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Lesart / Archiv | Beitrag vom 01.10.2015

Comeback der SchriftrolleEin Kinderbuch zum Ausrollen

Joan Brumer und Antonia Stolz im Gespräch mit Maike Albath

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Antonia Stolz und Joan Brumer haben die Firma "round not square" gegründet und per Crowdfunding spezielle Druckmaschinen kaufen können, um die alte Buchrolle neu zu beleben. (Deutschlandradio / M. Hucht)
Antonia Stolz und Joan Brumer haben die Firma "round not square" gegründet und per Crowdfunding spezielle Druckmaschinen kaufen können, um die alte Buchrolle neu zu beleben. (Deutschlandradio / M. Hucht)

Die Schriftrolle war das Medium der Antike, bestand aus Pergament oder Papyrus. Ein kleines Berliner Unternehmen hat sie nun wiederbelebt. Manche Inhalte seien in der Rolle besser aufgehoben als im Buch, sind Gründer Antonia Stolz und Joan Brumer sicher.

Schriftrollen aus Papyrus oder Pergament verschwanden nach der Erfindung des Buchdrucks. Joan Brumer und Antonia Stolz haben die Firma "round not square" gegründet und per Crowdfunding spezielle Druckmaschinen kaufen können, um die alte Buchrolle neu zu beleben.

Lektüre allein, zu zweit, zu dritt ...

Lesen ließen sich die Schriftrollen sehr einfach, so Brumer im Deutschlandradio Kultur. "Man zieht die rechte Hand weiter, rollt das Buch aus - und mit der linken rollt man einfach nach." Dabei könne der Leser selbst entscheiden, wieviel Inhalt er sehen wolle. Und: "Man kann es alleine lesen - oder zu zweit oder zu dritt oder zu viert."

Beim Lesen der Hauptfigur hinterher rollen

Ein Schriftrolle könne das Buch nicht ersetzen und das wolle ihr neues Unternehmen auch gar nicht, so Antonia Stolz. Für bestimmte Inhalte sei das Format der Schriftrolle jedoch "wunderschön", zum Beispiel bei Kinderbüchern, wo man einer Hauptfigur immer weiter folgen können. Auch für Fotografien, die über das übliche Maß hinausgingen, seien Buchrollen besonders geeignet. Für künstlerische und illustrative biete sich hier ein "großer Vorteil".

 

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