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Buchtipp

Sendung vom 03.10.2007

Menschliche Abgründe

US-Soldaten im Abu-Ghraib-Gefängnis bei Bagdad (AP)

Der Sozialpsychologe Philip Zimbardo war Gutachter in dem Kriegsgerichtsverfahren, das auf die Ereignisse von Abu Ghraib folgte. In seiner Untersuchung "The Lucifer Effect" stellt er den Zusammenhang von Individuum, Gruppe und Kultur in der Erschaffung des Bösen her.

Sendung vom 30.09.2007
Bewohnerin eines Altenheims (AP)

Über den Umgang mit einer vertrauten Fremden

Lange Zeit hatte Cyrille Offermans die Augen vor dem Offensichtlichen verschlossen, hatte die Anzeichen für die Demenzerkrankung als altersbedingte Gebrechen gedeutet. In "Warum sollte ich meine demente Mutter belügen?" schildert der Niederländer, wie er seiner Mutter trotz der Krankheit mit Liebe und Respekt begegnete.

Sendung vom 23.09.2007
Klaus Wowereit (AP)

Selbstporträt eines Regierenden Bürgermeisters

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat seine Autobiografie vorgelegt - und betont, das Buch nicht als Bewerbung für die Kanzlerkandidatur zu verstehen. In "…und das ist auch gut so" findet sich wenig Programmatisches. Wowereit erzählt lieber von seiner Kindheit und gibt zahlreiche Anekdoten preis.

Sendung vom 16.09.2007
Füllfederhalter auf Notizblock (Stock.XCHNG / Christy Thompson)

Korrespondenz zweier einsamer Einzelner

Ihre Freundschaft überdauerte die Schrecken des Nationalsozialismus und persönliche Schicksalsschläge. Der Staatsrechtler Carl Schmitt und Greta Jünger, Schriftstellerin und Ehefrau Ernst Jüngers, diskutierten Politisches, Philosophisches und Privates per Briefkorrespondenz - bis Missverständnisse zum plötzlichen Ende ihrer langjährigen Freundschaft führten.

Sendung vom 09.09.2007
Geste der Demut und Entschuldigung: Willy Brandts Kniefall vor dem Denkmal für die ermordeten Juden in Warschau (AP-Archiv)

Bilder-Reise durch die Geschichte

Manche Fotos sind zum Sinnbild eines ganzen Jahrzehnts geworden: der Kniefall von Willy Brandt oder der entführte Hanns Martin Schleyer. Edgar Wolfrum lädt mit seinem dreibändigen Werk "Vom Aufbruch bis zur Postmoderne" zu einer Reise in die Geschichte ein. Er dokumentiert Fotos, die das Typische und Einzigartige einer Epoche eingefangen haben.

Sendung vom 02.09.2007
Zweiter Weltkrieg: Ein deutscher Panzer in Russland (AP Archiv)

Kinderjahre im Krieg

Dies ist ein Buch, dessen Lektüre durch Mark und Bein geht, und das auf unerwartete Weise die Erfahrungsberichte von Hans Graf Lehndorff und von Marion Gräfin Doenhoff über den Untergang Ostpreußens im Jahre 1945 ergänzt. Verfasst hat es ein heute 70-jähriger, in Berlin lebender ehemaliger Wirtschaftsingenieur, der als Achtjähriger den Endkampf um Königsberg miterlebte.

Sendung vom 26.08.2007
Füllfederhalter auf Notizblock (Stock.XCHNG / Christy Thompson)

"Es lebe das geheime Deutschland!"

Es gibt nur wenige andere deutsche Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, die eine vergleichbare Wirkung entfaltet haben wie der im Dezember 1933 gestorbene Stefan George. Thomas Karlauf schildert in seiner Biografie, wie der Dichter die Angebote der NS-Machthaber ausschlug und die Widerstandskämpfer um Stauffenberg inspirierte.

Sendung vom 19.08.2007
Napoleon (AP)

Tristesse in der Verbannung

Berühmt wurde die Atlantikinsel St. Helena als Verbannungsort von Napoleon. Johannes Willms hat sich auf Spurensuche begeben und räumt in seinem Büchlein "St. Helena - Kleine Insel, großer Wahn" mit jeglicher Form von Heldenverehrung auf.

