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Montag, 18.12.2017
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 18. November 2017

Bremer Literaturpreis für Thomas Lehr

Jury lobt sprachlichen Wagemut des Autors

Der Schriftsteller Thomas Lehr erhält den mit 25 000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2018. Der Autor wird für seinen Roman "Schlafende Sonne" ausgezeichnet. Lehr erhelle seine Figuren mit "großer erzählerischer Kraft und sprachlichem Wagemut" und begleite sie durch die Katastrophenlandschaften des zwanzigsten Jahrhunderts, teilte die Jury zur Begründung mit. Der Preis wird von der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung des Bremer Senats vergeben. Den in diesem Rahmen verliehenen mit 6000 Euro dotierten Förderpreis der Öffentlichen Versicherung Bremen erhält die 1984 in Salzburg geborene Laura Freudenthaler für ihren Debüt-Roman "Die Königin schweigt". Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten Literaturpreise der Bundesrepublik und wurde erstmals 1954 vergeben.

Tunesischer Designer Azzedine Alaïa gestorben

Er schuf einst Kleider für Naomi Campbell und Michelle Obama

Der Modedesigner Azzedine Alaïa ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Der französische Haute-Couture-Verband gab den Tod des in Tunesien geborenen und in Frankreich lebenden Modeschöpfers bekannt, ohne Details zu nennen. Aus der ganzen Welt wurde Alaïas auf Twitter Anerkennung für seinen Einfluss auf die Welt der Mode ausgesprochen. Alaïas eng anliegende Kleider waren ein Markenzeichen der 1980er Jahre. Berühmte Frauen in Hollywood und im Weißen Haus trugen seine Kleidung. Ein bevorzugtes Model war Naomi Campbell. Michelle Obama trug Alaïas Kreationen als First Lady der USA.

"Tatort"-Kameramann Justus Pankau gestorben

Pankau war u.a. Kameramann bei "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo".

Der Kameramann Justus Pankau ist tot. Er starb in Ludwigsburg im Alter von 93 Jahren, wie der Südwestrundfunk in Stuttgart mitteilte. Pankau arbeitete unter anderem für den früheren Süddeutschen Rundfunk (SDR) und drehte zahlreiche Dokumentationen sowie Spiel- und Fernsehfilme. Auch für die ARD-Krimireihe "Tatort" war er aktiv, von 1972 bis 2001 stand er hierfür hinter der Kamera. Mit Filmproduzent Bernd Eichinger drehte er 1981 den Spielfilm "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Pankau wurde unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis, dem Grimme-Preis und der Goldenen Leinwand ausgezeichnet.

AC/DC-Mitgründer Malcolm Young gestorben

Er wurde 64 Jahre alt

Der AC/DC-Musiker Malcolm Young ist tot. Das teilte die Band auf ihrer Webseite mit. Der gebürtige Schotte war neben seinem Bruder Angus einer der Gründer der legendären australischen Rockgruppe. Malcolm Young litt bereits seit mehreren Jahren an einer Demenzkrankheit und konnte nicht mehr in der Band mitspielen. "Als sein Bruder ist es schwer für mich, in Worten auszudrücken, was er für mich bedeutet hat in meinem Leben. Die Verbindung zwischen uns war einzigartig und ganz besonders", hieß es auf der AC/DC-Webseite. Malcolm sei als Gitarrist, Songschreiber und Visionär ein Perfektionist und einzigartiger Mann gewesen. Erst vor wenigen Wochen war der ältere Bruder der beiden AC/DC-Gründer, George Young, der als Mentor der Band galt, gestorben.

