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Fazit / Archiv | Beitrag vom 16.02.2011

"Dschungelkind"

Bestseller-Adaption von Roland Suso Richter

Von Jörg Taszman

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Papua-Neuguinea wird in "Dschungelkind" zum Event-Kino-Schauplatz. (AP)
Papua-Neuguinea wird in "Dschungelkind" zum Event-Kino-Schauplatz. (AP)

Basierend auf dem Bestseller von Sabine Kuegler und ihrer Kindheit in einem Eingeborenendorf mitten im Urwald Papua-Neuguineas, versucht sich das deutsche Eventkino nach Filmen wie "Nirgendwo in Afrika" oder "Die weisse Massai" wieder am exotischen Kultur-Clash.

Der vor allem durch Event-Mehrteiler im deutschen Fernsehen bekannte Regisseur Roland Suso Richter kann auf gute Schauspieler zurückgreifen, erzählt die Abenteuer einer politisch, korrekten, deutschen Familie im Dschungel aber dramaturgisch zu ungeschickt. Immerhin bewahrt der Film eine Sprachenvielfalt und wirkt durchaus authentisch.

Aber die überflüssige Kapitelstruktur nimmt dem Film viel an Spannung und führt den Zuschauer etwas schulmeisterlich an der Hand. Vor allem Nadja Uhl als eine "Mutter Courage" im Urwald hat sehr starke Momente und erstaunlicherweise sind es vor allem die Bilder von einem winterlichen Besuch der Familie Kuegler in Deutschland, die exotisch wirken.

So bleibt "Dschungelkind" ehrenwert, annehmbar aber leider ein wenig betulich.

Deutschland 2010, Regie: Roland Suso Richter, Darsteller: Stella Kunkat, Thomas Kretschmann, Nadja Uhl, Sina Tkotsch, Michael Baral, John Keogh, Claes Bang, Isolde Barth, Tom Hoßbach, ab 12 Jahren, 132 Minuten

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