Sendung vom 12.08.2007
Mit Burkas bekleidete Frauen (AP Archiv)

Ohne Rechte

Pakistan ist für Frauen das gefährlichste Land der Welt. Denn hier, so schildert es die niederländischen Journalistin Betsy Udink in ihrem Buch "Allah & Eva", sind Frauen ohne Rechte. Sie werden zwangsverheiratet, verkauft, zur Prostitution gezwungen, ins Gefängnis gesperrt und ohne Grund hingerichtet.

Sendung vom 05.08.2007
Warlord Charles Taylor, hier noch als liberianischer Präsident auf einem Archivbild von 1998. (AP)

Unverwüstliche Sozialromantik

1969 gab der marxistische Historiker Eric Hobsbawm zum ersten Mal sein Werk "Bandits" (Die Banditen) heraus, das sich einer Außenseiterschicht widmete. Die ländlichen Räuberbanden waren in den Augen der bürgerlichen Gesellschaft und ihrer Geschichtsschreibung bis dato schlecht weggekommen. Jetzt ist eine Neuausgabe dieses Essays pünktlich zum 90. Geburtstag auf Deutsch erschienen.

Sendung vom 29.07.2007
Zigaretten (Stock.XCHNG / Martin Luckner)

Familienimperium mit Tabakwaren

Im Ersten Weltkrieg begann der Siegeszug der Zigarette und damit auch der Aufstieg der Familie Reemtsma. Der Historiker Erik Lindner erzählt nicht nur die Geschichte einer Familie, sondern auch der deutschen Zigarettenindustrie und erinnert an die einst bekanntesten unter tausend längst vergessenen Namen kleiner Manufakturen.

Sendung vom 22.07.2007
Claus Schenk Graf von Stauffenberg (AP)

Ein Leben im Zeichen des Widerstandes

Michaela Seuls Darstellung über Heinrich von Trott zu Solz ist nur bedingt ein Buch über den deutschen Widerstand, das einem vergessenen Helden späte Öffentlichkeit verschaffen will. Die Autorin zeichnet auf engagierte Weise Heinrichs Suche nach dem eigenen Lebensweg nach, der keineswegs frei von Irrtümern und Fehlern verlaufen ist. Dabei lässt sie den Leser am Prozess der Befragung des heute 90-Jährigen Anteil haben.

Sendung vom 15.07.2007
Festspielhaus in Bayreuth (Deutschlandradio)

Verwalterin des Wagnerschen Erbes

Nach dem Tod von Richard Wagner führte seine Frau Cosima das Festspielhaus von Bayreuth. In "Herrin des Hügels" zeichnet Oliver Hilmes das Wirken dieser mächtigen Frau nach und zeigt, dass ohne sie die Bayreuther Festsspiele heute anders aussähen.

Sendung vom 01.07.2007
Kindersoldat (AP)

Vom Spielplatz an die Front

Trotz internationalen Engagements herrscht in vielen Ländern Afrikas Krieg. Mittendrin: zahllose Kinder und Jugendliche, die sich an den blutigen Raubzügen beteiligen. Auch Ishmael Beah war Kindersoldat. In seinem Buch "Rückkehr ins Leben" berichtet er davon, wie die kriegerische Gewalt ein Teil seines Alltags wurde.

Sendung vom 24.06.2007
Die im Jahr 2004 durch einen Brand zerstörte Anna-Amalia-Bibliothek (AP)

Die Schöpferin des Musenhofs von Weimar

Ohne sie gäbe es die Weimarer Klassik nicht: Anna Amalia, die fast zwanzig Jahre lang das kleine Herzogtum Weimar-Eisenach regierte, schuf die Voraussetzungen dafür, dass in der Stadt im Herzen Thüringens das entstand, was später als Musenhof bezeichnet wurde. Annette Seeman hat nun eine lesenswerte Biografie der Herzogin vorgelegt.

Sendung vom 17.06.2007
Barack Obama (AP)

Die Sicht einer neuen US-Politiker-Generation

Der Demokrat Barack Obama will Präsident der USA werden. Mit seinem Buch "Hoffnung wagen" meldet sich ein Vertreter der Politiker-Generation zu Wort, die nicht mehr durch den Kalten Krieg geprägt wurde. In Obamas Weltbild steht nicht mehr Europa im Mittelpunkt.