Bauhaus-Schule Bernau Unesco-Welterbe

Schule wurde unter Leitung des Bauhausdirektors Hannes Meyer gebaut

Die ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Bernau ist offiziell ins Unesco-Welterbe aufgenommen worden. Ein Vertreter des Auswärtigen Amtes habe auf einem Festakt in der Kleinstadt bei Berlin die entsprechende Urkunde überreicht, teilte das Brandenburger Kultusministerium mit. Damit ist das Areal Teil des Welterbes Bauhaus. Die Schule werde bei den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestags der Gründung des Bauhauses in zwei Jahren ein zentraler Ort sein. Das Welterbekomitee der Unesco hatte im Juli entschieden, die Bauhaus-Welterbestätte um die ehemalige ADGB-Bundesschule in Bernau und die Laubenganghäuser in Dessau-Törten (Sachsen-Anhalt) zu erweitern. Beide Gebäudekomplexe wurden Ende der 1920er Jahre unter der Leitung des Bauhausdirektors Hannes Meyer gebaut.

Zwei kambodschanische Journalisten festgenommen

Ihnen wird Spionage vorgeworfen

Zwei für den von den USA finanzierten Sender Radio Free Asia tätige kambodschanische Journalisten sind der Spionage beschuldigt worden. Uon Chhin und Yeang Socheameta seien am Dienstag festgenommen worden, teilte das Amtsgericht in Phnom Penh mit. Die Regierung des kambodschanischen Ministerpräsidenten Hun Sen und seine Verbündeten in der Justiz gehen seit einigen Monaten hart gegen Kritiker vor. Mehr als ein Dutzend Radiosender wurden geschlossen, am Donnerstag wurde die wichtigste Oppositionspartei aufgelöst. Das Büro von Radio Free Asia in Phnom Penh schloss im September nach zwanzigjährigem Betrieb. Die Einschüchterung der Medien durch die Regierung habe ein "beispielloses Ausmaß" erreicht, teilte es mit. Im September musste auch die unabhängige englischsprachige Zeitung "The Cambodia Daily" aufhören. Ihr wird vorgeworfen, eine große Steuerrechnung nicht gezahlt zu haben. Die Zeitung sagte, der Vorwurf sei politisch motiviert.

Steinmeier nennt Yücels U-Haft in Türkei "Skandal"

Staatsoberhaupt hofft auf Deeskalation im deutsch-türkischen Verhältnis

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich empört über die lange Untersuchungshaft des "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel und die Inhaftierung anderer Journalisten in der Türkei geäußert. "Die Tatsache, dass Deniz Yücel seit fast 300 Tagen ohne Anklage in Haft sitzt, ist ein Skandal. Dass so viele andere Journalisten im Gefängnis sind, deren Namen nicht täglich in den Medien aufscheinen, auch", sagte Steinmeier der "Welt am Sonntag". Zugleich verwies das Staatsoberhaupt darauf, dass die Türkei den deutschen Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner vor gut drei Wochen aus der Haft entlassen hatte. "Und ich hoffe, dass es nach den Wochen und Monaten der Eskalation im deutsch-türkischen Verhältnis eine Chance gibt, eine Trendwende herbeizuführen, um so auch anderen in Haft helfen zu können", sagte Steinmeier.

Zukunftsforscher fordert "digitale Diät"

Jugendliche sollten öfter "offline" sein

Angesichts der wachsenden Macht von sozialen Netzwerken fordert der Hamburger Zukunftsforscher Horst Opaschowski eine "digitale Diät" für Jugendliche. Sie sollten öfter offline sein, zeitweilig aus dem Erreichbarkeits- und Beschleunigungswahn aussteigen und stattdessen echte Freundschaften pflegen, meinte der Erziehungswissenschaftler. "Wir müssen beginnen, die Zeit der Menschen genauso konsequent zu beschützen wie ihre Privatsphäre." Anlass für den Appell sind die selbstkritischen Bemerkungen des ehemaligen Facebook-Präsidenten und Erfinders der Musik-Tauschbörse Napster, Sean Parker. Der Milliardär hatte kürzlich auf einer Veranstaltung der US-Nachrichtenwebsite Axios in Philadelphia erklärt, am Anfang aller sozialen Netzwerke habe die Frage gestanden, wie man möglichst viel Zeit der Nutzer beanspruchen könne. Die User sollten in einen Kreislauf der sozialen Bestätigung geraten, aus dem es kaum ein Entrinnen gebe.

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