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Sonntag, 24.06.2018
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 3. Januar 2018

Blinden-Bücherei will Anpassung des Urheberrechts

Internationaler Bücheraustausch soll leichter werden

Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde fordert einen erleichterten Austausch von Büchern in Blindenschrift über Landesgrenzen hinweg. Nachdem die Europäische Union 2017 die Voraussetzungen für eine entsprechende Anpassung des Urheberrechts geschaffen habe, müsse nun der deutsche Gesetzgeber tätig werden, erklärte die Zentralbücherei in Leipzig. Vom neuen EU-Recht würden vor allem Länder profitieren, in deren Landessprachen es bislang keine oder kaum Werke in sogenannter Braille-Schrift gibt. Blinde in Deutschland könnten wiederum Bücher auf Englisch oder Spanisch ausleihen. Das Blindenschrift-System wurde 1825 von dem Franzosen Louis Braille (1809-1852) entwickelt. An seinem Geburtstag am 4. Januar wird der Welt-Braille-Tag begangen.

Blanchett wird Jury-Präsidentin in Cannes

Oscar-Preisträgerin ist zwölfte Frau an der Spitze des Gremiums

Die australische Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett leitet in diesem Jahr die Jury der Filmfestspiele in Cannes. Dies teilten die Organisatoren am Morgen mit. Blanchett ist die zwölfte Frau an der Spitze der Jury. Die Festspiele beginnen am 8. Mai. Blanchet gilt als eine der führenden Darstellerinnen Hollywoods. Sie wurde mit über 70 internationalen Film- und Festivalpreisen geehrt, unter anderem mit zwei Oscars.

Wedel widerspricht Vorwürfen

Star-Regisseur bestreitet in eidesstattlicher Versicherung sexuelle Übergriffe

Der Regisseur Dieter Wedel hat Aussagen von Frauen widersprochen, die ihm gewalttätige und sexuelle Übergriffe in den 1990er Jahren vorwerfen. In einem Bericht des «Zeit-Magazins» kommen teils namentlich genannte Schauspielerinnen zu Wort, die schwere Anschuldigungen erheben, bis hin zum erzwungenen Sex. Wedel habe vor Erscheinen des Berichts eine umfassende eidesstattliche Erklärung zu den schweren Anschuldigungen abgegeben, teilte sein Anwalt mit. Darin versichere er, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe unzutreffend und nicht gerechtfertigt sind. Er habe zu keinem Zeitpunkt diesen oder anderen Frauen in irgendeiner Form Gewalt angetan, heißt es in der Stellungnahme, die der Deutschen Presseagentur vorliegt.

Das meistverkaufte Buch 2017: "Die Geschichte der Bienen"

Maja Lundes Roman überholt Dan Browns "Origin" auf der Bestsellerliste

Der Roman "Die Geschichte der Bienen" ist mit 350.000 Exemplaren das meistverkaufte Buch des Jahres 2017. Das geht aus der Rangliste vom "Börsenblatt des Deutschen Buchhandels" hervor. Mit ihrem Erstlingswerk für erwachsene Leser ist Maja Lunde damit ein Überraschungserfolg gelungen. Die aus Oslo stammende Autorin schreibt ansonsten Kinder- und Jugendbücher. Allerdings setzte sich Maja Lunde nur knapp gegen Star-Autor Dan Brown durch. Sein Krimi "Origin" belegt Platz 2 der Bestsellerliste – und das obwohl er erst im Oktober veröffentlicht wurde. Den dritten Platz belegt John Strelecky mit "Das Cafe am Rande der Welt". Das Buch wurde bereits 2007 veröffentlicht und taucht seitdem regelmäßig in den Bestsellerlisten auf. Mittlerweile wurden über 1,2 Millionen Bücher verkauft.

"Fack ju Göhte 3" erfolgreichster Kino-Film 2017

Fast sechs Millionen Menschen sahen Schulkomödie

"Fack ju Göhte 3" ist der mit weitem Abstand erfolgreichste Kinofilm des vergangenen Jahres in Deutschland. Wie Media Control mitteilte, sahen 5,975 Millionen Zuschauer den letzten Teil der Filmtrilogie, der Ende Oktober in die Kinos kam. Auf dem zweiten Platz folgt mit 4,63 Millionen Zuschauern die Animationskomödie "Ich - Einfach unverbesserlich 3". Der dritte Teil der Filmreihe um den Schurken Gru und die Minions lief im Juli an. Erst Mitte Dezember kam "Star Wars: Die letzten Jedi" in die Kinos - doch zweieinhalb Wochen reichten Luke Skywalker & Co. für 4,39 Millionen Besucher und Platz drei.