Sendung vom 10.06.2007
Die zwei Seiten von Buenos Aires: Slums und moderne Hochhäuser (AP Archiv)

Urbanes Elend

Als Folge der Globalisierung werden nach Einschätzung von Mike Davis immer mehr Megacitys entstehen. Doch nicht Glas- und Stahlbetonfassaden werden die Gesichter dieser Städte prägen, sondern die Elendsquartiere derer, die in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft aus den ländlichen Gebieten geflohen sind. Mit "Planet der Slums" legt Davis einen erschreckenden Lagebericht vor.

Sendung vom 03.06.2007
Auspuffabgase eines PKW (AP)

Rezepte gegen den Klimawandel

Ist die Klimakatastrophe noch abzuwenden? - Eindeutig: Ja. Das zumindest sagen Toralf Staud und Nick Reimer in ihrem Buch "Wir Klimaretter". Sie geben praktische Tipps für ein umweltschonendes Verhalten, ohne Abstriche bei der Lebensqualität machen zu müssen.

Sendung vom 28.05.2007
Am 10.11.1989 tanzen Menschen auf der Mauer vor dem Brandenburger Tor (AP)

Ostdeutscher Generationsbruch

In "Geteilte Träume" beschreibt Robert Ide die unterschiedlichen Erfahrungen zweier Generationen mit der Wende und der gesamtdeutschen Zeit. Er vergleicht seine Entwicklung mit der seiner Eltern und resümiert das Auseinanderdriften zweier Erfahrungswelten.

Sendung vom 27.05.2007
Leerer Kinderspielplatz (Stock.XCHNG / Rene Cerney)

Gegen demografische Schwarzmalerei

Während Politiker angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland in Panik geraten, bezeichnet der Soziologe Karl Otto Hondrich die niedrige Geburtenrate als Glücksfall. In "Weniger sind mehr" widerlegt er die gängigen Thesen und sieht gerade im Bevölkerungsrückgang wachsende Chancen.

Sendung vom 20.05.2007
Kinder im KZ Auschwitz (AP)

Verfolgte "Mischlinge"

Während der Nazi-Zeit waren auch so genannte Mischlinge einer permanenten rassistischen Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Doch ihr Schicksal blieb der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. In "Im Schatten des Holocaust" berichtet der amerikanische Historiker James F. Tent über zahlreiche Einzelschicksale und über den neusten Stand der Forschung auf diesem Gebiet.

Sendung vom 13.05.2007
Der hessische Ministerpräsident Roland Koch  vor Journalisten in Berlin (AP)

Politisches Tagebuch mit Thrillerformat

Der Fernsehjournalist Gerhard Hofmann hat in einer wahren Fleißarbeit die täglichen Szenarien des Niedergangs der Regierung Schröder-Fischer nach dem desaströsen Wahlergebnis für Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai 2005 bis zur Bundestagswahl im September desselben Jahres aufgezeichnet.

Sendung vom 06.05.2007
Blick auf Baracken im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, Polen (AP)

Das Dritte Reich und der Nahe Osten

Das Buch "Halbmond und Hakenkreuz" von Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers widerlegt die unter Historikern populäre These, das Dritte Reich habe im Nahen Osten keine Interessen verfolgt. In Form eines Indizien-Puzzles schildern die Autoren, wie der Nationalsozialismus den Judenhass der arabischen Welt für seine Zwecke genutzt hat.

Sendung vom 01.05.2007
Der Erfolg technischer Innovationen hängt von vielen Faktoren ab. (AP)

Warum manche Maschinen versagten

Der Historiker Reinhold Bauer erklärt in seinem Buch "Gescheiterte Innovationen", warum manche technologische Erneuerung sich nicht durchsetzte. Spannend und mit vielen Details gespickt schildert er den Kampf technischer Systeme wie einen Wirtschaftskrimi.

Sendung vom 29.04.2007
Hartmut Kaelble: Sozialgeschichte Europas (C.H.Beck)

Europäischer Trend zur Angleichung

Europa ist bunt und vielfältig. Dennoch: Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Fall des Eisernen Vorhanges verschwinden die nationalen Charakteristika immer mehr. Hartmut Kaelble belegt in seiner "Sozialgeschichte Europas", dass sich die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebensformen immer stärker annähern.

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Im Rahmen der Wochenendreform im Oktober 2007 wurde die Sendung Buchtipp eingestellt. Das neue Magazin Lesart informiert Sie über wichtige Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.

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