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Zeitfragen | Beitrag vom 14.09.2017

Die Grenzen der NaturDer gebaute Mensch

Von Frank Kaspar

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Ein weibliches Androidengesicht, mit Kabeln, die aus dem Hinterkopf kommen. (imago / Science Photo Library)
Der Mensch als Baukasten. (imago / Science Photo Library)

Wir lagern Wissen aus in Datenspeicher, und Korrekturen am eigenen Körper sind alltäglicher geworden – sei es durch gezieltes Training, durch Präparate, Implantate oder durch chirurgische Eingriffe. Doch die Verbindung von Mensch und Maschine hat bereits vor Jahrzehnten begonnen.

Maschinen und Motoren geben den Takt vor. In Büros und Fabrikhallen, auf Schienen und Straßen bestimmen sie das Tempo der modernen Gesellschaft.

Schon Philosophen der Renaissance verstanden den Menschen als Baumeister seiner selbst.

Bereits im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts fanden Verschiebungen der Grenzen zwischen Körper und Technik, zwischen Mensch und Maschine statt. Davon zeugen die Bilder der Dadaisten: Fotomontagen von Hanna Höch und Raoul Hausmann kombinieren Gesichter mit Motoren und Maschinen-Teilen. Man könnte sie für Karikaturen halten: Zerrbilder biomechanischer Mischwesen, denen alles Menschliche abhandenkommt.

Aber das wäre zu kurz gegriffen. Aus diesen Entwürfen technischer Menschen spricht auch Optimismus und Lust an der Spekulation, ob unser Körper in Zukunft nicht ganz anders aussehen könnte.

Der Körper der Zukunft

Als "self made man" und als sozialistischer "Neuer Mensch" hat dieser Typus der Moderne Furore gemacht. Im Zeichen von Fitness-Kult und plastischer Chirurgie, von Body-Enhancement und Transhumanismus deuten Forscherinnen und Forscher diese Utopien heute neu. Wie weit können und sollten wir die Grenzen unserer Natur überschreiten?

Wird der Körper der Zukunft immer mehr zur Frage der persönlichen Wahl oder der passenden Gelegenheit? Weil die Bildschirmgeräte, mit denen wir uns vernetzen, weil plastische Chirurgie und Gentechnologie immer weitere Möglichkeiten dafür bieten, die Software unseres Ichs und die Hardware des Körpers voneinander zu entkoppeln?

Hier können Sie das komplette Manuskript zur Sendung herunterladen.

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