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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 27.11.2017

DelhiJunge indische Stadt der Extreme

Von Silke Diettrich und Jürgen Webermann

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(Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)
Mit der Fahrradkikscha oder zu Fuß, das ist die beste Alternative in den engen Gassen von Alt-Delhi, der Altstadt Delhis. (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Ein Moloch von einer Stadt, eine Stadt der Tradition und des Aufbruchs. Das ist Delhi: die Hinterhöfe, die Hipstergegend, die legendäre Protestmeile Jantar Mantar und die heilige Yamuna, die immer mehr zur Kloake wird.

In der Nase mischen sich die Gerüche von Gewürzen, Urin, Schweiß und gebratenen Zwiebeln. Ausgemergelte Rikschafahrer schlängeln sich durch die engen Gassen der Altstadt. Ihre Fahrten gleichen einem Hindernis-Parcours: Schlaglöcher und Kuhmist am Boden, verknäulte Strom-Kabel von oben. Rechts und links drängeln sich unzählige fliegende Händler, Männer auf Mofas und Frauen in Saris. Und manchmal verkeilen sich alle ineinander, wenn eine klapprige Kuh einfach nicht mehr weiter gehen mag.

Aber dieses Chaos produziert Millionäre, überall hier hinter den bröckelnden Fassaden der Häuser oder in den dunklen Gassen, da wird richtig viel Geld gemacht. Alt-Delhi gehört zu den bedeutendsten Umschlagplätzen ganz Asiens.

Hinter den Fassaden von Old Delhi sitzen die wichtigsten Großhändler Nordindiens und setzen Millionen Euro um (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)Hinter den Fassaden von Old Delhi sitzen die wichtigsten Großhändler Nordindiens und setzen Millionen Euro um (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Schilder mit Firmennamen sucht man hier vergeblich, scheinbar benötigt die auch keiner, hier kennt jeder jeden. Um zur Firma PK zu kommen, muss man durch ein schummeriges Treppenhaus, hinter der schmuddeligen Glasfront liegt das winzige Büro von Puneet Jain, er importiert Papier, meist recycelt, auch aus Deutschland:

"It’s magic and real."

Die Altstadt von Delhi sei sowohl magisch als auch authentisch, sagt Jain. Weil sie mitten im Herzen der Stadt liege, sei sie ein strategisch guter Ausgangspunkt für Geschäftemacher:

"Auf einem Radius von gerade einmal fünf Kilometern hat der Großhandel von ganz Nord-Indien seine Heimat. Mehr als 5000 Großhändler sitzen hier auf kleinstem Raum."

Tür an Tür mit der Konkurrenz, so funktioniere der Papierhandel schon seit Jahrzehnten im Herzen von Delhi:

"Du gewinnst und verlierst, wenn deine Konkurrenten gleich nebenan sind. Der Kunde kommt ja auf jeden Fall auch zu mir, bevor oder nachdem er bei meinem Konkurrenten war."

Keiner der Geschäftemacher lebt hier in den zerfallenen Gebäuden, das könnten sie ihren Familien nicht antun, sagt Jain. Die eigentlichen Bewohner von Old Delhi sind meist arm. Nachts gleicht die Altstadt einem großen offenen Schlafplatz.

"Der Ort hier ist wie eine Wurzel. Die Kunden und Händler bevorzugen das Ambiente hier. Es ist viel besser als in so einem nüchternen Bürokomplex."

"Sobald Du Dein Vermögen nachzählst, wird es weniger"

Vor 17 Jahren hat Puneet Jain seinen Papiergroßhandel gestartet, mit null Eigenkapital. Heute arbeiten 75 Angestellte für ihn, die meisten in den großen Fabrikhallen außerhalb der Stadt. Und sein Büro in Old Delhi ist die Schaltzentrale. 100 Crore Indische Rupien setzt er im Jahr um, umgerechnet rund 13 Millionen Euro. Ist er also einer dieser Millionäre, die hinter der bröckelnden Fassade großen Reichtum anhäufen?

Puneet Jain macht sein Geld mit Papier. Old Delhi sei dafür der beste Ort in Nordindien (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)Puneet Jain macht sein Geld mit Papier. Old Delhi sei dafür der beste Ort in Nordindien (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

"Das ist der Umsatz, nicht der Profit", winkt Puneet Jain ab. Wie viel am Ende für ihn übrig bleibt, wisse er nicht, oder will es wohl eher nicht verraten. Stattdessen zitiert er lieber ein indisches Sprichwort:

"Sobald du dein Vermögen nachzählst, wird es weniger."

