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Dienstag, 21.11.2017

Kulturnachrichten

Donnerstag, 22. Juni 2017

Bester Vorleser Deutschlands gekürt

Am Wettbewerb des Buchhandels beteiligten sich 570.000 Teilnehmer

Der 12.jährige Jarik Foth aus Schleswig Holstein setzte sich im Bundesfinale des 58. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels gegen 15 Landessieger durch. Insgesamt hatten sich rund 570.000 Teilnehmer aus 7.000 Schulen beteiligt. Der Gewinner las einen Drei-Minuten-Auszug aus „Stumme Helden lügen nicht von Simon Packham. Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, überreichte gemeinsam mit der Jury die Urkunden an die 16 Finalisten. „Mit ihren Auftritten haben uns die Kandidatinnen und Kandidaten heute alle mitgerissen. Wer so selbstbewusst vorliest und sich für Bücher begeistert, hat schon gewonnen. Lesen ist Ausdauertraining fürs Köpfchen, das Vorlesen vor Anderen stärkt das Auftreten und das Selbstbewusstsein. Das möchten wir mit dem Vorlesewettbewerb bei Schülerinnen und Schülern fördern", sagte Riethmüller. Der Vorlesewettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Intendant Wedel wirft Paulus Manker raus

Paukenschlag vor Festspielpremiere

Einen Tag vor Eröffnung des renommierten Freilicht-Theaterfestivals in Bad Hersfeld hat sich Intendant und Star-Regisseur Dieter Wedel von Paulus Manker getrennt. Der Burgschauspieler hätte als einer von vier Akteuren eine Seite des Martin Luther verkörpern sollen. Nach einer Probe zum Stück „Martin Luther – der Anschlag sei es zu einem „irreparablen Zerwürfnis mit dem Intendanten gekommen, berichtete die Festspielleitung.

Felix Krämer wird Generaldirektor des Kunstpalasts

Monatelange Suche für Direktorenposten am Düsseldorfer Kunstpalast beendet

Der 1971 geborene deutsch-britische Kunsthistoriker Felix Krämer war bisher Sammlungsleiter für die Kunst der Moderne am Frankfurter Städel Museum, im Herbst geht er nach Düsseldorf. Er folgt auf den Schweizer Beat Wismer, der den renommierten Kunstpalast rund zehn Jahre leitete und im September ausscheidet. Felix Krämer, freute sich bei seiner Vorstellung auf die großartige Herausforderung. "Wie kaum ein anderes Haus bietet das Museum
Kunstpalast mit seiner vielseitigen Sammlung spannende Möglichkeiten,
Kunst- und Kulturgeschichte neu zu entdecken", kündigte er an. Krämer hat am Städel erfolgreiche Ausstellungen etwa zum Impressionismus, zur schwarzen Romantik und zu Expressionisten wie Ernst Ludwig Kirchner oder Emil Nolde kuratiert.

Sänger Gunter Gabriel gestorben

Der Schlager- und Countrysänger Gunter Gabriel wurde 75 Jahre alt

Wie seine Agentur am Nachmittag mitteilte starb Gabriel infolge eines Sturzes. „So oft ist er vom Leben kräftig durchgeschüttelt worden und es hat ihm nichts anhaben können – nun war es eine simple Steintreppe, die den Countrystar und Songwriter Gunter Gabriel am Abend vor seinem 75. Geburtstag ins Straucheln brachte“, heißt es in einer Mitteilung. Auf einen diagnostizierten dreifachen Bruch des ersten Halswirbels seien in den vergangenen Tagen drei Operationen in einem Hannoveraner Krankenhaus gefolgt. Heute Nachmittag sei er den Verletzungen erlegen. Gabriels bekanntester Hit war "Hey Boss, ich brauch' mehr Geld". Dazu kamen mehrere Hits und auch Produktionen für andere Künstler. Für Schlagzeilen sorgte er immer wieder auch durch private und finanzielle Probleme.

