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Sonntag, 19.11.2017

Sonntagmorgen | Beitrag vom 17.09.2017

Der WindEin unsichtbares Stück Natur

Von Oliver Schwesig

Eine Wetterstation mit Windmesser und Wetterfahne im Sonnenuntergang an der Besucherplattform des Aussichtsturmes in den Rauenschen Bergen  (dpa picture alliance/ Patrick Pleul)
Eine Wetterstation mit Windmesser und Wetterfahne im Sonnenuntergang. (dpa picture alliance/ Patrick Pleul)

Kein Herbst ohne ihn. Dem Spaziergänger und Fahrradfahrer ist er zu dieser Jahreszeit ein Gräuel. Von allen Seiten pustet es einen um und lässt uns frieren. Was ist das nur für ein Ding? Ohne Form, Farbe und Geruch und vor allem unsichtbar. Genau deshalb aber wurde der Wind ein so beliebtes Thema in Kunst und Literatur.

Bevor er wissenschaftlich erklärt werden konnte, wurde dem Wind göttliche Kraft zugeschrieben. Ehecatl hieß der Windgott der Azteken, der im Wortsinn den Dingen Leben einhaute. Unsichtbar scheinen sich erst durch seine Kraft die Natur, Bäume und Pflanzen zu bewegen, werden überhaupt lebendig. Die Azteken glaubten weiterhin, dass Ehecatl dem Regengott den Weg freimacht für eine gute Ernte.

Und wie vielseitig seine Bedeutungen und Beschreibungen sind! Als umweltfreundlicher, unermüdlicher Energielieferant seit Jahrhunderten, für Mühle und Windrad. Die Seefahrtsgeschichte ist quasi undenkbar ohne die bewegte Luft.

Dennoch ist das Wesen des Windes als "Kraft aus der Natur" ungenügend erklärt. Für uns Menschen ist er eine Gewalt und eine Temperatur. Im Sommer gern gesehene Abkühlung, im Herbst wiederum lässt er uns frösteln, obwohl es sich in beiden Fällen um dasselbe Phänomen handelt. Wind wirft uns vom Fahrrad, oder beschleunigt angenehm den Gang, wenn er von hinten weht. Überhaupt, die Windrichtungen und die vielen Sprüche, die wir abgeleitet haben: "Vom Winde verweht", "In Windeseile", "Schneller wie der Wind".

Wie sehr haben sich Literatur und Musik über ihn hergemacht. "Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?", "The wind cries Mary", "Blowing in the wind". Was für ein faszinierendes Etwas.

Rätsel 1

Mit dem Wind hat auch unser erstes Rätsel zu tun. Der amerikanische Gitarist Chet Atkins spielt hier ein Thema – das Sie woher kennen? Was hat das folgende Thema mit dem Wind zu tun?

Auflösung: "Vom Winde verweht"

Brillant oder Bullshit!? Das Wochenchaos #37-2017 Kontrastprogramm

Was für ein Kontrastprogramm: zwei alte CDU-Haudegen - der eine ein Humanist, der sich mit der eigenen Partei anlegt - der andere in der AfD, wo er noch dem letzten Neonazi verbale Wichsvorlagen liefert. Der eine ist tot. Der andere hetzt. Gibt's denn gar keine guten Nachrichten? Doch, Heiner Geissler hat noch eine.

Rätsel 2

Auflösung: Chicago

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Stichwort: Sonntagmorgen

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