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Kulturnachrichten

Samstag, 20. Mai 2017

"Apple I" kommt unter den Hammer

Versteigerung in Köln

Kassettenrekorder, Bildschirm, Tastatur und eine grüne Platine: Der erste Apple-Heimcomputer bestand aus einer überschaubaren Zahl von Bauteilen. Heute geben Sammler mitunter ein Vermögen für einen "Apple I" aus. Ein Kölner Auktionshaus erhofft sich von der Versteigerung eines alten Apple-Computers Erlöse im sechsstelligen Bereich. Das Modell stammt aus den 70ern und steht für die Anfänge der Verbreitung von Heimcomputern. Der Schätzpreis beträgt laut Auktionshaus 180 000 bis 300 000 Euro. "Mit der Rechenkapazität, die dieses Ding hier hat, können Sie heute noch nicht einmal eine E-Mail schreiben", sagte Auktionshaus-Chef Uwe Breker der Deutschen Presse-Agentur. Der hohe Wert beruht unter anderem auf der geringen Stückzahl, die damals produziert wurde.

Türkei: Zeitung "Sözcü" erscheint mit leeren Seiten

Aus Protest über Festnahme zweier Mitarbeiter

"19. Mai Spezialausgabe zur Pressefreiheit" prangt auf der ersten Seite, die übrigen 19 Seiten der türkischen Tageszeitung "Sözcü" sind leer. So protestiert das regierungskritische Blatt heute gegen die gestrige Festnahme des Online-Chefs und des Izmir-Korrespondenten. Ihnen werden laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Straftaten zugunsten der Gülen-Bewegung vorgeworfen. Die türkische Regierung macht die Bewegung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch vom Juli vergangenen Jahres verantwortlich. "Sözcü" ist mit einer Auflage von 270 000 Exemplaren die drittgrößte Zeitung der Türkei.

Witwe von Chris Cornell bezweifelt Suizid

Möglicherweise sei der Sänger durch die Einnahme eines Beruhigungsmittels beeinträchtigt gewesen

Die Witwe des US-Grungemusikers Chris Cornell, Vicky Karayiannis Cornell, glaubt nicht, dass ihr Mann Suizid begangen hat. Möglicherweise sei er in seinen Handlungen durch die Einnahme eines Beruhigungsmittels beeinträchtigt gewesen. Der örtliche Gerichtsmediziner nannte als offizielle Todesursache Suizid durch Erhängen, die Cornell-Wiwe hofft dagegen, "dass weitere medizinische Berichte zusätzliche Details liefern". Weiter sagt sie, dass ihr Mann vor wenigen Tagen zwischen seinen Konzerten zur Familie zurückgekehrt sei. Er sei über den Muttertag am vergangenen Sonntag hinweg bei der Familie gewesen und erst kurz vor dem Konzert nach Detroit geflogen. In ihren Gesprächen vor diesem Auftritt sei es unter anderem um Urlaubspläne für Ende Mai gegangen, teilte die Witwe mit. Bei ihrem Telefonat nach dem Konzert habe ihr Mann dann mit undeutlicher Stimme gesprochen und "anders" gewirkt. Er habe ihr gesagt, dass er womöglich ein oder zwei Extra-Tabletten seines Medikaments eingenommen habe. Daraufhin habe sie das Sicherheitspersonal kontaktiert, damit es nach dem Rechten sehe.

Bayerischer Fernsehpreis für Devid Striesow

"Blaue Panther" in fünf Kategorien verliehen

Im Münchner Prinzregententheater wurde gestern Abend der bayrische Fernsehpreis, der "Blaue Panther", verliehen. Bester Schauspieler wurde Devid Striesow ("Katharina Luther", "Das weiße Kaninchen"), beste Schauspielerin Sonja Gerhardt ("Ku'damm 56", "Jack the Ripper"). Den Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten erhielt der Kabarettist Gerhard Polt, der das politische Leben und die bayerische Lebensart auf den Punkt bringe, wie die bayerische Medienministerin Ilse Aigner in ihrer Laudatio feststellte. Insgesamt wurden 13 "Blaue Panther" in den fünf Kategorien Informationssendungen, Fernsehfilme, Serien, Kultur- und Bildungsangebote sowie Unterhaltungsprogramme vergeben.