Ulf Schirmer bis 2022 Intendant der Oper Leipzig

Ratsversammlung entschied sich einstimmig für 5 weitere Jahre

Der Intendant der Oper Leipzig Ulf Schirmer bleibt bis 2022 Chef des Hauses. Er sei auf der Ratsversammlung einstimmig für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden, teilte die Stadt mit. Ein Hauptverdienst Schirmers sei die Pflege des Werkes Richard Wagners in der Geburtsstadt des Komponisten. So sei nach vierzigjähriger Abstinenz der "Ring des Nibelungen" im April 2016 vollendet worden. Schirmer (Jahrgang 1959) ist seit 2011 Intendant der Oper Leipzig. Im Jahr 2016 haben 189 300 Gäste die Leipziger Oper besucht, so die Stadt. Dieses Ergebnis sei seit 15 Jahren nicht erreicht worden.

Hitlers Geburtshaus soll in Staatsbesitz

Haus in Braunau am Inn Pilgerstätte für Neonazis aus ganz Europa

Österreichs höchstes Gericht prüft, ob die Besitzerin von Hitlers Geburtshaus enteignet werden durfte. Es geht um ein denkmalgeschützes Haus aus dem 17. Jahrhundert in der Salzburger Vorstadt, Braunau am Inn. Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat am Donnerstag darüber verhandelt, ob die Enteignung der Hausbesitzerin rechtens war. Am 20. April 1889 war Adolf Hitler in dem Haus geboren worden. Das Gebäude ist immer wieder Ziel für die Neonazi-Szene aus ganz Europa. 2016 setzte das Innenministerium eine Experten-Kommission ein, die über eine angemessene Nutzung und Neugestaltung befinden sollte. Die Fachleute waren gegen Abriss und Museum, sondern für die künftige Umgestaltung des Areals ohne Wiedererkennungswert. Der VfGH könnte mit seiner Entscheidung, die in wenigen Wochen erwartet wird, erneut für Aufsehen sorgen. Sollte er das Gesetz zur Enteignung der Liegenschaft in Braunau vom Dezember für verfassungswidrig erklären, wäre das ein herber Rückschlag für das federführende Innenministerium.

Rebecca Horn erhält Wilhelm-Lehmbruck-Preis

Zusätzlich eine Ausstellung der Künstlerin im Lehmbruck-Museum Duisburg geplant

Sie habe die Skulptur des 20. und 21.Jahrhunderts maßgelich geprägt, dafür wird die Bildhauerin, Autorin und Filmemacherin Rebecca Horn mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg ausgezeichnet. Die Jury würdigte Horn "als eine der eigenwilligsten, innovativsten und experimentierfreudigsten Künstlerinnen Deutschlands", deren Werk internationale Anerkennung genieße. Der Wilhelm-Lehmbruck-Preis gilt als eine der international renommiertesten Auszeichnungen für Bildhauerinnen und Bildhauer und ist mit 10.000 Euro dotiert. Nach einer Unterbrechung von zehn Jahren wird er jetzt erstmals wieder vergeben. Im Zusammenhang mit der Preisvergabe ist auch eine Ausstellung im Lehmbruck-Museum geplant.

6 Millionen Euro für 44 Denkmalschutzobjekte

Kulturstaatsministerein betont den Wert des Kulturerbes für Identitätssuche

44 Denkmalschutzprojekte sollen mit insgesamt sechs Millionen Euro gefördert werden, gab Kulturstaatsministerin Monika Grütters bekannt. Darunter Unesco-Weltkulturerbestätten in Goslar, Berlin, Leipzig und Halle. Das Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" des Bundes unterstützt seit 1950 den Erhalt und die Restaurierung gesamtstaatlich bedeutender Baudenkmäler. Bis 2016 wurden laut Ministerium deutschlandweit 650 Kulturdenkmäler mit insgesamt rund 365 Millionen erhalten. Monika Grütters liegt die Bewahrung des "einzigartigen kulturellen Erbes" am Herzen, da im kulturellen Fundament Identität und gemeinsame Werte wurzelten. Grütters verwies in diesem Zusammenhang auf das Europäische Kulturerbejahr 2018, das unter dem Motto "Sharing Heritage" steht.