Ägyptische Popsängerin wegen Videos in Haft

Musikclip wird als unmoralisch und sexuell anstößig betrachtet

Die ägyptische Sängerin Laila Amir muss in ihrer Heimat eine viertägige Untersuchungshaft antreten. Wie die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram meldete, werden ihr Anstiftung zur Unmoral und sexuelle Anspielungen in dem Musik-Clip "Boss Ommak" ("Schau deine Mutter an") vorgeworfen. Das Video war im Dezember veröffentlicht worden und hatte in einigen ägyptischen Medien Empörung ausgelöst. In dem Clip tanzt die Sängerin in einigen Szenen knapp bekleidet, während ihr ein Mann zuschaut. Der Titel reimt sich zudem auf eine in Ägypten bekannte Beleidigung. Im Dezember hatte ein ägyptisches Gericht bereits die 25 Jahre alte Sängerin Shyma wegen Anstachelung zu unsittlichem Verhalten zu zwei Jahren Haft verurteilt. Ein Berufungsgericht verringerte die Strafe auf ein Jahr.

Börsenblatt veröffentlicht Bücher-Bestseller-Liste

"Die Geschichte der Bienen" ist meistverkauftes Buch des Jahres

Der Roman "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde ist das "meistverkaufte Buch des Jahres". Das geht aus der Rangliste von Media Control für das "Börsenblatt des Deutschen Buchhandels" hervor. Dabei setzt sich die aus Oslo stammende Autorin knapp gegen Star-Autor Dan Brown durch. Sein erst im Oktober veröffentlichter Krimi "Origin" liegt nur drei Prozentpunkte hinter dem Spitzenreiter. Auf den dritten Platz kommt "Das Cafe am Rande der Welt" von John Strelecky. Der bereits 2007 erschienene Longseller ist auch erfolgreichster (Lebens-)Ratgeber des Jahres. Erfolgreichster deutscher Autor 2017 ist Sebastian Fitzek: Sein Thriller "AchtNacht" liegt auf dem vierten Platz.

Mormonen-Präsident Monson gestorben

Kirchen-Oberhaupt wurde 90 Jahrte alt

Der Präsident der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage", Thomas S. Monson, ist am Dienstagabend (Ortszeit) im Alter von 90 Jahren in Salt Lake City gestorben. Das teilte die Glaubensgemeinschaft der Mormonen mit. Monson hatte das Amt seit 2008 inne. Die offizielle Benennung eines Nachfolgers sei nicht vor der Beisetzung zu erwarten, hieß es. Weltweit bekennen sich mehr als 16 Millionen Menschen zu den Mormonen; die größte Gemeinschaft lebt in den USA. In Deutschland sind es rund 40.000 Menschen. Die Mitglieder sind für eine intensive Missionstätigkeit bekannt, die vor allem junge Alleinstehende zwischen 18 und 25 Jahren sowie Rentnerehepaare übernehmen. Die Mormonen sind straff hierarchisch organisiert. Den ökumenischen Dialog mit anderen Kirchen lehnen sie strikt ab.

Autorenvertretung verklagt Spotify auf Nachzahlung

Musikstreaminganbieter soll Tantiemen von 1,3 Milliarden Euro schuldig sein

Der weltgrößte Musikstreaming-Anbieter Spotify sieht sich mit einer Milliarden-Klage wegen mutmaßlich ausstehender Tantiemen konfrontiert. Wie die BBC berichtete, verlangt die auf Autoren- und Künstlerrechte spezialisierte US-Gesellschaft Wixen Music mindestens 1,6 Milliarden US-Dollar (1,3 Mrd. Euro) für insgesamt mehr als 10 000 Lieder. Wixen Music verwaltet den Angaben zufolge die Rechte unter anderen von Janis Joplin, Tom Petty und Neil Young. Spotify wolle sich zu der Klage nicht äußern, hieß es in dem Bericht.

Vorchristliches Tonsiegel an Klagemauer gefunden

Zeitdokument des ersten jüdischen Tempels in Jerusalem

Israelische Forscher haben bei Ausgrabungen an der Klagemauer in Jerusalem ein etwa 2700 Jahre altes Tonsiegel gefunden. Auf dem münzgroßen Tonstück stehe auf antikem Hebräisch die Prägung "Dem Gouverneur der Stadt", teilte die israelische Altertumsbehörde mit. Es handele sich um eine "einzigartige und wichtige Entdeckung". Das Fundstück stamme aus der Zeit des ersten jüdischen Tempels. Er wurde vor rund 3000 Jahren gebaut und im Jahr 586 vor Christus von den Babyloniern zerstört. Nach Angaben der Forscher belegt der Fund die Aussage der Bibel, dass es damals einen Gouverneur in Jerusalem gab.

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