Prince-Nachlass geklärt

Geschwister sollen erben

Bis zu 300 Millionen Dollar umfasst der Nachlass des im vorigen Jahr verstorbenen Popstar Prince, jetzt hat ein US-Richter entschieden: seine Schwester Tyka Nelson und fünf weitere Halbgeschwister sind die rechtmäßigen Erben. Prince war im April 2016 in seinem Anwesen Paisley Park in Minnapolis an einer Überdosis Schmerzmittel gestorben und hatte kein Testament hinterlassen. Die Geschwister sagten dem US-Magazin "People", sie seien erfreut und erleichtert über die Entscheidung.

Fernsehregisseur Claus Peter Witt gestorben

Witt war auch Schauspieler und Drehbuchautor

Wie erst jetzt bekannt wurde, starb Claus Peter Witt bereits am 8. Mai im Alter von 85 Jahren nach längerer Krankheit in einem Hamburger Krankenhaus. Das bestätigte seine älteste Tochter Josefine Grünberg. Der 1932 in Berlin geborene Witt arbeitete zunächst als Schauspieler und Regieassistent, später dann auch als Drehbuchautor und Fernsehregisseur. Eine seiner bekanntesten Produktionen ist der TV-Dreiteiler "Die Gentlemen bitten zur Kasse", für die er 1963 die Goldene Kamera erhielt. Auch bei Folgen der "Lindenstraße" und von "Schlosshotel Orth" führte er Regie.

Weltausstellung Reformation eröffnet

Freiluft-Ausstellung in der Lutherstadt Wittenberg

An den Altstadtgrenzen wird auf 500 Jahre Reformation und deren Folgen bis in die Gegenwart zurück geblickt. Dazu dienen sieben "Tore der Freiheit" bis Mitte September als Präsentationsfläche für mehr als 80 Aussteller. Wittenberg gilt seit dem für den 31. Oktober 1517 überlieferten Thesenanschlag Martin Luthers als Wiege der Reformationsbewegung, aus der die evangelische Kirche hervorgegangen ist. Am Auftaktgottesdienst zur Weltausstellung auf dem Wittenberger Marktplatz nahmen unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, teil.

Grütters verteidigt Kreuz auf Berliner Stadtschloss

"Das Kreuz gehört dazu"

Kulturstaatsministerin Grütters hat das geplante vergoldete Kreuz auf der Kuppel des neuen Berliner Stadtschlosses gegen Kritik verteidigt. Die hiesige Kultur habe ihre Wurzeln in einem christlichen Menschenbild. Das Angebot eines offenen Hauses wie dem Humboldtforum sei nur glaubwürdig, wenn man sich dieser Identität bewusst sei und sie auch zeige, so Grütters in der Zeitung "Die Welt". Deshalb gehöre das Kreuz dazu. Grüne und Linkspartei, sowie die Stiftung Zukunft Berlin sehen dagegen den offenen Dialog der Kulturen gefährdet, wenn ein Kreuz oben auf der Kuppel die Richtung bereits vorgibt. Dies sei eine Hierarchisierung der Kulturen und Religionen und entspräche nicht dem humanistischen Grundgedanken dieses Ortes, der dem Austausch der Kulturen dienen solle.

Japan-Tag in Düsseldorf

Cosplayer pilgern an den Rhein

Düsseldorf feiert ganz im Zeichen Japans. Mehr als eine halbe Million Besucher werden zum 16. Japan-Tag erwartet. In der Innenstadt und am Rheinufer geht es um die traditionellen und aktuellen Facetten des Landes. Erwartet werden auch Hunderte von sogenannten Cosplayern, die sich exakt wie japanische Comic-Helden kleiden. Frauen und Männer tragen grellfarbene Perücken, schrille Fantasy-Kleider und bizarre Waffen aus Pappe. In den vergangenen Jahren kamen so viele Verkleidete, dass nun ein weiterer Treffpunkt für sie eingerichtet wurde. Beim Japan-Tag werden auch traditionelle Kimonos gezeigt oder Vorführungen in japanischer Kampfkunst. Höhepunkt ist ein Feuerwerk am Abend. Bei japanischen Feuerwerken formen sich die Raketen zu Bildern am Himmel. In Düsseldorf leben etwa 7000 Japaner.

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