Berliner Stadtschloss wird Kuppelkreuz bekommen

Stiftungsrat bestätigt vollständige Rekonstruktion der hirstorischen Außenkuppel

Ob ein Museum auf dem Dach ein Kreuz tragen dürfe oder nicht - darüber wurde in den vergangenen Monaten heftig gestritten. Dieser Streit scheint nun entschieden. Das Humboldt Forum, das in den Nachbau des Berliner Stadtschlosses einziehen soll, werde trotz Kritik von einem Kreuz gekrönt werden. Das bestätigt heute Stiftungssprecher Johannes Wien. Auch das historische Stadtschloss hatte ein Kreuz. "Wir halten an der historischen Rekonstruktion fest und damit auch an dem Kreuz", zitiert die "Morgenpost" den Stiftungssprecher. Die vollständige Rekonstruktion der historischen Außenkuppel "einschließlich Laterne und Kreuz" sei Teil der ursprünglichen Planung und bereits in der 2013 erteilten Baugenehmigung berücksichtigt, heißt es in einer Antwort des Berliner Stadtentwicklungssenats auf eine Anfrage der Grünen im Abgeordnetenhaus.

Universitätsbibliothek Leipzig ist „Bibliothek des Jahres"

Leipziger Uni-Bibliothek engagiert sich für digitale Nutzungswege

Seit Jahren setzt die die Universitätsbibliothek (UB) Leipzig auf digitale Nutzungsmethoden und eine verbesserte Zugänglichkeit offline wie online - dafür soll sie nun mit dem nationalen Bibliothekspreis des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv) ausgezeichnet werden. Die Bibliothek wurde einstimmig von einer Jury gewählt. Dbv-Bundesvorsitzende Barbara Lison würdigte die Anstrengungen der Bibiothek, nachhaltige Projekte zu entwickeln: "Diese Bibliothek wird tatsächlich konsequent und tiefgreifend umgebaut, um den neuen Herausforderungen begegnen zu können, und dient so der Ermutigung anderer". Der Preis wird im Oktober verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert.

Theodor-Wolff-Preis für Deniz Yücel

Auszeichnung als Zeichen für Pressefreiheit

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger hat am Mittwochabend an fünf Journalisten den renommierten Theodor-Wolff-Preis vergeben. Erstmals gab es einen Sonderpreis, den der in der Türkei inhaftierte Korrespondent der Tageszeitung "Die Welt", Deniz Yücel, erhielt. Damit soll nach dem Willen von Jury und Kuratorium "im Geist von Theodor Wolff ein Zeichen für die Pressefreiheit gesetzt werden, die in der Türkei und an vielen anderen Orten der Welt mit Füßen getreten wird". Überreicht wurden die Preise am Mittwochabend in Berlin. Yücel ließ von seinen Anwälten eine Dankesrede verlesen: "Es ist mir eine große Ehre; haben Sie herzlichen Dank für diese Auszeichnung. Für meine Texte habe ich den Theodor-Wolff-Preis nie erhalten, jetzt bekomme ich ihn, indem ich hier bloß dumm rumsitze. Hätte ich das mal früher gewusst...", schrieb Yücel mit dem Hauch von Ironie. Die verlesene Rede wurde mehrfach durch Beifall unterbrochen. Die Auszeichnung in der Kategorie "Lokales" erhielt Anja Reich von der "Berliner Zeitung". In der Sparte "Meinung" ging der Preis an Hans Monath ("Der Tagesspiegel"), in der Kategorie "Reportage" an Marc Neller ("Welt am Sonntag"). Die Auszeichnungen sind mit jeweils 6000 Euro dotiert.

