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Thema / Archiv | Beitrag vom 12.11.2010

Der Pfleger der Zukunft

Pflegeroboter in Altenheimen

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Die Roboterrobbe Paro wird als Stimmungsaufheller eingesetzt. (Parorobot)
Die Roboterrobbe Paro wird als Stimmungsaufheller eingesetzt. (Parorobot)

Das Gesundheitswesen gilt als wichtiges Anwendungsfeld für die Robotik. In Japan werden Roboter schon vielfach in Altenheimen eingesetzt. Die Deutschen sind dagegen skeptischer, Pflegeroboter sind für viele ein Albtraum.

Klein und grün, vom Kopf bis zur Schwanzspitze rund 50 cm lang. Das ist Pleo. Auf vier kleinen, dicken Beinchen tapst das Tierchen voran.

Pleo ist ein Dinosaurier-Roboter. Er wurde einem langhalsigen Pflanzenfresser nachempfunden, der vor rund 200 Millionen Jahren gelebt hat. Und diese Reinkarnation in Form des kleinen Dino-Roboters ist zu Besuch in einem Berliner Altenheim.

" Ach was ist denn dit ... Ach guck mal ... Ach ne ... "

Die Senioren freuen sich sehr über den ungewöhnlichen Gast. Sie streicheln den Roboter, sie kraulen sein Köpfchen. Pleo bedankt sich artig mit beglücktem Glucksen und wohligem Seufzen.

Interessiert beobachtet die Beschäftigungstherapeutin Manuela Jansen die Szene. Sie ist noch etwas skeptisch, ob man das Roboter-Tierchen in der Pflege oder zur Beschäftigung einsetzen sollte.

"Ich glaube dass der Einsatz mit dem Roboter vielleicht nur bei bestimmten Krankheitsbildern generell zum Einsatz kommen darf oder kommen kann. Und da würde ich eher dahin tendieren, wo Leute im Prinzip demenziell erkrankt sind."

Den Senioren sind solcherlei Überlegungen derweil egal. Begeistert erkunden Sie den Roboter.

Pleo im Altenheim? In Japan ist das schon Wirklichkeit. Dort unterhält ein naher Verwandter des Dinos die Bewohner einiger Pflegeheime. Es ist die Roboter-Robbe Paro. Auch sie dient der Beschäftigung. Doch sogar in der stationären Pflege sollen sich eines Tages Roboter um Menschen kümmern.

Erste Studien haben bereits stattgefunden. Demnach sollen die elektronischen Helfer die Genesung der Patienten beschleunigen. Nicht ganz unerheblich ist sicher auch das zweite Ergebnis: Die Maschinen sparen Geld. Schließlich müssen so keine zusätzlichen Pflegekräfte und Betreuer eingestellt werden.

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