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Kulturpresseschau | Beitrag vom 16.09.2017

Aus den FeuilletonsRassistische Leser setzen Bannon unter Druck

Von Tobias Wenzel

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Das Bild zeigt Steve Bannon, den Chefstrategen von US-Präsident Trump.  (picture-alliance / dpa / CNP / Olivier Douliery)
Einst Chefstratege von Trump, jetzt wieder bei "Breitbart": Steve Bannon. (picture-alliance / dpa / CNP / Olivier Douliery)

Angeblich hat der neue Stabschef im Weißen Haus verboten, Donald Trump Nachrichten rechter Websites vorzulegen. Dabei arbeitet Steve Bannon, der ehemalige Chefstratege des US-Präsidenten, wieder für ein solches Medium, nämlich "Breitbart", und muss sich Mainstream-Vorwürfe seiner rassistischen Leser gefallen lassen.

Weniger der Typ zum Büßen, eher zum rassistischen Vereinfachen ist Steve Bannon, Donald Trumps ehemaliger Chefstratege, der nun wieder für "Breitbart Media" arbeitet, den "'völkischen Beobachter' des digitalen Zeitalters", wie Lars Jensen es in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN SONNTAGSZEITUNG formuliert.

Breitbart sei nach dem Kampf gegen die vermeintlichen Mainstream-Medien selbst zum Mainstream-Medium geworden und gebe sich seitdem gemäßigter. Jedenfalls wohl zu gemäßigt für die rassistischen Leser. Jensen deutet an, die könnten Bannon und Breitbart vielleicht sogar dazu bringen, eine Kampagne gegen Donald Trump zu starten: "Ein Kompromiss mit den Demokraten, 800.000 Immigrantenkindern die Amnestie anzubieten, wertet Breitbarts Leserschaft als Hochverrat", erklärt Jensen und fährt fort:

"Ob Trump davon viel mitbekommt, ist fraglich. Sein neuer Stabschef John Kelly hat verboten, dem Präsidenten 'Nachrichten' von rechten Websites vorzulegen. Trump, der immer massiver unter mentalen Problemen leidet, soll schon gefragt haben, ob es diese Websites nicht mehr gibt."

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