Seit 18:00 Uhr Nachrichten

Mittwoch, 25.04.2018
 
Seit 18:00 Uhr Nachrichten

50 Jahre 68er

Aufbruch und Rebellion

Demonstranten am 03.02.1968 auf dem Kurfürstendamm. Nach einer genehmigten, zunächst gewaltlosen Demonstration gegen die Militärdiktatur in Griechenland zogen mehrere hundert Demonstranten auf den Kurfürstendamm und errichteten Barrikaden. Die Polizei setzte mehrfach Wasserwerfer ein. (dpa)
Daniel Cohn-Bendit gibt eine Erklärung ab. Der Versuch des Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, am 24.05.1968 trotz eines Einreiseverbots über den Grenzübergang "Goldene Bremm" bei Saarbrücken nach Frankreich zurückzukehren, ist gescheitert. Die französischen Behörden haben Cohn-Bendit nach tumultartigen Verhandlungen zurückgewiesen. | Verwendung weltweit (picture alliance / dpa / Roland Witschel)

1968 für Frankreich und USARiesige Revolten - und dann?

Die Proteste waren gewaltig im Mai 1968 in Frankreich: fast zehn Millionen Streikende, angefeuert durch eine Rede des Soziologie-Studenten Daniel Cohn-Bendit. In den USA mobilisierte die Kommunisten-Jagd an der Uni in San Francisco die Studierenden.

Ein Panzer der Sowjetunion vor dem Rundfunkgebäude in Prag am 21.08.1968 (picture alliance/dpa/)

1968 für CSSR und KubaWas bleibt vom "Prager Frühling"?

Die großen Träume des Aufbruchs in Osteuropa wurden 1968 in Prag mit Panzern niedergewalzt. Der "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" erlebte nur eine kurze Blüte. Oder? In Kuba scheinen noch Reste der Idee überlebt zu haben.

Japanische Studenten werfen am 1.8.1968 Steine auf Fahrzeuge der Polizei am Eingang des Flughafens in Tokio (dpa / UPI)

1968 für Japan und VietnamSchlagstock und "Uncle Ho" siegten

Dass Japan heute so konservativ ist, hat auch mit der Niederlage der linken 68er-Bewegung zu tun. Dagegen ist 1968 in Vietnam ein Wendepunkt zu Gunsten der bis heute regierenden Kommunisten. Zwei asiatische Länder - wir erzählen ihre 68er-Geschichten.

Der Buchladen "Schwarze Risse" in Berlin Kreuzberg (Mai 2016).   (imago / Steinach)

Linker BuchhandelTotgesagte leben länger

Nach der Studentenrevolte 1968 entstanden viele linke Buchhandlungen. Sie verstanden sich als Avantgarde der Republik und waren damit gar nicht so weit entfernt vom Standesbewusstsein ihrer bürgerlichen Kollegen, die stolz waren, es mit einer geistigen Ware zu tun zu haben.

Gretchen Dutschke bei einer Lesung am 14.1.2018 im Club Gretchen in Berlin (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)

Gretchen Dutschke im GesprächStolz auf die 68er

Sie erlebte die Studentenbewegung an der Seite Rudi Dutschkes. Nach dessen Tod ging Gretchen Dutschke zurück in ihre Heimat USA, um der Traurigkeit zu entkommen. Ihr Buch "Worauf wir stolz sein dürfen" ist dem geistigen Erbe ihres Mannes gewidmet – 50 Jahre nach 1968.

Am 29. März 1968 protestierten rund 500 Menschen in Kiel gegen den Krieg in Vietnam. Zu der Demonstration hatte die "Kampagne für Demokratie und Abrüstung" aufgerufen. (dpa)

Die Sprache der 68erAls mündige Bürger sich emanzipierten

Begriffe der 68er-Bewegung wie direkte Demokratie, mündiger Bürger oder der Gang durch die Institutionen prägen unser Bewusstsein bis heute. Aktuell haben vor allem das konservative und rechte Spektrum die 68er-Begriffe für sich entdeckt.

Teilnehmer der mit dem studentischen Vietnamkongress verbundenen Demonstration in Berlin am 17.2.1968 tragen Bilder von Ho-Chi-Min, Che Guevara und Rosa Luxemburg. (dpa / picture alliance / Klaus Rose)

Think global, act localWas uns die 68er voraus haben

"Kühnes und entschiedenes Handeln" gegen den Krieg forderte Rudi Dutschke vor 50 Jahren auf dem Vietnamkongress - die Initialzündung der Studentenbewegung. Was ist vom revolutionären Elan geblieben? Und was können wir von den 68ern lernen?

Seite 1/2

Der Soundtrack einer Generation

Zeitfragen

weitere Beiträge

Kompressor

Neonlichter in HongkongVom Aussterben bedroht
Neonreklamen auf der Haiphong Road in Kowloon in Hongkong. (imago stock&people)

Sind sie Kunst oder dienen sie nur der Reklame? Ausgefallene Neonlichter prägten bis vor Kurzem das Stadtbild von Hongkong. Die Vorlagen wurden zum Teil von Kaligraphen entworfen. Nun machen ihnen LEDs Konkurrenz. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur