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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 12.10.2017

Der Tag mit Cordula TuttFamiliennachzug: Machbar - oder zuviel?

Moderation: Anke Schaefer

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Mahnwache der Flüchtlingsinitiative "People meet People - Respekt e.V." vor dem Auswärtigen Amt in Berlin am 03. August 2016. Drei Männer sitzen am boden und halten Fotos ihrer Familienangehörigen. (imago/Christian Ditsch)
Flüchtlinge bei einer Mahnwache in Berlin mit Fotos ihrer Angehörigen: Wer darf kommen, wer nicht? (imago/Christian Ditsch)

Der Familiennachzug für Flüchtlinge ist eine der Sollbruchstellen einer möglichen Jamaika-Koalition - darüber diskutieren wir mit der Journalistin Cordula Tutt. Außerdem: Österreich vor der Wahl - Rechtspopulismus vor dem Durchmarsch? Und: Die Aufarbeitung des Anschlages vom Breitscheidplatz.

Rund 70.000 Syrer und Iraker bemühen sich momentan darum, zu ihren Angehörigen in Deutschland zu gelangen. So viele Anfragen liegen laut Auswärtigem Amt den zuständigen deutschen Vertretungen in Beirut, Amman, Erbil, Ankara, Istanbul und Izmir vor. Die Frage ist nun, was diese Zahl für die politische Landschaft in Deutschland bedeutet. Der Familiennachzug ist eine der Fragen, an denen eine Koalition von CDU/CSU, FDP und Grünen scheitern kann. Die Union will den Nachzug verhindern - er ist ohnehin derzeit momentan bis März 2018 ausgesetzt. Die Grünen sagen, eine Trennung der Familien sei unmenschlich und verhindere Integration. Ob es hier überhaupt einen Kompromiss geben kann, erörtern wir mit unserem heutigen Gast, der Journalistin Cordula Tutt.

Abschlussbericht zum Anschlag in Berlin

Außerdem in der Sendung: Österreich wählt am Sonntag - und die FPÖ bietet sich sowohl der von Außenminister Kurz gekaperten ÖVP als auch der SPÖ als Koalitionspartner an. Wie gesellschafts- und politikfähig sind die ehemals strammen Rechtspopulisten inzwischen? Zudem richten wir den Blick nach Berlin, wo heute ein Sonderermittler seinen Abschlussbericht zum Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vorstellt. Bruno Jost hat die Ermittlungen der Kriminalpolizei und anderer Behörden rund um den Attentäter Anis Amri auf Fehler untersucht. Sind unsere Sicherheitsbehörden ausreichend gerüstet, um dem islamistischen Terror zu begegnen? Oder sind sie überfordert? (ahe)

Cordula Tutt hat in Freiburg und Berlin Politikwissenschaft, Volkswirtschaft und öffentliches Recht studiert. Danach arbeitete sie unter anderem für die Nachrichtenagentur Reuters, die Financial Times Deutschland und als Parlamentskorrespondentin für den Focus. Seit 2010 ist sie Autorin bei der "Wirtschaftswoche" in Berlin.

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