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Breitband | Beitrag vom 21.04.2018

Breitband SendungsüberblickSind die Datenkraken satt?

Moderation: Vera Linß und Marcus Richter

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Kabel  (imago/Science Photo Library)
Datenkabel (imago/Science Photo Library)

Daten sind das neue Öl. Mit diesem Satz wurde die Phrasenkasse der letzten Jahre gefüllt. Evgeny Morozov sagt, das stimmt so gar nicht. Daten werden in Zukunft nicht mehr in dem Maße gebraucht. Außerdem: "Sandra" von Gimlet Media und das YouTube-Face.

*Das neue Öl ist KI

in einem Artikel für den britischen Guardian hat der Netztheoretiker Evgeny Morozov das Zeitalter des "Datenextravismus" für beendet erklärt. Denn die große Sammelwut hat ihr Ziel erreicht: Die Entwicklung von Künstlichen Intelligenzen. Würden diese erst einmal funktionieren, so würden sie nicht ständig neue Daten brauchen. Doch damit verändern sich auch die Geschäftsmodelle der großen Tech-Giganten. Werden wir in Zukunft also anstatt Daten gegen freie Dienste zu tauschen,  Geld für Suchmaschinen und Videodienste zahlen müssen? Wir haben mit Evgeny Morozov gesprochen und uns seine Thesen erklären lassen.

*Der Audio-Hype wird verschlafen

Christian Jakubetz ist bekannt für seine Analysen und steilen Thesen zum Journalismus in Deutschland. In einem Blog-Artikel äußerte er sich nun enttäuscht, wie die deutschen Verlage - vor allem lokale und regionale Anbieter - mit dem Hype um Podcast und Smart-Speakern umgehen: Hier werde wieder ein Trend verschlafen. Doch ist das der Fall? Und ist Audio wirklich der neue Heilsbringer? Darüber sprechen wir mit unserem Kollegen und Podcast-Experten Sandro Schroeder.

*Podcasts jetzt auch fiktiv

Bisher waren Podcasts vor allem nicht-fiktive Formate, die als Gesprächsformat oder reportagig gearbeitet haben. Doch eine der originären Kunstformen des Radios, der auditiven Vermittlung einer Geschichte, ist das Hörspiel. Vor allem in Europa hat es fast ein Jahrhundert lang einen kulturell hochgeschätzen Stellenwert gehabt - wenn dieser in den letzten Jahrzehnten in der breiten Masse abgenommen hat. Doch jetzt startet in den USA ein fiktives Format und das von einem der größten und erfolgreichsten Podcast-Studios, Gimlet-Media. Übernimmt der Podcast jetzt auch das Hörspiel? Und warum kommt dies aus Amerika, wo das sogenannte "radio drama" weder den gleichen Stellenwert noch eine so lange Tradition hat wie in Europa? Christian Alt berichtet.

*Grimassen, die auf Grimassen schauen

Es ist so offensichtlich, dass man es kaum noch sieht: Fast jedes YouTube-Video zeigt im Teaserbild einen Menschen, der sein Gesicht völlig übertrieben und unnatürlich verzieht. Dieses YouTube-Gesicht führt zu immer abstruseren Formaten. Denn mittlerweile gibt es Videos, wo Menschen auf Menschen reagieren, die auf Menschen reagieren, die völlig übertrieben auf etwas reagieren. Und in diesem Satz gibt es keine nicht gewollte Wiederholung! Matthias Finger hat sich das Phänomen und die Grimassen angeschaut.

*Medien und Meinungen

Die Meldungen der Woche bringt uns diese Woche Tim Wiese. Unter anderem beschäftigt er sich mit den mutmaßlichen russischen Hacker-Angriffen auf Router, das Urteil zu Adblockern des Bundesgerichtshofs und den nun beigelegten jahrelangen Streit zwischen Microsoft und der US-Regierung, in dessen Mittelpunkt ein europäisches Mailfach stand.

Netzmusik-Playlist

Das Team

Moderation: Vera Linß und Marcus Richter
Redaktion: Jana Wuttke und Jochen Dreier
Netzmusik: Roland Graffé
Webredaktion: Jochen Dreier

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