Filmfest München zeigt 180 Filme aus aller Welt

Unter anderem werden Sofia Coppola und Bryan Cranstron erwartet

Mit der romantischen Komödie "Un Beau Soleil Intérieur" wird heute das Münchner Filmfest eröffnet. Viel Prominenz aus Film und Fernsehen wird bei der Gala erwartet, die mit dem neuen Film der französischen Regisseurin Claire Denis beginnt. Danach geht es zur großen Festival-Feier ins Hotel "Bayerischer Hof". Bis zum 1. Juli zeigt das Festival 180 Filme aus aller Welt, darunter 120 Deutschland- und 45 Weltpremieren. Ehrengäste sind in den kommenden Tagen unter anderem die Regisseurin Sofia Coppola und "Breaking Bad"-Schauspieler Bryan Cranston. Der US-Amerikaner wird mit dem Ehrenpreis des Filmfestes, dem CineMerit-Award, geehrt. Dem Filmemacher Reinhard Hauff ist eine Hommage gewidmet mit Filmen wie "Stammheim - Baader-Meinhof vor Gericht" oder "Linie 1".

Mehr als 100 Projekte zum "Tag der Architektur"

Architekten stellen sich und ihre Arbeit vor

"Architektur schafft Lebensqualität" - unter diesem Motto steht in diesem Jahr der bundesweite Tag der Architektur. Allein in Berlin öffnen dazu am Wochenende 125 Büros sowie verschiedene Projekte unter anderem zur Landschafts- und Innenarchitektur. In Führungen und Besuchen können sich Interessierte kostenfrei ein Bild über den Stand der Baukunst verschaffen, wie die Landesarchitektenkammer mitteilte. An 77 Orten führen Architekten durch ihre Projekte. Themenschwerpunkt ist in diesem Jahr der Wohnungsbau. Dazu werden Arztpraxen, Schulen, Bibliotheken und Jugendzentren gezeigt. Auch die Internationale Gartenausstellung (IGA) steht auf dem Programm.

Richter-Zyklus "Birkenau" im Reichstag

"Historische Dimension deutschen Selbstverständnisses"

Im Berliner Reichstag, dem Sitz des Bundestages, soll künftig der beklemmende Bilderzyklus "Birkenau" von Gerhard Richter an die Barbarei des Holocaust erinnern. Das hat der Kunstbeirat des Bundestags beschlossen. Für den vierteiligen monumentalen Zyklus hat Richter Motive aus Fotos verwendet, die im Jahre 1944 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau heimlich aufgenommen wurden. Seit der Neueröffnung des Reichstagsgebäudes 1999 hängt in der westlichen Eingangshalle eine abstrakt schwarz-rot-goldene Farbkomposition des Künstlers. Die vier Werke "Birkenau" sollen nun an der gegenüberliegenden Wand angebracht werden. "So wird in der Halle ein gedanklicher Spannungsbogen aufgebaut und die historische Dimension deutschen Selbstverständnisses zur Anschauung gebracht", hieß es vom Bundestag. Die bisher an der Wand installierten Leuchtkästen des Künstlers Sigmar Polke müssen laut Bundestag restauriert werden. Deshalb sei es notwendig gewesen, eine neue Gestaltung für die Südwand zu finden.

Britische Pop-Stars sammeln Geld für Brand-Opfer

"Bridge Over Troubled Water"

Britische Musiker haben eine Single veröffentlicht, um Geld für die Opfer des Brandes im Londoner Grenfell-Tower zu sammeln. Zu den Künstlern gehören Stormzy, Robbie Williams, The Who, Leona Lewis und James Blunt. Sie haben den Song "Bridge Over Troubled Water" von Simon and Garfunkel gecovert. Außerdem ist ein großer Chor zu hören, der aus Bewohnern des Turmes und aus der Gegend gebildet wurde.

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