Seit 01:05 Uhr Tonart

Donnerstag, 22.02.2018
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kompressor | Beitrag vom 11.03.2015

CrowdfundingKünstlerin lässt sich von Fans abonnieren

Moderation: Christine Watty

Podcast abonnieren
Die US-amerikanische Sängerin Amanda Palmer. (dpa / picture alliance / Britta Pedersen)
Die US-amerikanische Sängerin Amanda Palmer. (dpa / picture alliance / Britta Pedersen)

Die Musikerin Amanda Palmer hat eine neue Form des Crowdfundings entdeckt: Sie lässt sich von ihren Fans nicht ein Projekt finanzieren, sondern ihr gesamtes künstlerisches Schaffen. Auf diesem Weg bekommt sie 27.000 Dollar zusammen - pro Monat.

Die Lyrikerin und Musikerin Amanda Palmer sammelte 2012 knapp 1,2 Millionen Dollar für ein neues Album ein - per Crowdfunding. Nun hat sie ein neues Finanzierungsmodell gefunden: Palmer lässt sich von ihren Fans abonnieren.

Über die Crowdfunding-Plattform Patreon können Fans diesmal nicht ein konkretes Projekt unterstützen, sondern ihr gesamtes künstlerisches Schaffen. Die Nutzer könnten einen "Betrag festlegen, den man regelmäßig an einen Künstler überweist", sagt der Netzjournalist Christian Grasse im Deutschlandradio Kultur. "Los geht's ab einem Dollar." Der Betrag werde allerdings nur abgebucht, wenn Palmer jeden Monat etwas veröffentlicht - zum Beispiel einen Song. "Insgesamt haben sich mittlerweile 3500 Förderer gefunden und die geben insgesamt 27.000 Dollar monatlich."

Dafür wolle Palmer ihren Fans auch etwas bieten, sagt Grasse: "Unter anderem möchte sie gerne Songs aufnehmen auf Deutsch und auf Französisch, sie möchte Musikvideos drehen, sie möchte einen Podcast starten." Das alles koste Geld, weshalb man die Summe nicht als Gehalt sehen könne, sondern als Budget.

Mehr zum Thema:

"Ich habe nie bessere Lieder geschrieben"
(Deutschlandfunk, Corso, 03.09.2012)

Fazit

Deutscher Kolonialismus100 Jahre Koloniales Nicht-Gedenken
Eine Gedenktafel für die "Opfer des deutschen Völkermordes in Namibia von 1904 bis 1908" betrachtet Israel Kaunatjike, Angehöriger des Herero-Volkes, am Mittwoch (11.08.2004) auf dem Garnisonfriedhof in Berlin.  (picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)

Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass die Kolonialvergangenheit ebenso Bestandteil der Erinnerungskultur sein soll, wie die NS-Vergangenheit und der DDR-Unrechtsstaat. Ein Blick auf Orte des Gedenkens, beziehungsweise Nicht-Gedenkens an die Opfer deutscher Kolonialherrschaft.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur