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Forschung und Gesellschaft / Archiv | Beitrag vom 07.03.2013

Die Mathematik menschlichen Verhaltens

Potenziale und Grenzen der Spieltheorie

Von Matthias Becker

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Die Verhaltensökonomik soll fundierte Modelle wirtschaftlichen Handelns entwickeln. (Stock.XCHNG / Thad Zajdowicz)
Die Verhaltensökonomik soll fundierte Modelle wirtschaftlichen Handelns entwickeln. (Stock.XCHNG / Thad Zajdowicz)

Können "Märkte versagen"? Seit 2008 klopft die Wirklichkeit in Gestalt der Schuldenkrise nachdrücklich an die Türen der VWL- und BWL-Professoren. Die Unzufriedenheit wächst mit dem ökonomischen neoklassischen Mainstream, mit wirklichkeitsfremden Grundannahmen und Formelwüsten.

Davon profitiert besonders die Verhaltensökonomik. Sie distanziert sich von der Figur des homo oeconomicus. Menschen seien keineswegs immer ausschließlich daran interessiert, ihren Nutzen zu optimieren. "Die Ökonomik entdeckt die Menschlichkeit" fasste die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" diesen Ansatz zusammen. Manifeste wie "Nudge" von Richard Thaler und Cass Sunstein sind zu Bestsellern geworden.

Das Forschungsprogramm: Verhaltensstrukturen erst empirisch ermitteln und dann bessere, psychologisch fundierte Modelle des wirtschaftlichen Handelns entwickeln! So soll ökonomische Theorie an wirkliches Verhalten zurückgebunden werden. Wenn das gelingt, dann taugt Verhaltensökonomik auch zur Unternehmens- und Politikberatung. Die britische und amerikanische Regierung haben sogar Beraterstäbe mit behavioral economists eingesetzt, die Gesetze und bürokratische Abläufe mitbestimmen.

Aber wie innovativ und anders ist dieser Ansatz wirklich? Tatsächlich wurzelt die aktuelle Verhaltensökonomik in der klassischen Spieltheorie und erbt all deren ungelöste Probleme: Wie lässt sich das Aufeinandertreffen von strategisch denkenden Akteuren erklären und vorhersagen?

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