Im 17. Jahrhundert haben hier muslimische Mogulherrscher regiert. Damals reichte die Stadt kaum über die Grenzen von Alt Delhi hinaus, das Leben und das Chaos hier waren gar nicht so anders als heute, nur glänzten die Häuser in ganz anderer Pracht. Delhi war damals weltberühmt für seine Reichtümer, die für westliche Reisende schier unermesslich zu sein schienen. Und die stolzen Einwohner der Stadt  lebten in Stadtpalästen, so genannten Hawelis.

Bei der großen Konkurrenz denken sich die Barbesitzer immer neue Rezepte aus - Hier Wassermelonensalat mit Fetakäse (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)Bei der großen Konkurrenz denken sich die Barbesitzer immer neue Rezepte aus - Hier Wassermelonensalat mit Fetakäse (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Einige dieser Paläste haben Geschäftsleute wieder restauriert und daraus vorzügliche Restaurants entstehen lassen. In den lauschigen Innenhöfen bleibt der Lärm der Altstadt außen vor, Gäste wie die Architektin Riya Sarkar genießen die exquisiten Köstlichkeiten hier:

"Haweli heißt eigentlich großes Herrenhaus. Und das Zentrum eines Herrenhauses ist immer der Innenhof, darum spielt sich alles ab. Der Innenhof hält die Hitze ab, hat aber auch eine soziale Funktion. Frauen mussten sich draußen verschleiern, eigentlich sollten sie gar nicht raus gehen. Der Innenhof ist deshalb ein offener Raum, der aber die Privatsphäre wahrt. Dieses Haweli hier ist eines der ältesten in Delhi. Es war verfallen und wurde wieder aufgebaut, sehr detailgetreu."

Alt-Delhi versprüht bis heute den alten Charme

Im Gegensatz zu heute kamen die reichen Menschen nicht nur zum Arbeiten hierher, hier lag auch eines der besten Wohnviertel der Stadt. Von dem Glanz ist in der Altstadt heute kaum noch etwas zu sehen. Delhi wurde in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder geplündert und hat ständig wechselnde Machthaber erlebt. Aber Alt-Delhi versprüht bis heute noch den alten Charme, man müsse nur manchmal genauer hinsehen, sagt Riya Sarkar:

"Wenn man sich anschaut, wer hier im 17. Jahrhundert gearbeitet hat - es gibt das Viertel der Schmiede, der Färber, der Schlüsselmacher -  das alles ist geblieben bis heute. Auch die Gegend, in der die Diamantenhändler gearbeitet haben, ist immer noch ein Markt für Edelsteine. Also ganz einfach gesagt: Ohne die Autos war das früher bestimmt eine ähnliche Erfahrung, durch diese Stadt zu laufen."

Drei junge Inder in Delhi (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)65 Prozent der Inder sind jünger als 35, auch die Megametropole Delhi ist geprägt von jungen Menschen (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Delhi atmet aber nicht nur Geschichte und lebt nicht nur von Mythen. Delhi ist vor allem: eine Megastadt voller unbändiger Energie. Jeder Zweite hier ist jünger als 25 Jahre. Außerhalb von Alt-Delhi war bis vor hundert Jahren Ackerland. 1911 verlegten die Briten ihre Hauptstadt hierher. Im bisherigen Regierungssitz Kalkutta war ihnen die Bevölkerung zu aufsässig geworden. Entstanden ist eine neue Stadt voller monumentaler Kolonialbauten, genannt: Neu-Delhi. Nach der indischen Unabhängigkeit dehnte sich die Stadt rasant aus. Aber im Vergleich zur Finanzmetropole Mumbai blieb Neu-Delhi lange ein verschlafenes Nest voller Bürokraten. Das aber ändert sich jetzt und zwar in schnellem Tempo. 

Der größte Gandhi in Indien prangt auf dem Polizeihauptquartier in Neu-Delhi (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)Der größte Gandhi in Indien prangt auf dem Polizeihauptquartier in Neu-Delhi (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Das Hauz Khas Village in Süd-Delhi ist die Hipster-Hochburg der Stadt. Hier vergnügen sich alle, die kein Problem damit haben, für ein Bier fünf Euro hinzublättern, was für ein armes Land wie Indien ein extrem hoher Preis ist. Hier trinken sie auch sündhaft teuren Champagner, in Clubs, Bars oder auf Vernissagen. Hier legen DJs wie Debjit auf, die die Nacht zum Tag machen:

"Eigentlich gibt es das Konzept eines Pubs erst seit knapp zehn Jahren in Neu-Delhi. Zu der Zeit gab es nur ganz wenige und wir kannten sie alle, du wusstest, was abgeht und wer irgendwo einen Auftritt hat. Aber jetzt bekomme ich mindestens zehn Einladungen und das jeden Tag, du weißt gar nicht mehr, wo du hingehen sollst."

