanaga in Alaska - seit Jahren treffen sich Eskimos dort zum Wettkampf (USGS)

Seit 50 Jahren treffen sich jeden Sommer die Nachfahren der Ureinwohner von Alaska und messen sich in eigenwilligen Sportarten, die einst in den von Langeweile geprägten langen Winternächten der Arktis entstanden.

Die Wettkämpfer sind junge Männer und Frauen, die im Wettstreit vor allem zwei Dinge demonstrieren: Kraft und die Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen. Beim Ear Pull etwa sitzen sich zwei Kontrahenten gegenüber, eine Schnur aus Robbenleder um eine Ohrmuschel gelegt, und ziehen sich gegenseitig auf ihre Seite.

Das Ganze erinnert an die Überlebensstrategien von Menschen in der Wildnis, die im sportlichen Wettbewerb nicht den narzisstischen Ego-Trip suchen und den Sieg über Schwächere, sondern ein Gemeinschaftserlebnis, wie es sich über Generationen in den Dörfern jenseits des Polarkreises fortgepflanzt hat.

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