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Im Gespräch | Beitrag vom 30.03.2017

Dokumentarfilmer Carl Gierstorfer Auf den Spuren von Ebola

Moderation: Ulrike Timm

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Der Regisseur Carl Gierstorfer erhält für den Dokumentarfilm "Ebola – Das Virus überleben" den Grimme-Preis in der Kategorie Information und Kultur. (© Docdays Productions / Carl Gierstorfer)
Für seinem Dokumentarfilm "Ebola – Das Virus überleben" erhält Carl Gierstorfer den Grimme-Preis 2017. (© Docdays Productions / Carl Gierstorfer)

Der Dokumentarfilmer Carl Gierstorfer hat zwei Monate Betroffene der Ebola-Epidemie beobachtet und auch deren Helfer. Für den daraus entstandenen Dokumentarfilm erhält er nun den Grimme-Preis. Was fasziniert ihn an seinen Filmprojekten von Bangladesch bis Uganda?

Es war die bislang größte Ebola-Epidemie, die seit der Entdeckung des Virus ausgebrochen ist. Vor allem die westafrikanischen Länder Liberia, Sierra Leone und Guinea waren betroffen. In Deutschland sorgten sich viele Menschen darum, dass das Virus hierher kommen könnte oder dass sich freiwillige Helfer in den drei Ländern angesteckt würden.

Der Dokumentarfilmer Carl Gierstorfer aber machte sich auf in die Gefahrenregion. "Ebola trifft die, die füreinander da sind, die sich umeinander kümmern," sagt Gierstorfer über die Ansteckungsgefahr. Es sei schon merkwürdig, wenn man sich nicht die Hände gibt, wenn sich niemand umarmt, wenn körperliche Kontakte vermieden werden.

WE WANT YOU TO LIVE - LIBERIA'S FIGHT AGAINST EBOLA from carl gierstorfer on Vimeo.

Zwei Monate in Liberia vor Ort

Von Anfang an interessierte sich Gierstorfer für die umgekehrte Perspektive: Wie sehen die Menschen in Liberia die Epidemie und welche Auswirkungen hat die Krankheit auf die Gesellschaft? Der studierte Biologe aus dem Bayerischen Wald war häufiger für Dokumentationen in Afrika. "Als Bayer habe ich in Afrika eine gewisse Seelenverwandschaft entdeckt." Diesmal verbrachte er zwei Monate dort, um Helfer und Betroffene zu beobachten. Für seinen Film "Ebola: Das Virus überleben" erhält er am 31. März 2017 den Grimme-Preis.

Sein nächstes Dokumentarfilmprojekt führt ihn nach Peru. Dort begibt er sich auf die Spuren von Ureinwohnern, die keine Berührung mit der Zivilisation haben. Dabei wird er auch wieder das Leben aus dem Koffer schätzen, ohne jeglichen Komfort. Doch bei allen Erfahrungen, die Carl Gierstorfer auf dieser Erde macht: "Es wäre einer der größten Momente für mich, wenn wir außerirdisches Leben entdecken würden," so der Filmemacher im Deutschlandradio Kultur.

Mehr zum Thema

Themenreihe Mittelpunkt Mensch - Forschungswissen für Afrika
(Deutschlandfunk, Forschung aktuell, 10.02.2017)

Ebola-Epidemie - Liberianer sind "sehr viel gelassener"
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 18.11.2014)

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