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Wortwechsel | Beitrag vom 09.03.2018

Chinesischer DurchmarschWie umgehen mit der neuen Supermacht?

Moderation: Monika von Bebber

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Der chinesische Präsident bei der Eröffnung des nationalen Volkskongresses in Peking am 3. März 2018 (picture alliance / MAXPPP)
Der chinesische Präsident bei der Eröffnung des nationalen Volkskongresses in Peking am 3. März 2018 (picture alliance / MAXPPP)

Die chinesische Regierung ist so stark wie seit Jahrzehnten nicht. Mit seinen 1,4 Milliarden Menschen ist China seit Jahren der größte Wachstumsmarkt der Welt. Wie steht es um die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen und wie berechenbar ist Präsident Xi Jinping?

Mit Hilfe einer Verfassungsänderung – gebilligt vom derzeit tagenden Volkskongress in Peking – strebt der chinesische Präsident Xi Jingping eine Amtszeit für unbestimmte Zeit an. Dadurch könnte der 64-Jährige mächtiger als Mao Zedong werden, denn seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren baut Xi den politischen und wirtschaftlichen Einfluss seines Landes kontinuierlich aus: Im Tausch gegen Rohstoffe bauen chinesische Arbeiter armen Ländern schlüsselfertige Infrastrukturprojekte und gewinnen so an politischem Einfluss.

Der größte Wachstumsmarkt der Welt

Mit seinen 1,4 Milliarden Menschen ist China seit Jahren der größte Wachstumsmarkt der Welt. Vor allem die deutsche Industrie profitiert davon. Umgekehrt investieren Chinesen besonders gerne in deutsche Unternehmen. Nach Schätzungen waren es im Vorjahr fast 14 Milliarden Dollar - so viel wie nie zuvor.

Welche Vor- und welche Nachteile haben die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen? Wie mächtig und berechenbar ist der chinesische Präsident Xi Jinping tatsächlich und welchen Einfluss nimmt er auf die Weltpolitik? Ist die Idee gescheitert, enge Wirtschaftsbeziehungen zu China könnten langfristig auch zur Demokratisierung des chinesischen Regimes führen?

Über diese und weitere Fragen diskutieren im "Wortwechsel":

Kristin Shi-Kupfer, Sinologin, Politikwissenschaftlerin, Leiterin Forschungsbereich Politik, Gesellschaft und Medien beim Mercator Institut für Chinastudien

Michael Brand, CDU, menschenrechtspolitischer Sprecher und Vorsitzender Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Friedolin Strack, Sprecher der Geschäftsführung und Koordinator Deutschland für den Asien-Pazifik Ausschuss der deutschen Wirtschaft

Peter Nothnagel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH


Michael Brand (CDU): "Ich glaube, dass dieser chinesische Volkskongress und die Entwicklung in China endlich uns in Europa aufwachen lässt. Denn eins ist völlig klar: Es geht aus meiner Sicht nicht allein um die Durchsetzung eines Wirtschaftsmodells durch China, sondern auch um die Durchsetzung eines politischen Modells als Alternative zum demokratischen westlichen, liberalen Freiheitsmodell."

Friedolin Strack, BDI: "Wir können ersehen, dass China systematisch seine Marktmacht einsetzt. (…) Wir sind in einem Systemwettbewerb mit China. Weil China hat sein eigenes Modell. Und unser Bemühen, China auf unsere Werte hinzuweisen, ist lieb gemeint, aber ich glaube nicht besonders erfolgversprechend."


Moderation: Monika von Bebber

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