Freitag, 20.04.2018
 

Feature / Archiv | Beitrag vom 02.08.2014

Die Todesstrafe ist angemessen

Urteil auf Bestellung

Von Christine Sievers und Nicolaus Schröder

Podcast abonnieren
Berliner bewerfen einen sowjetischen Panzer in der Leipziger Straße nahes des Potsdamer Platzes in Berlin mit Steinen. Nach Streiks in Ost-Berlin kam es am 17.06.1953 zum Volksaufstand, der von sowjetischen Truppen niedergeschlagen wurde. (picture alliance / dpa)
Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 (picture alliance / dpa)

Als am 17. Juni 1953 die Arbeiter in der DDR demonstrierten, war auch der Gärtner Ernst Jennrich aus Magdeburg dabei. Kurz darauf wurde er verhaftet. In einem Schauprozess sollte er zum Tode verurteilt werden, der Rundfunk zeichnete die Verhandlung auf.

Doch der linientreue Richter schien plötzlich zu zweifeln, aus dem befohlenen Todesurteil wurde lebenslänglich und die Tondokumente verschwanden im Archiv. Mit diesem Material rollen die Autoren die Geschichte eines politischen Prozesses auf, bei dem der Angeklagte keine Chance hatte.

Regie: Philippe Bruehl
Mit: Ulrich Noethen, Bernhard Schütz, Thomas Arnold u.a.
Ton:Jonas Bergler
Produktion: WDR 2014

Länge: 53'05

Zuletzt von beiden Autoren: „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs" (sechs Feature-Folgen, WDR 2014).

Christine Sievers, 1962 in Hildesheim geboren. Autorin, Dozentin. Lebt in Berlin.
Nicolaus Schröder, 1958 in Stade geboren, Autor und Journalist. Lebt in Berlin.

 

Feature

weitere Beiträge

Hörspiel

Hörspiel: Der mit den Tieren sprichtDie Unruhe
Valère Novarina und Jens Harzer im April 2017 im Berliner Ensemble (Deutschlandfunk Kultur / Anke Beims)

Was wäre beunruhigender als eine plötzlich verstummte Sprache? Valère Novarinas "Die Rede an die Tiere" wurde 1986 in Paris uraufgeführt. "Ich glaube nicht, dass jemals Präziseres, Heftigeres, Hellsichtigeres ausgesprochen wurde über die Techniken des Schreibens", so sein Schriftstellerkollege Philippe Sollers.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur