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Neonlicht / Archiv | Beitrag vom 20.04.2014

Bottom up – top downBauen, essen, lieben

Die Neonlicht-Themen in dieser Woche

Moderation: Tanja Runow

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Blick auf die Erasmusbrücke in Rotterdam (dpa / Marco De Swart)
Blick auf die Erasmusbrücke in Rotterdam (dpa / Marco De Swart)

Die New York Times pusht Rotterdam zur angesagten Metropole, ein Gastro-Manager soll Helsinki zum Gourmet-Mekka machen, ein holländischer Architekt baut mit Slumbewohnern schicke Möbel. Und am Ende geht es um Liebe per Knopfdruck.

Von Kerstin Schweighöfer

Rotterdam gilt eigentlich schon seit Ende des 2. Weltkriegs als die Stadt, in der Architekten sich so richtig austoben können. Ihr schlechtes Image hat die Hafenmetropole dadurch nicht abschütteln können. Doch jetzt hat die New York Times Rotterdam zu einer der zehn wichtigsten Städte der Welt gekürt, die man 2014 besuchen sollte. Vor allem auch, weil in diesem Jahr wieder ein paar architektonische Highlights fertiggestellt werden, meint unsere Reporterin. Zum einen die Markthalle von MVRDV und die "Vertikale Stadt" von Rem Koolhaas.

Von Leonie March

Vor fünf Jahren kam der holländische Architekt Ab Oosterwaal als Rucksacktourist nach Maputo. Die mosambikanische Hauptstadt zog ihn mit ihren verfallenden Betonbauten der 60er- und 70er-Jahre sofort in ihren Bann. Ab Oosterwaal blieb und baute ein Business auf, das Designideen seiner Heimat mit der Ornamentik seiner Wahlheimat verquickt: Zusammen mit Schreinern aus dem örtlichen Slum baut er Holzmöbel aus alten Paletten, denen man die Spuren der Vergangenheit ansieht.

Von Maria Wiesner

Als Welt-Designhauptstadt feierte Helsinki vor zwei Jahren sich selbst und alles, was mit finnischer Gestaltung zu tun hat. Jetzt ist die Stadt auf dem besten Wege, Gastro-Hauptstadt, zumindest Finnlands, zu werden. Dazu leistet sie sich einen eigenen Foodmanager, der die Gastro-Szene auf ein internationales Niveau pusht. Die ehemaligen Schlachthöfe der Stadt sind auf dem besten Wege, sich zum finnischen Meatpacking District zu entwickeln. Schade nur, dass das einem alles irgendwie bereits bekannt vorkommt...

Von Gerd Brendel

Dating-Apps sind weiß Gott nichts Neues. Eine App wie das vor kurzem auf den Markt gekommene „Tinder" aber tritt beim Kennenlernen nochmal kräftig aufs Gaspedal. Sie erlaubt es quasi, den Tischnachbarn in der Kneipe zu kontaktieren, ohne dass es zu peinlichen Situationen kommen muss. Die Entscheidung wird per Wisch auf dem Touchscreen des Smartphones getroffen.

 

Neonlicht

MetropolenphänomeneWeitermachen
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