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Neonlicht / Archiv | Beitrag vom 15.04.2012

Achtung Kunstbetrieb

Moderation: Marietta Schwarz

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Berlin finden viele Künstler inspirierend, aber auch in anderen Großstädten der Welt haben sich Kreative eingerichtet. (AP)
Berlin finden viele Künstler inspirierend, aber auch in anderen Großstädten der Welt haben sich Kreative eingerichtet. (AP)

Das Neonlicht beschäftigt sich in dieser Woche mit Großstadtkünstlern unterschiedlicher Art. In Simbabwes Hauptstadt Harare verwandeln Regisseure ihren Frust in Theaterkunst. Wir treffen einen Kenianer, der Müll inspirierend findet, folgen einem Künstlerkollektiv nach Pankow und hören uns mit einem Klangkünstler Berlin an.

Vergangenes in Pankow
Von Nadine Kreuzahler
Konrad Adenauer sprach von "den Herren in Pankoff" und Udo Lindenberg schickte seinen Sonderzug dorthin. In der DDR wohnte die oberste Politprominenz im Berliner Stadtteil Pankow. Außerdem residierten viele Botschaften dort - in extra errichteten sozialistischen Bauten. Nach dem Ende der DDR gerieten sie in Vergessenheit. Und während jetzt ein neuer Bauboom Pankow im Griff hat, bietet ein Berliner Künstlerkollektiv Architekturtouren zu diesen Orten der Vergangenheit an.

Protesttheater in Harare
Von Kerstin Poppendieck
Anfang des Jahres feierte Robert Mugabe seinen 88. Geburtstag, aber an Rente denkt Simbabwes Präsident offenbar noch nicht. Der Frust und die Hoffnungslosigkeit der Bevölkerung hat die Theaterschaffenden in Simbabwes Hauptstadt Harare zu einem neuen Genre inspiriert: Protesttheater. Manche nennen es auch sarkastisch: Frusttheater. Aber es ist offensichtlich genau diese Frustration, die die simbabwischen Theaterproduzenten antreibt.

Müllkunst aus Nairobi
Von Bettina Rühl
Kibera, einer der größeren Slums in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, hat in Deutschland eine gewisse, schaurige Berühmtheit. Er galt mit einer Million Bewohner jahrelang als der zweitgrößte Slum Afrikas. Als die Zahl der Bewohner 2009 offiziell auf ein Zehntel reduziert wurde, hatte sich das Image schon festgefressen: Krankheit, Kriminalität, Verwahrlosung, Müll. Kota Otieno sieht diesen Müll auch, aber anders. Er sammelt ihn und macht Kunst daraus.

Der urbane Tönesammler
Von Cornelius Wüllenkemper
Peter Cusack ist auf der Suche nach "soundscapes" - nach Klanglandschaften. Der Londoner Klangkünstler und Avantgarde-Musiker bereist die Welt mit seinem Aufnahmegerät, um den Klang verschiedener Orte aufzuzeichnen. "Sonic Journalism" nennt der Engländer das und hält soziale und umweltbiologische Probleme per Mikro fest. Wie zuvor in Prag, New York und Peking arbeitet Peter Cusack derzeit in Berlin an seinem Projekt "Favourite Sounds". Er zeichnet die Lieblingsgeräusche der Berliner auf und erforscht, wie sich der Wandel der Großstadt anhört.

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