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500 Jahre Reformation - Luther 2017

Das Kulturquartier Mönchenkloster in Jüterbog (Brandenburg) (picture alliance/dpa/Foto: Bernd Settnik)

Luther in BrandenburgAuf den Spuren der Reformation

Nur 40 Kilometer liegt die brandenburgische Kleinstadt Jüterbog von Wittenberg entfernt. 1517 hielt dort der Dominikanermönch Johann Tetzel Bußpredigten, die Luther erzürnten und die mit den Anfang der Reformation darstellen. Im Jubiläumsjahr wird es dazu die Ausstellung "Tetzel, Ablass, Fegefeuer" geben.

Magneten mit dem Porträt Martin Luthers aus einem Cranach-Gemälde (dpa/picture-alliance/Sebastian Kahnert)

Touristenmagnet in SachsenBorna setzt auf den Luther-Effekt

Borna in Sachsen will überleben und das nicht nur mit dem Bergbau, der die Region dominiert. Von dem Hype um Martin Luther anlässlich des Reformationsjubiläums will die Stadt profitieren. Schließlich hat Luther mehrfach hier gepredigt.

Der Thesenanschlag zu Wittenberg. Illustration aus dem Jahr 1917 (imago stock&people)

Reformation und ÖkonomieGottes Güter umsonst

Martin Luther war ein Kritiker des Ablasshandels. Er forderte: Gottes Gnade umsonst für alle und nicht als kostenpflichtige Ware - eine Botschaft mit ökonomischen Konsequenzen bis heute. Die Idee des Gemeinguts wird in alternativen Kreisen wieder lebendig.

Der koptisch-evangelische Theologe Tharwat Kades, Pfarrerin Nadia El Karsheh und der islamische Kalligrafie-Künstler Ahmed Darwish (v. l. n. r.) (© Stefan El Karsheh)

Luther und Calvin in KairoBunte Kalligrafie zu Ehren Gottes

Mit Bibel, Kalligrafie und Sehnsucht nach Dialog: Auch in Kairo wird an 500 Jahre Reformation erinnert. Immerhin eine Million Ägypter gehören zu einer protestantischen Kirche – eine nennenswerte Minderheit neben dem Islam und der koptisch-orthodoxen Kirche.

Zeitgenössisches Porträt des niederländischen Täufers und Schwärmers Johann Bockelson (1509-1536). (picture alliance / dpa / Bifab)

Die Wiedertäufer von MünsterVerbrecher? Gottesmänner? Scharlatane?

Als die Reformation auf Abwege geriet: In Münster verkündete 1534 eine aus den Niederlanden vertriebene Täufergruppe die neue Lehre. Sie wollten den Weg zu einer Heilsgewissheit und zur radikalen Nachfolge Christi weisen, doch sie errichteten ein theokratisches Terror-Regime.

(Imago/CHROMORANGE)

Protestantische Bewegung der Waldenser"Es gab viele Reformationen"

Martin Luther als Inbegriff der Reformation - das sei eine sehr deutsche Perspektive, meint Daniele Garrone, Professor für Altes Testament an der theologischen Fakultät der Waldenser in Rom. Die Waldenser hatten schon vor Luther versucht, die katholische Kirche zu verändern.

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