Neu-Delhi bei Nacht: Die Party-Meute strömt in die Clubs

Frauen in High-Heels und Miniröcken, bei den Männern stecken Sonnenbrillen in den gegelten Haaren. Die Ausgehmeilen zeigen nachts ein ganz anderes Bild von Neu-Delhi. Männer, die tagsüber auf den Straßen zu sehen sind, arbeiten auf Baustellen oder verkaufen Snacks, sie sammeln Müll ein. Die Frauen sind Hausangestellte, die einkaufen gehen, meist in traditionellen Saris gekleidet sind. Menschen aus der Mittelklasse oder der oberen Schicht sieht man nicht, sie sind in Autos verschanzt. Aber die Abende und Nächte verbringen sie nun in klimatisierten Restaurants oder auf Dachterrassen, mit Ventilatoren, die einen feinen Wassernebel versprühen:

"Vor allem in den letzten drei Jahren hat sich das kulturelle Leben in Delhi total verändert, was die Klamotten der Leute betrifft, die Musik, die jetzt hier gehört wird. Ich würde sagen, das hat vor allem damit zu tun, dass hier die Leute erst in den letzten Jahren so starken Zugriff auf das Internet haben.  Die Globalisierung trifft uns jetzt viel stärker als je zuvor, trotzdem dauert es meist immer noch mehr als zwei Jahre, bis die Trends aus dem Westen auch hier angekommen sind."

Je nachdem, wie gut die Polizisten bestochen sind, müssen die meisten Pubs um halb eins schließen. Die Party-Meute strömt dann in die Clubs, je exklusiver, desto angesagter:

"PCO ist einer dieser Clubs zurzeit, übersetzt heißt er sowas wie: Nur mit Passwort. Von draußen nicht zu erkennen, kommst du nur rein, wenn du vor der Tür den Code eingibst. Da gibt es mit die besten Cocktails, aber viele Leute haben gar keine Ahnung, dass es den Club überhaupt gibt."

Ausgehboom in Delhi - Die Mittelklasse will Party - DJ Debjit legt die Musik dazu auf  (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)Ausgehboom in Delhi - Die Mittelklasse will Party - DJ Debjit legt die Musik dazu auf (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Das Leben, das Debijit beschreibt, ist für die allermeisten "Delhiites", so nennen sich die Einwohner der Stadt, ohnehin eine reine Fantasiewelt und ein völlig unerreichbarer Traum. Wer nach Neu-Delhi kommt, muss sich darauf einstellen, extreme Armut zu sehen und zu erleben. Aber auch die ärmsten Menschen hier lassen sich nicht den Mund verbieten. Auch deshalb funktioniert Delhi vielleicht als Hauptstadt der "größten Demokratie der Welt", als solche bezeichnet sich Indien gerne.

Armeeveteranen fordern höhere Pensionen.... (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)Armeeveteranen fordern höhere Pensionen.... (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Der Jantar Mantar, eine Straße mitten im Regierungsviertel, war bislang so etwas wie der Jahrmarkt der Demokratie. Armee-Veteranen fordern höhere Pensionen, Teepflücker aus Darjeeling einen eigenen Bundesstaat. Die Proteste am Jantar Mantar spiegeln die Probleme Indiens. Sunil zum Beispiel steht für die vielen Landwirte, die um ihre Existenz fürchten. Das Plakat hinter ihm verweist darauf, dass die Bauern schon seit drei Monaten auf dem Jantar Mantar protestieren:

"Wir wollen, dass die Regierung uns endlich faire Preise garantiert. Die niedrigen Preise sind der Grund, warum sich so viele Landwirte umbringen. Wir bekommen nicht nur wenig Geld, sondern nicht mal Kredite. Es wird immer schlimmer."

Sunil protestiert seit 3 Monaten am Jantar Mantar (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)Sunil protestiert seit 3 Monaten am Jantar Mantar (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Sunil beackert ein halbes Hektar Land, Sojabohnen, Weizen und Reis. Er kommt aus Madhya Pradesh in Zentralindien. Aber seit Juli ist er im Hauptberuf Demonstrant. Sunil schläft am Proteststand. Er duscht sich mit dem Wasser, das ein Tanklaster anliefert. Essen erhält er gratis in einem Sikh-Tempel um die Ecke. Und den Tee kauft er beim Händler auf dem Jantar Mantar.

"Das hier ist der Ort, um sich Gehör in Indien zu verschaffen. Die Politiker, die Regierung sind hier um die Ecke. Sie erfahren von uns."

