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Sonntagmorgen | Beitrag vom 18.10.2015

Der edelste Vierbeiner Pferde – Schönheit und Kraft

Von Oliver Schwesig

Das Gemälde "Prinz Balthasar Carlos zu Pferd" von Diego Velázquez im Kunsthistorischen Museum Wien (dpa / picture alliance / APA / Georg Hochmuth)
Das Gemälde "Prinz Balthasar Carlos zu Pferd" von Diego Velázquez im Kunsthistorischen Museum Wien (dpa / picture alliance / APA / Georg Hochmuth)

Die Menge der Pferde im Stall signalisierte früher den Reichtum des Besitzers. Das Pferd war eine Währung, ein Potenzial, eine Kraft. Nicht umsonst wurde die Leistung eines Autos von Anfang an in Pferdestärken gemessen. Doch so physisch wie sie auf der einen Seite sind, soviel Schönheit und Edelmut strahlen Pferde auf der anderen Seite aus. Kein Tier sieht auf Gemälden schöner aus, keins scheint stärker zu sein.

Vom europäischen Bauern bis zum asiatischen Steppenkrieger – die Anzahl der Pferde war jahrhundertelang Ausdruck für die Potenz ihrer Besitzer. Je mehr Pferde jemand hatte, desto mehr Arbeit konnte er erledigen, umso mehr Wohlstand erreichte er und umso mächtiger war er auch.

Und was für ein unglaublicher Begleiter des Menschen ist dieses Tier! Jahrhundertelang haben sie extremste Arbeiten verrichtet, Menschen und Lasten kilometerweit getragen. Die Eroberungen und industriellen Revolutionen der Vergangenheit sind ohne das Pferd undenkbar. All das hat das Pferd erledigt, ohne buchstäblich mit der Wimper zu zucken. Denn was sie auch auszeichnet, sind majestätische Ruhe, große Kraft und oft eine bilderbuchhafte Schönheit. Darin steckt auch eine weltgewandte Weisheit. Der englische Autor Douglas Adams brachte das Wesen des Pferdes am besten auf den Punkt: "Pferde haben immer mehr kapiert, als sie sich anmerken lassen."

Musikalische Histörchen
Julie London war der Künstlername der als Julie Peck geborenen Sängerin und Schauspielerin. Ihre Wiege stand in Santa Rosa, Kalifornien, und in Kalifornien ist sie auch am 18. Oktober des Jahres 2000 im Alter von 74 Jahren gestorben. Ihre Eltern waren Tanz-Stars des Vaudeville, sie selber zog es allerdings zum Film und so drehte Julie London 1944 einen ersten Streifen. Man könnte sagen, es war eine King Kong-Adaption für Arme – "Nabonga". Londons Kleidung war so spärlich und sie dabei so nett anzusehen, dass sie zu einem der beliebtesten Pin-Up Girls des 2. Weltkriegs avancierte. Ihr Herz aber schlug weniger für das Pin Up-Sein, umso heftiger aber für den Jazz, was sie dann auch in zweiter Ehe in die Arme des Jazzpianistin Bobby Troup trieb. Londons musikalisches Oeuvre umfasst rund 32 Alben, nicht mitgerechnet die ganzen Neuzusammenstellungen und Greatest Hits-Boxen. Und die Art, wie sie die Songs mit ihrer sehr intim, rauchigen Stimme sang, machte sie Mitte der 50er Jahre zu einer der populärsten Sängerinnen in den USA. Trotz der Sangeskarriere mit einigen Millionsellern, war sie auch immer wieder auf der Leinwand zu erleben. Zweimal sogar an der Seite von Gary Cooper, allerdings nicht in "High Noon".  Ihre letzte Rolle hatte sie in den 129 Folgen der Fernsehserie "Notruf California", wofür sie sogar für den Golden Globe nominiert wurde. Ihr größter Erfolg war 1957 der Song "Cry Me A River".

Wer singt denn da?
Und bei allen hing das Pferdehalfter an der Wand.
Die niederländische Band "Die Kilima Hawaiians" hatte mit ihrem Schlager "Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand" 1953 in der Bundesrepublik einen Nummer-1-Hit. Bereits fünf Jahre zuvor war die niederländische Version des Songs erschienen: "Er hangt een paardenhoofdstel aan de muur". Das Original des Liedes "There Is a Bridle Hanging on the Wall" war bereits 1936 ein internationaler Erfolg und stammt von dem 1890 in Kansas geborenen Countrymusiker Carson Robinson. Robinson feierte in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts als sogenannter "singing cowboy" mit der "Western Music" und seiner Band, den Buckaroos, auch in Europa Erfolge. Er trat 1936 auch in England auf und sogar König George V. besuchte eines der Konzerte. Bei diesem Besuch soll Robinson der Königin sogar ein paar Cowboystiefel geschenkt haben.   

Die Kilima Hawaiians
Bruce Low
Manfred Krug
Ralf Paulsen
Ronny

Radiorätsel
Es fühlt sich an wie ein Orgasmus im Gehirn, eine angenehme Kopfmassage oder ein sanftes Kribbeln im Körper: ASMR. ASMR bedeutet "Autonomous Sensory Meridian Response" und ist ein noch nicht wissenschaftlich erwiesenes Phänomen. In der Sendung Kompressor war Sylvia Lundschien zu Gast und hat über diesen Effekt gesprochen, verschiedene visuelle und auditive Trigger kategorisiert und sich dem Thema aus der Gender-Perspektive genähert. Hören Sie hier den Beitrag nach.



Sie können das Sonntagmorgen-Team jederzeit per E-Mail über sonntagmorgen@deutschlandradiokultur.de erreichen. 

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