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Samstag, 16.12.2017

Literatur / Archiv | Beitrag vom 19.02.2017

Carson McCullersDie einsame Jägerin

Von Manuela Reichart

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(imago/United Archives International)
Die amerikanische Autorin Carson McCullers im Jahr 1955 (imago/United Archives International)

Sie wäre am 19. Februar 100. Jahre alt geworden: Carson McCullers. Die in den Südstaaten geborene Autorin veröffentlichte mit nur 23 Jahren ihren Welterfolg "Das Herz ist ein einsamer Jäger". Ihre Themen: Rassenhass, Lebenslügen und Einsamkeit.

Carson McCullers Leben folgte dem Muster "Arbeit und Liebe". Ihr Werk musste sie einem sich verweigernden Körper abtrotzen, denn sie war eigentlich immer krank. Die Motive ihrer Bücher: der Fluch des Südens, Rassenhass und dessen Überwindung, Lebenslügen und Enttäuschungen, Traurigkeit und Einsamkeit, die Angst der Jugend und die des Alters, Krankheit und Tod, Liebe und Leidenschaft, kindliche Hoffnungen und unerfüllbare Sehnsüchte.

Als im August 1940 ihr erster Roman "Das Herz ist ein einsamer Jäger" erscheint, warf sie 23 Jahre alt und sofort ein Star auf der literarischen Bühne Amerikas. 1967 starb sie im Alter von nur 50 Jahren. Ihr letzter großer Roman "Uhr ohne Zeiger" beginnt mit dem Satz "Der Tod bleibt sich immer gleich, aber jeder Mensch stirbt seinen eigenen Tod."

In dem Feature "Jeden Nachmittag schien die Welt zu sterben - Die Südstaatenautorin Carson McCullers" (WDR-Produktion) erinnert Autorin Manuela Reichart an die Ausnahmeerscheinung der US-amerikanischen Literaturszene. Heute wäre McCullers 100 Jahre alt geworden.

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