Tatsächlich befindet sich die Protestmeile im politischen Zentrum der Stadt. Das Parlament, Ministerien – alles gleich nebenan. Am Ausgang der Jantar Mantar Straße schließlich protestieren sie für das Recht, überhaupt hier ihre Meinung sagen zu dürfen. Journalisten, Aktivistinnen – sie erinnern an eine bekannte Reporterin, die im September in Südindien ermordet wurde. Sie fürchten, dass die nationalistische Regierung das Recht auf Meinungsfreiheit immer weiter beugt, mit Hetze im Internet, mit Druck auf Medienhäuser und – wie sie hier meinen – manchmal mit Gewalt. Aber Lina, eine der Demonstrantinnen, glaubt an den Aufstand der Anständigen.

"Wenn wir weiter Widerstand leisten, dann werden wir gewinnen. Die Jantar Mantar Straße werden sie zum Beispiel niemals dicht machen können. Und wenn doch, dann erschaffen wir eben viele neue Jantar Mantars."

Lina (li.) demonstriert für das Recht auf Meinungsfreiheit (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)Lina (li.) demonstriert für das Recht auf Meinungsfreiheit (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Linas Ankündigung könnte schneller wahr werden als gedacht. Schuld daran ist aber diesmal nicht die Regierung. Anwohner haben vor Gericht eine Verlegung der Protestmeile erwirkt, sie war ihnen zu laut geworden. Der Jahrmarkt der Demokratie – er wird  bald wahrscheinlich woanders stattfinden müssen.

Ist diese Stadt noch zu retten?

Sauberes Wasser ist in Delhi Mangelware (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)Sauberes Wasser ist in Delhi Mangelware (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Delhi, Stadt der Tradition und des Aufbruchs. In nur wenigen anderen Orten ist die Gier nach Entwicklung und ein wenig Wohlstand, die Ungeduld der jungen Bevölkerung so greifbar. Die Stadt ist dem Wandel aber nicht gewachsen. Das Wasser, das aus den Leitungen strömt, ist giftig. An manchen Stellen gleicht Delhi einer Müllhalde. Die Abgase hüllen sie ein wie ein Nebelschleier. Es gibt fast keinen Tag im Jahr, an dem die Atemluft auch nur annähernd gesund wäre.

Der heilige Fluss Yamuna stinkt wie eine Kloake (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)Der heilige Fluss Yamuna stinkt wie eine Kloake (Jürgen Webermann, ARD Neu-Delhi)

Der heilige Fluss Yamuna, der durch Delhi fließt, gleicht mittlerweile eher einer Kloake. Ravi Aggarwal ist Umweltschützer. Er steht am Ufer der Yamuna, ein Priester nimmt gerade im schwarz gefärbten, zähflüssigen Wasser des Flusses ein rituelles Morgenbad. Einige hundert Meter entfernt zieht der Rauch eines Krematoriums über das Wasser. Am Ufer türmt sich Müll. Dabei sei der heilige Fluss eigentlich das Lebenselixier der Stadt, sagt Ravi:

 "Ich komme hier seit den 70er-Jahren her. Wenn man damals eine Münze in das Wasser geworfen hat, konnte man sie auf dem Grund liegen sehen. Es gab viele verschiedene Fischarten, die fast alle verschwunden sind. Auch die Tempel sahen irgendwie besser aus. Es hat hier nicht so gestunken wie jetzt. Es war das pure Leben, wir sind mit dem Boot rausgefahren und haben die vielen Vögel beobachtet. Jetzt, wenn man auf die andere Seite schaut – damals war da noch nichts. Jetzt sind da Hochhäuser. Das hier war mehr ein Dorf als eine Stadt. Es war schön. Das kann man jetzt so nicht mehr sagen."

Ist Delhi, diese Stadt der Extreme, der Vielfalt, einer der pulsierendsten Orte der Welt, noch zu retten? Ravi Aggarwal schaut nachdenklich über den Fluss. Aber auch das gehört zur Mentalität der Menschen hier. Nie die Hoffnung verlieren. Da ist auch Ravi keine Ausnahme, auch wenn ihm angesichts der Umweltzerstörung und des dichten Smogs mulmig ist:

"Manchmal kann man die Luft mit dem Messer schneiden, so dick ist sie. Ich frage mich dann, warum hier noch jemand leben will. Dabei hat Delhi eine riesige Artenvielfalt. Außerhalb der Stadt leben sogar noch Leoparden. Wir haben eine reiche alte Kultur. Wir müssen das viel mehr wertschätzen und darin investieren. Ich hoffe, dass wir das schaffen, aber das ist eine Riesenherausforderung."

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