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Tonart | Beitrag vom 20.10.2014

DreiecksbeziehungenDer Komponist, seine Gattin und die Geliebte

Joachim Reiber zeigt, dass die Klassikgötter keineswegs unbescholten waren

Moderation: Haino Rindler

Clara Schumann, geborene Wieck, mit ihrem Mann, dem Komponisten Robert Schumann auf einer zeitgenössischen Darstellung am Klavier sitzend. (picture alliance / dpa / Ullstein)
Clara Schumann, geborene Wieck, mit ihrem Mann, dem Komponisten Robert Schumann auf einer zeitgenössischen Darstellung. (picture alliance / dpa / Ullstein)

Nicht nur Robert und Clara Schumann mit Johannes Brahms, auch viele andere Komponisten steckten in einer Art Dreierbeziehung. Wie sich das auf ihr Schaffen ausgewirkt hat, zeigt Joachim Reiber in seinem Buch "Duett zu Dritt".

Ohne die Kraft der Liebe wäre so mancher Komponist kraftlos gewesen. Vermutlich würde es 80 Prozent der Musik, die wir kennen und lieben, gar nicht geben. Was die Liebe in einem Menschen an- und ausrichten kann, das kann sich jeder, der schon mal verzweifelt oder beglückend geliebt hat, gut vorstellen. Das ging den berühmten Komponisten nicht anders.

Wie aber sah das real aus, insbesondere wenn es nicht um zwei, sondern drei Menschen ging, die da ein Verhältnis miteinander hatten: der Komponist – seine Gattin – seine Geliebte. Darüber gibt es viele Verwerfungen und Spekulationen.

Der österreichische Historiker und Germanist Joachim Reiber hat ein Buch über die Thematik verfasst, mit zum Teil neuen Erkenntnissen. Es heißt "Duett zu Dritt" und dürfte so manche Ansicht über die Unbescholtenheit der Klassik-Götter in den Grundfesten erschüttern.

Tonart

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