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Montag, 18.06.2018
 
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Wortwechsel | Beitrag vom 18.05.2018

Aus dem Migrantenstadl Wie ermöglichen Kunst und Kultur ein Zusammenleben in Vielfalt?

Moderation: Sebastian Engelbrecht

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Einheimische und Flüchtlinge singen und musizieren gemeinsam im LaTiDo-Chor.  (picture alliance / Markus Scholz/dpa)
Musik verbindet: Einheimische und Flüchtlinge singen gemeinsam im LaTiDo-Chor. (picture alliance / Markus Scholz/dpa)

Zuwanderung macht eine Gesellschaft reicher. Dieser Satz mag nicht überall populär sein, aber seine Richtigkeit ist nachweisbar. Wie und wo entsteht dieser Reichtum? Am deutlichsten ist er wohl in Kunst und Kultur zu erkennen.

Zur Förderung dieses gesellschaftlichen Reichtums durch Kunst und Kultur fordert der Theaterregisseur Ersan Mondtag im "Wortwechsel", Vielfalt in den Kulturinstitutionen zu fördern. Er schlägt eine "Maximalquote" von 50 Prozent für einen bestimmten "Typus von Leitfigur" vor, nämlich den "männlichen heterosexuellen weißen Mann". So könnten auch für andere Teile der Gesellschaft Zugänge zu den Institutionen der Kultur geschaffen werden, und so hätten auch andere Narrative eine Chance. Auf dieser Grundlage müsse neu definiert werden, was "deutsche Kultur" sei.

Welchen Beitrag kann Kunst leisten?

In diesem Sinne fordert auch der Managing Director der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Albert Schmitt, den "Transformationsprozess" von Kultureinrichtungen voranzutreiben. Die "Schwerfälligkeit der Institutionen" sei dabei immer das Hindernis.

(Thomas Kunsch)Sebastian Engelbrecht, Albert Schmitt, Tunay Önder, Ersan Mondtag und Tobias Knoblich (v.l.n.r.) beim Fachgespräch in Erfurt am 17. Mai 2018 (Thomas Kunsch)

Welchen Beitrag leistet Kunst zu einem guten Zusammenleben in Vielfalt? Welche Methoden und Ansätze sind erfolgreich? Wie können Bund, Länder und Kommunen künstlerische Projekte unterstützen? Um diese und andere Fragen geht es im Wortwechsel, zu dem Deutschlandfunk Kultur gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung und der Deutschen UNESCO-Kommission in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt eingeladen hat.

Es diskutieren:
Tunay Önder, Autorin des Blogs "Das Migrantenstadl"
Albert Schmitt, Managing Director der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
Ersan Mondtag, Theaterregisseur
Tobias Knoblich, Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt

Deutschlandfunk Kultur beschäftigte sich mit dieser Studie auch noch in der Sendung Zeitfragen vom 16. Mai 2018:
Zeitfragen: Kunstprojekte und kulturelle Vielfalt in Deutschland 

Weiteres zur Studie zu Kunst und Einwanderung: Kulturelle Teilhabe von Migranten stärken – aber wie?

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