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Freitag, 24.11.2017

Kulturpresseschau | Beitrag vom 11.09.2017

Aus den FeuilletonsToller Tanztag auf dem Tempelhofer Feld

Von Paul Stänner

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Chris Dercon, der Intendant der Volksbühne, im ehemaligen Flughafen in Tempelhof. Die Volksbühne lädt zum Saisonauftakt am 10.09.2017 zur Open-air-Aufführung "Fous de danse - Ganz Berlin tanzt auf Tempelhof" bei freiem Eintritt auf das Tempelhofer Feld. (dpa / Jens Kalaene)
Chris Dercon, der Intendant der Volksbühne Berlin (dpa / Jens Kalaene)

Viele Leute, großartige Stimmung - Chris Dercon feiert mit über 10.000 Menschen auf dem alten Berliner Flughafen seinen Einstand als Volksbühnen-Chef. Doch die Diskussionen um seine Intendanz sind damit noch längst nicht beendet. Außerdem: Claus Kleber und sein Buch "Rettet die Wahrheit".

Es ist nicht viel los in den Feuilletons. Die Kultur, so scheint es, trauert dem Ende des Sommers nach. So sind fast alle Zeitungen glücklich darüber, dass auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof getanzt wurde. Es war die Eintrittsveranstaltung der neuen Volksbühnenintendanz, nämlich des Belgiers Chris Dercon, der nach 25 Jahren Frank Castorf ablöste.

Diesem Tanztag war, schreibt Dorion Weckmann in der Süddeutschen, eine lange "Schlammschlacht" vorausgegangen, in der ihm die "ewig miesepetrige Hauptstadt" sein "trendfloskelhaftes Konzept um die Ohren" gehauen hatte. Der amtierende Kultursenator hält Dercon öffentlich für eine Fehlbesetzung und eine Fronde von 40.000 Petitionsunterzeichnern will ihn gleich ganz loswerden. Da möchte man nicht Dercon sein.

Dann aber ein zehnstündiges Tanzspektakel auf dem Tempelhofer Feld mit ca. 13 bis 15.000 Besuchern. Vortänzer Boris Charmatz, ebenfalls Belgier, muss die Zuschauer und Mitakteure derart mit seinem Charme eingewickelt haben, dass auch die professionellen Beobachter sich dem nicht entziehen konnten, über ihn kommen sie geradezu ins Schwärmen.

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